Coronavirus-Liveticker+++ 23:38 Impf-Priorität für Polizei: Kreis Stendal räumt Fehler ein +++
In der Debatte um vorgezogene Corona-Impfungen für Hunderte Polizistinnen und Polizisten hat der Landkreis Stendal Fehler eingeräumt. "Rein rechtlich ist festzuhalten, dass die durch den Landkreis erfolgte damalige Interpretation der Impfverordnung fehlerhaft war", teilte der für das dortige Impfzentrum zuständige Beigeordnete Sebastian Stoll mit. Zuvor hatte Sachsen-Anhalts Gesundheitsminiseterin Petra Grimm-Benne bestätigt, dass der Kreis Stendal im Januar 320 Polizisten und Bedienstete gegen das Coronavirus geimpft habe, obwohl die Berufsgruppe nicht zur höchsten Priorität gehört. Beim Gesundheitsministerium gingen seither zahllose Anrufe von wütenden Bürgern ein, die bisher wegen des knappen Kontingents an Impfstoff vergeblich versuchten, für sich oder ihre impfberechtigten Angehörigen einen Termin zu bekommen, sagte Grimm-Benne.
+++ 22:59 Spanien gibt Astrazeneca-Vakzin nur bis 55 Jahre frei +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat in ihrer Zulassungs-Empfehlung für den Impfstoff von Astrazeneca keine Einschränkungen für Ältere gemacht. Dennoch wird das Vakzin in vielen Staaten nicht an Ältere verimpft. Spanien zieht die Grenze bei 55 Jahren, wie das Gesundheitsministerium am Abend mitteilte. Auch in Italien dürfen die Menschen bei Impfungen mit diesem Vakzin nicht älter als 55 Jahre sein. In Griechenland werde die Impfung mit dem Astrazeneca-Mittel nur für Menschen von 18 bis 64 Jahre empfohlen, hieß es vom Gesundheitsministerium in Athen. Für eine Anwendung bei älteren Menschen gebe es nur "unzureichende" Daten. Mit ähnlichen Begründungen hatten in den vergangenen Tagen bereits andere Länder wie Deutschland, Frankreich, Belgien, Dänemark, die Niederlande und Schweden diese Altersbeschränkung festgelegt.
+++ 22:06 Variante aus Brasilien erstmals in Spanien nachgewiesen +++
In Spanien wird erstmals eine in Brasilien verbreitete Variante des Coronavirus nachgewiesen. Die Coronavirus-Mutante sei bei einem 44-jährigen Mann entdeckt worden, der Ende Januar aus dem südamerikanischen Land kommend am Madrider Flughafen gelandet sei, teilte die Regionalregierung von Madrid mit. Es handle sich um den ersten Nachweis dieser Mutante in Spanien. Am Mittwoch hatte Spanien Einreisen per Flugzeug aus Brasilien und Südafrika beschränkt, um die Einschleppung der dort kursierenden Varianten zu begrenzen. Bereits seit Ende Dezember bestehen Beschränkungen für Großbritannien. Die aus Brasilien stammende Coronavirus-Variante soll einer südafrikanischen Virusmutation ähneln, die ebenfalls bereits in Spanien und zahlreichen weiteren Ländern nachgewiesen wurde.
+++ 21:51 US-Kongress stellt Weichen für Bidens großes Corona-Hilfspaket +++
Der US-Kongress hat das billionenschwere Corona-Hilfspaket von US-Präsident Joe Biden ein entscheidendes Stück vorangebracht. Nach dem Senat billigte am Freitag auch das Repräsentantenhaus mit der Mehrheit von Bidens Demokraten einen entsprechenden Haushaltsplan. Das ist die Voraussetzung dafür, dass das Paket in den kommenden Wochen das Parlament passieren kann. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, erwartet eine endgültige Zustimmung des Kongresses vor dem 15. März. Im Senat hatte das Votum von Vizepräsidentin Kamala Harris den Ausschlag gegeben, weil bei der Abstimmung ein Patt von 50 zu 50 Stimmen entstanden war. Biden will mit dem 1,9 Billionen Dollar schweren Programm die Folgen der Corona-Pandemie abfedern und die Konjunktur anschieben. Nach Vorstellungen der Republikaner sollte dafür allerdings weniger als ein Drittel der Summe ausreichen. Als Teil der Haushaltsplanung deklariert, konnten die Hilfsmaßnahmen mit einfacher Mehrheit durch beide Häuser des Parlaments gebracht werden. Flankierend sind aber noch weitere Gesetzesvorhaben erforderlich, damit das große Konjunkturpaket Bidens umgesetzt werden kann.
+++ 21:30 Spahn stellt Impfstoff für Kinder für Sommer in Aussicht +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt einen für Kinder und Jugendliche geeigneten Impfstoff gegen das Coronavirus für diesen Sommer in Aussicht. Derzeit gebe es noch keinen für Kinder und Jugendliche zugelassenen Impfstoff, sagte Spahn, der als Gast bei der Jahresauftakt-Klausur der hessischen Union online zugeschaltet war. Das Vakzin von Biontech/Pfizer sei ab 16 Jahren zugelassen, die beiden anderen Impfstoffe von Moderna und Astrazeneca ab 18 Jahre. Gerade bei Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen sei dies ein Problem. Es gebe eine Reihe von Herstellern, bei denen Studien mit Kindern und Jugendlichen liefen, von drei oder vier Herstellern wisse er dies sicher.
+++ 21:01 Bundesländer melden 11.585 Neuinfektionen und 773 Todesfälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.269.094 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.585 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 773 auf 60.888. Als aktuell infiziert gelten rund 192.532 Personen.
Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,88 angegeben (Vortag: 0,78). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 88 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken.
+++ 20:37 Serbien impft am schnellsten in Kontinentaleuropa +++
Serbien ist in Relation zu seiner Einwohnerzahl Spitzenreiter bei Corona-Impfungen auf dem europäischen Festland. Der Balkanstaat habe bereits mehr als 450.000 seiner sieben Millionen Bürger geimpft, berichtete die wissenschaftliche Zeitschrift "Our World in Data". Das sei mehr als jedes andere Land in Europa mit Ausnahme Großbritanniens. Während die EU in den vergangenen Wochen mit Produktionsschwierigkeiten und Lieferengpässen bei Impfstoffherstellern zu kämpfen hatte, setzt Serbien besonders auf chinesische, aber auch russische Vakzine. Mitte Januar hatte der Balkanstaat, der selbst nicht zur EU gehört, eine Million Impfdosen aus China erhalten.
+++ 20:12 Briten behandeln wöchentlich 100 Kinder mit seltener Covid-Folgekrankheit +++
Bis zu 100 Kinder in der Woche werden in Großbritannien mit einer seltenen Krankheit in Krankenhäuser eingewiesen, die infolge einer Corona-Infektion auftritt. Das berichtet "The Guardian". Dabei handelt es sich um das Pims-Syndrom, eine Entzündungskrankheit, die zu Fieber, Bauchschmerzen und Herzproblemen führen kann. Das Syndrom ist vermutlich eine Überreaktion des Körpers auf Viren.
+++ 19:50 Spanien lässt Astrazeneca-Impfstoff für 18- bis 55-Jährige zu +++
In Spanien wird der Impfstoff von Astrazeneca nach einem Bericht der Zeitung "El Pais" für Menschen in einem Alter zwischen 18 und 55 Jahren zugelassen. Das Blatt beruft sich auf anonyme Quellen. In Deutschland hat die Ständige Impfkommission die Anwendung der Arznei bei 18- bis 64-Jährigen empfohlen. In Großbritannien gibt es keine Alterseinschränkungen bei der Verordnung der Impfung von Astrazeneca.
+++ 19:16 Nach gefährlicher Virusmutation: Dänemark tötet alle Nerze +++
Alle Nerze auf den dänischen Nerzfarmen sind nun tot. Wenige Wochen nach dem Inkrafttreten eines entsprechenden Haltungsverbots bis Ende 2021 sind die letzten überlebenden Nerze in Betrieben in Dänemark getötet worden, wie die zuständige Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen bestätigte. Es kann demnach allerdings noch sein, dass es vereinzelte Pelztiere in Zoos und als Haustiere in Privathaushalten gibt. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen hatte Anfang November verkündet, dass alle Nerze im Land getötet werden sollen. Begründet wurde der radikale Schritt damit, dass das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe.
+++ 18:58 Friseure in Belgien dürfen wieder öffnen +++
Endlich wieder zum Friseur: Nach dreieinhalb Monaten wuchernden Haarwuchses dürfen Friseure in Belgien von kommender Woche Samstag an wieder öffnen. Es würden jedoch sehr strenge Hygieneregeln gelten, sagte der belgische Regierungschef Alexander De Croo nach Regierungsberatungen in Brüssel. Er betonte, dass die Corona-Situation in dem Königreich seit Dezember recht stabil sei. Die Maßnahmen gegen das Virus funktionierten gut, weil die Menschen sie berücksichtigten. De Croo sagte, man müsse weiter vorsichtig sein. Andere nichtmedizinische Berufe mit Körperkontakt - etwa Kosmetiker - müssen sich noch bis zum 1. März gedulden.
+++ 18:38 US-Regierung will Pfizer beim Ausbau der Impfstoffproduktion helfen +++
Die US-Regierung wird dem Pharmakonzern Pfizer weitere Unterstützung zukommen lassen, um die Produktion des mit Biontech entwickelten Corona-Impfstoffs noch schneller auszubauen. Die Regierung setzt ein Gesetz zur Militärproduktion ein, um sicherzustellen, dass Pfizer den ersten Zugriff auf Komponenten für die Herstellung und Abfüllung des Impfstoffs bekommt, wie der Corona-Logistik-Koordinator des Weißen Hauses, Tim Manning, erklärte. Als Beispiel nannte er bestimmte Pumpen und Filter. Der Schritt der Regierung werde Pfizer ermöglichen, die Produktion anzukurbeln "und die Ziele zu erfüllen, in den kommenden Monaten Hunderte Millionen Dosen auszuliefern", sagte Manning.
+++ 18:05 Kritik an Verteilung: Verwaltungspersonal vor Klinikärzten geimpft +++
Die Diskussion um Corona-Impfstoffverteilung an Verwaltungspersonal an niedersächsischen Kliniken zieht weitere Kreise. Nachdem zuletzt bekannt wurde, dass sich im ostfriesischen Klinik-Verbund Aurich-Emden-Norden neben Verwaltungsangestellten auch ein Geschäftsführer vor Ärzten und Pflegekräften impfen ließ, werden nun weitere Fälle öffentlich. An der Klinik in Wittmund ließ sich ebenfalls ein Geschäftsführer impfen, wie der Landkreis am Freitag nach Medienberichten bestätigte. An einer Klinik in der Region Hannover nahmen zwei leitende Angestellte ohne Kontakt zu Corona-Patienten hausinterne Impftermine wahr, wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" und der NDR berichteten. Niedersachsens Landesregierung kritisierte das Vorgehen in den Kliniken. Regierungssprecherin Anke Pörksen nannte das Verhalten in der Landespressekonferenz "verwerflich" und "unsolidarisch".
+++ 17:44 Merkel und Macron verteidigen EU im Impf-Streit +++
Im Streit um die Engpässe bei Corona-Impfstoffen stellen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hinter die EU und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: "Wir unterstützen die Arbeit der Kommission und der Kommissionspräsidentin", sagt Merkel in Berlin nach einer rund zweistündigen Videokonferenz mit Macron. Die Produktion eines Impfstoffes sei "keine Sache, die man von heute auf morgen machen kann", betonte sie. Auch Macron sagte: "Ich unterstütze den europäischen Ansatz, den wir gewählt haben." Die Lage bezeichnete er allerdings als äußerst ernst: "Wir stehen mitten in der Schlacht und wir müssen kämpfen." Zugleich drückte der Präsident aufs Tempo: Die EU habe 2,3 Millionen Impfdosen gekauft, nun müsse die Beschaffung und die zusätzliche Produktion in Europa beschleunigt werden, forderte er.
+++ 17:16 EU-Staaten warnen vor Knappheit bei J&J-Impfstoff +++
Der Impfstoff von US-Hersteller Johnson & Johnson hat zwar noch keine Zulassung für die EU, dennoch sorgen sich einige Mitglieder des Staatenbunds um die Versorgung mit dem Vakzin. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sowie die Staatsoberhäupter von Tschechien, Dänemark und Griechenland haben in einem Brief EU-Ratspräsidentin Ursula von der Leyen aufgefordert, bereits vorab mit den USA über den Impfstoff zu sprechen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. 400 Millionen Dosen hat die EU bei Johnson & Johnson bestellt, produziert wird das Vakzin unter anderem im niederländischen Ort Leiden. Zur Abfüllung und Abfertigung müsse der Impfstoff allerdings noch einmal in die USA verschickt werden, wie es im Brief heißt. "Wenn das den EU-Zugang zum Impfstoff gefährden könnte, sollten wir das Thema jetzt ansprechen, um Lösungen mit dem Unternehmen zu finden, um die europäischen Mengen zu sichern." Von der Leyen solle daher einen "frühen Dialog auf höchster Ebene" anstreben. Der kommende Impfstoff von Johnson & Johnson wird im Brief als "Game Changer" bezeichnet, weil er leichter gelagert und transportiert werden kann und nur einmal verimpft werden muss.
+++ 16:47 Corona-Zuschlag für 3,8 Millionen Bezieher von Grundsicherung +++
Den in der Koalition vereinbarten Corona-Zuschlag von 150 Euro sollen rund 3,8 Millionen erwachsene Bezieher der Grundsicherung für Arbeitslose, Ältere oder Behinderte erhalten. Dies geht aus dem Reuters vorliegenden Gesetzentwurf hervor, den Bundesarbeitsminister Hubertus Heil nach Angaben aus Regierungskreisen an die anderen Ministerien verschickte. Das Kabinett solle in einem vereinfachten Verfahren bis Montag zustimmen. Die Kosten der Einmalzahlung, die der Bund übernimmt, werden auf 575 Millionen Euro beziffert.
+++ 16:19 Seehofer für baldige Öffnung von Friseursalons +++
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich dafür ausgesprochen, Friseursalons sobald wie möglich wieder zu öffnen. "Ich bin in der aktuellen Situation ganz klar für eine Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen", zitierte das Magazin "Spiegel" Seehofer. "Wir sollten aber diejenigen Maßnahmen zurücknehmen, die ganz offensichtlich keine Schutzwirkung entfalten." Bei den Friseuren habe sich "regelrecht ein Schwarzmarkt" entwickelt, mehr und mehr Leute würden sich auf anderen Wegen und ohne Hygienekonzepte die Haare schneiden lassen. Das sei viel gefährlicher, als Friseurläden mit einem strengen Hygienekonzept die Öffnung zu erlauben, zeigte sich Seehofer überzeugt.
+++ 15:53 Medien: Bund und Länder erwägen Lockdown-Verlängerung um zwei Wochen +++
Am Mittwoch will Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder erneut über das Infektionsgeschehen beraten. Nach Informationen des "Business Insider" ist eine Verlängerung des aktuellen Lockdowns um zwei Wochen im Gespräch. Damit würde die Bundesregierung wissenschaftlichen Prognosen folgen, die Anfang März den angepeilten Inzidenz-Wert von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern erwarten. den Ländern soll dabei der Spielraum für Lockerungen gegeben werden, was flexiblen Unterricht an Schulen angeht.
+++ 15:17 Slowakei meldet dramatische Ausbreitung britischer Mutation +++
Gesundheitsbehörden und Experten in der Slowakei schlagen Alarm, dass sich die sogenannte britische Mutation des Coronavirus dramatisch ausbreite. Der konservativ-populistische Regierungschef Igor Matovic meldete auf Facebook einen Anteil der Mutation von rund 71 Prozent aller positiven Testergebnisse vom Mittwoch. Regional wurden auch höhere Werte berichtet. Die Universitätsklinik der zweitgrößten Stadt Kosice in der Ostslowakei gab am Freitag bekannt, dass der Anteil der Mutation an ihren zuletzt untersuchten Proben bereits auf mehr als 90 Prozent der positiven Testergebnisse angestiegen sei. "Es scheint, dass der Anteil in der Slowakei höher als im Rest der Europäischen Union und auch höher als in Großbritannien ist", erklärte Pavol Jarcuska, der Vorstand der zur Universität Kosice gehörenden Klinik für Infektiologie und Reisemedizin gegenüber der Nachrichtenagentur TASR. Wegen der verschärften Pandemie-Situation sagten mehrere Städte und Regionalverwaltungen ihre geplanten Teil-Öffnungen der Schulen wieder ab.
+++ 14:42 Astrazeneca-Impfstoff wirkt gegen britische Mutante +++
Der von der Universität Oxford und dem Pharmakonzern Astrazeneca gemeinsam entwickelte Impfstoff gegen Corona wirkt auch gegen die hochgradig ansteckende britische Variante des Virus. Das geht aus einer laufenden klinischen Studie hervor, wie die Universität mitteilte. Die Wirksamkeit gegen die britische Variante liege bei geschätzt 75 Prozent gegenüber 84 Prozent bei den älteren Virus-Varianten.
+++ 14:30 Divi-Register zählt mehr als 4000 Intensivpatienten +++
In deutschen Kliniken werden derzeit 4072 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 106 Patienten, wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht. Demnach müssen 2266 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 34 weniger als am Vortag. Der Anteil der freien Intensivbetten steigt um 66 – insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4340 Betten in den deutschen Kliniken frei.
+++ 14:21 Österreich bald mit zehn Millionen Corona-Tests +++
Österreich wird nach den Worten von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in Kürze die Marke von zehn Millionen Corona-Tests überschreiten - rund 4,5 Millionen als PCR-Tests und 5,5 Millionen als Antigentests. Außerdem strebe das Land mittelfristig eine Verdoppelung der täglichen Testkapazitäten auf dann mehr als 100.000 an, sagte Anschober am Freitag in Wien. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) sind im neunmal bevölkerungsreicheren Deutschland seit Ausbruch der Pandemie knapp 41 Millionen PCR-Tests gemacht worden.
+++ 14:10 Briten sichern sich 50 Millionen zukünftige Curevac-Impfdosen +++
Großbritannien weitet seinen Kurs der frühzeitigenImpfstoff-Beschaffung aus und sichert sich 50 Millionen Dosen eines zukünftigen Impfstoffs des deutschen Herstellers Curevac, der auch gegen Virus-Varianten wirken soll. Das Tübinger Unternehmen werde mit der britischen Regierung zusammenarbeiten, um solche Impfstoffkandidaten zu entwickeln, teilte Curevac am Freitag mit. Teil der Vereinbarung sind 50 Millionen Dosen, die Großbritannien zustehen sollen, wenn die Vakzine zugelassen werden. Auch bei anderen Impfdosen hat die britische Regierung frühzeitig große Impfstoffmengen bestellt und hat daher aktuell weniger Nachschubprobleme als etwa die Europäische Union.
+++ 14:02 Günther macht sich für Lockerungen stark +++
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther will sich angesichts sinkender Infektionszahlen für baldige Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen einsetzen. Das erklärt er im ZDF mit Blick auf die Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch. Bei der letzten Konferenz sei ja verabredet worden, für die nächste Runde einen Stufenplan zu erarbeiten, daher werde ein Stufenplan in seinem Land "definitiv auch kommen", so Günther. Der Kieler Plan sieht Lockerungen vor, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 50 liegt. In Schleswig-Holstein liegt sie aktuell bei 67,0.
+++ 13:44 Virologin Brinkmann: Zeitnahe Lockerungen wären fatal +++
Die Virologin Melanie Brinkmann warnt vor einer Lockerung der Corona-Maßnahmen Mitte Februar. Die Hoffnung, man könne "mit einer Inzidenz von knapp unter 50 Maßnahmen lockern und dabei das Virus im Zaum halten", sei "fatal", sagt sie dem "Spiegel". "Mit diesem Kurs haben wir keine Chance. Die Zahlen würden sofort wieder steigen." Laut Brinkmann, die am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum forscht, würde ein Lockerungskurs zu ständig neuen Lockdowns noch "bis ins Jahr 2022 hinein" führen.
+++ 13:32 Fleischproduktion geht im Krisenjahr 2020 minimal zurück +++
Die Fleischproduktion in Deutschland ist im vergangenen Jahr trotz vorübergehender virusbedingter Schließungen einzelner Schlachtbetriebe nur leicht zurückgegangen. Im Jahr 2020 lag sie bei 7,8 Millionen Tonnen, teilt das Statistische Bundesamt mit. Das entspricht einem Rückgang um 1,6 Prozent im Vergleich zu 2019. Demnach wurden 57,6 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie rund 670 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet. Schlachthöfe sind in der Pandemie immer wieder Orte von größeren Ausbrüchen der Krankheit. Ein Grund dafür ist die Unterbringung von Personal in Gemeinschaftsunterkünften.
+++ 13:03 Österreich nimmt zehn Patienten aus Portugal auf +++
Aufgrund der prekären Lage in portugiesischen Kliniken will Österreich zehn Patienten aus Portugal aufnehmen. Das Angebot gelte für fünf Covid-19-Patienten und fünf Menschen mit schweren Erkrankungen oder bevorstehenden Operationen, teilt Bundeskanzler Sebastian Kurz mit. "So wie wir bereits bisher Intensivpatienten aus Frankreich, Italien sowie Montenegro aufgenommen haben, wollen wir nun Portugal in dieser schwierigen Situation helfen", so Kurz. Es sei ein Gebot der europäischen Solidarität, rasch und unbürokratisch zu agieren. Deutschland unterstützt Portugal mit einem Team der Bundeswehr aus Ärzten und Sanitätern.
+++ 12:48 Babiš: Tschechien wünscht sich EMA-Zulassung von Sputnik V +++
Tschechien interessiert sich laut Regierungschef Andrej Babiš für die Versorgung mit dem russischen Impfstoff Sputnik V. "Wir würden es selbstverständlich alle bevorzugen, wenn die Europäische Arzneimittelagentur das russische Vakzin genehmigen würde", so Babiš nach Angaben der Agentur CTK. Der Ministerpräsident besucht heute seinen Kollegen Viktor Orbán in Ungarn, um sich über den dort geplanten Einsatz von Sputnik V zu informieren. Als erster EU-Staat hatte Ungarn eine Notfallzulassung für das Präparat erteilt. In Tschechien ist die Pandemie-Lage dramatisch. Die Impfkampagne in dem deutschen Nachbarland kommt nur schleppend voran, während das Infektionsgeschehen weiter hoch ist und Kliniken massiv überlastet sind.
+++ 12:36 Merkel gibt am 11. Februar Regierungserklärung ab +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Donnerstag im Bundestag eine Regierungserklärung zur Corona-Politik abgeben. Das teilt Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Am Mittwoch beraten Bund und Länder über den weiteren Kurs. Der Lockdown ist bislang bis 14. Februar beschlossen.
+++ 12:16 Ein Prozent der Deutschen ist voll geimpft +++
Die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfdosen in Deutschland ist auf 2.987.398 gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt die Quote der Erstimpfungen nun bei 2,59 Prozent, die der Zweitimpfungen bei 1,00 Prozent – das entspricht 834.398 vollständig geimpften Personen. Ein vollständiger Impfschutz besteht bei den aktuell verimpften Prapäraten erst nach zwei Impfungen. Dazu muss die zweite Dosis etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden. Je nach Bundesland variiert die Impfquote deutlich: Laut RKI haben in Mecklenburg-Vorpommern 1,32 Prozent bereits eine Zweitimpfung erhalten, in Sachsen 0,79 Prozent.
+++ 11:47 Bundesregierung erklärt fünf weitere Länder zu Mutationsgebieten +++
Die Bundesregierung stuft fünf weitere afrikanische Länder als Corona-Risikogebiete mit besonders gefährlichen Virusmutationen ein. Für Botsuana, Malawi, Mosambik, Sambia und Simbabwe gilt ab Sonntag ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, von dem allerdings deutsche Staatsbürger und in Deutschland lebende Ausländer sowie Transitpassagiere ausgenommen sind. Das teilt das Robert-Koch-Institut mit.
+++ 11:31 Südtirol macht bei Öffnung der Skigebiete nicht mit +++
Anders als in vielen anderen Wintersportregionen Italiens wird die Corona-Sperre in Südtirol vorerst nicht gelockert. In der Autonomen Provinz Südtirol-Bozen gelten nach einem Erlass der Landesregierung ab Montag für drei Wochen wieder verschärfte Beschränkungen. Die Infektionszahlen seien "nicht gesunken" und es sei das "Auftreten einer Corona-Mutation bestätigt", heißt es zur Begründung. Südtirol fährt seit Langem einen von Rom oft abweichenden Sonderkurs bei den Corona-Regeln. Nach einem entsprechenden Beschluss des für den italienischen Gesundheitsschutz zuständigen Expertenkomitees der Regierung in Rom bereiten sich viele Skiregionen auf eine Wiedereröffnung ihrer Wintersportgebiete ab 15. Februar vor.
+++ 11:10 Epidemiologe Ulrichs beantwortet Corona-Zuschauerfragen +++
+++ 10:26 Wieler: Virus-Mutante B.1.1.7 in 13 Bundesländern nachgewiesen +++
In der Pandemie ist die Gefahr durch Virus-Mutationen nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) weiter hoch. "Die Situation ist noch lange nicht unter Kontrolle", sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Die ansteckendere Virus-Variante B.1.1.7, die zuerst in Großbritannien entdeckt wurde, sei bis Anfang dieser Woche in 13 Bundesländern nachgewiesen worden. Demnach hat sie in Deutschland eine Verbreitung von etwa sechs Prozent unter den erkannten Corona-Fällen erreicht. Das bedeute, dass sie sich wahrscheinlich weiterverbreite, so Wieler.
+++ 10:15 Wieler: Virus hat noch einmal einen Boost bekommen +++
Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, warnt vor Nachlässigkeiten im Kampf gegen die Pandemie. "Das Virus hat noch einmal einen Boost bekommen ", sagt Wieler auf einer Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin. "Sars-CoV-2 ist insgesamt gefährlicher worden", sagt er.
+++ 10:12 Spahn: Priorisierung bei Impfstoffverteilung wird leicht geändert +++
Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird die Impfstrategie angepasst: "Wir ändern die Impfordnung." Demnach soll sie am kommenden Montag in Kraft treten. Wohl wichtigstes neues Detail: Die Priorisierung werde hinsichtlich der Altersbegrenzung geändert. Weil das Präparat Astrazeneca hierzulande nur für 18- bis 64-Jährige empfohlen wird, solle es an Menschen dieser Altersgruppe aus den ersten Prioritätengruppen für die Impfung verabreicht werden. Zugleich seien die Impfstoffe von Biontech und Moderna vermehrt für ältere Menschen vorgesehen.
+++ 10:10 Spahn: Jahrhundertpandemie bleibt für alle eine Zumutung +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält die gesellschaftliche Belastung in der Corona-Krise weiter für hoch. "Diese Jahrhundertpandemie bleibt für uns alle eine Zumutung - und sie bleibt ein Charakter- und Stresstest für unsere Gesellschaft", sagt Spahn.
+++ 10:09 Spahn: Haben jetzt die Mittel, das Virus zu besiegen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht Deutschland auf einem guten Weg aus der Pandemie, ruft zugleich aber zu Achtsamkeit auf. "Wir haben jetzt die Mittel, das Virus zu besiegen - nicht sofort, aber im Laufe des Jahres", sagt er auf einer Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler in Berlin. Der zuletzt mühsam erreichte Fortschritt bei den Infektionszahlen dürfe aber nicht leichtfertig verspielt werden. Zudem weist er auf die Gefahr durch Virusmutationen hin. "Wenn wir diesen Mutationen die Möglichkeit zur Ausbreitung geben würden, riskieren wir einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen", sagte Spahn. Sobald geöffnet werden könne, solle dies zuerst bei Kitas und Schulen geschehen.
+++ 09:58 Erstes EU-Land: Ungarn verimpft ab kommender Woche Sputnik V +++
Bereits kommende Woche soll in Ungarn damit begonnen werden, den russischen Impfstoff Sputnik V zu verabreichen. Das kündigt Ministerpräsident Viktor Orban im staatlichen Hörfunk an. Ungarn hat anders als die EU-Kommission dem russischen Impfstoff die Notfallzulassung erteilt und ist damit das erste EU-Land. Die ersten 40.000 Sputnik-V-Dosen hat Ungarn bereits vergangene Woche erhalten. Russland liefert laut Vereinbarung in den kommenden drei Monaten zwei Millionen weitere Impfdosen an Ungarn.
+++ 09:32 Virologin fordert erneut Isolation von Teilen Tirols +++
In der Debatte um die Isolation des österreichischen Bundeslandes Tirol fordert die Virologin Dorothee von Laer von der Medizinischen Universität Innsbruck erneut eine Quarantäne zumindest für die besonders betroffenen Landesteile zwischen Innsbruck und der deutschen Grenze. "Vor einem Jahr hat die Quarantäne wahnsinnig gut geholfen", sagt von Laer im ORF. Im Frühjahr 2020 waren für alle 279 Tiroler Gemeinden Einschränkungen verhängt worden. In Tirol tritt aktuell vermehrt die südafrikanische Corona-Variante auf. Die Zahl der täglich neu gemeldeten Infektionen in Tirol ist allerdings noch nicht auffällig.
+++ 09:05 Impf-Hotline hat weiter Probleme +++
Die Impf-Hotline 116117 hat weiter große Probleme. Vom 1. bis zum 20. Januar hätten 6,8 Millionen Anrufer die Nummer gewählt, um über das Thema Corona-Impfung zu sprechen, berichten mehrere Medien. Es seien aber nur 4,9 Millionen an die jeweils zuständigen Bundesländer weitergeleitet worden. Dort seien letztlich nur 1,6 Millionen Telefonate angenommen worden.
+++ 08:36 USA verzeichnen mehr als 5100 weitere Todesfälle +++
In den USA ist die Zahl der täglich registrierten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie gesprungen. Die Behörden verzeichneten mindestens 5116 weitere Tote. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich bezieht. Demnach sind in dem Tageszuwachs mehr als 1500 Nachmeldungen aus dem Bundesstaat Indiana enthalten. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer kletterte laut NYT-Zählung auf 455.805. Der bisherige Tageshöchstwert von 4406 Sterbefällen wurde am 12. Januar registriert. Die Zahl der binnen eines Tages nachgewiesenen Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 126.842 neue Infektionen auf insgesamt mehr als 26,7 Millionen. Im Sieben-Tage-Schnitt schwächt sich das Infektionsgeschehen weiter kontinuierlich ab.
+++ 08:13 74 Regionen unterschreiten Obergrenze +++
Fortschritte bei der Eindämmung der Ansteckungswelle: In Deutschland steigt die Anzahl der Regionen, in denen sich das Fallaufkommen unter 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegt. Das geht aus den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegen bereits 74 Städte und Landkreise (Vortag: 71) eine Sieben-Tage-Inzidenz unter der sogenannten Obergrenze. Zugleich weisen 338 Städte und Gemeinden ein Fallaufkommen über diesem Schwellenwert auf.
+++ 07:50 Tirschenreuth führt Super-Hotspot-Liste wieder an +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist nun wieder der bayerische Landkreis Tirschenreuth die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (5. Februar, 0.00 Uhr) weist die krisengeplagte Region in der Oberpfalz einen Wert von 363,7 (Vortag: 351,2) neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Dahinter folgen der Landkreis (und gestrige Spitzenreiter) Hof (337,5) und der Stadtkreis Hof (327,3), die beide ebenfalls in Bayern liegen. Von den zehn Regionen mit den höchsten Werten liegen laut RKI vier bayerische an der Spitze. Lichtblicke gibt es weiterhin in Rheinland-Pfalz und an der Nordsee: Der pfälzische Stadtkreis Zweibrücken weist laut RKI die bundesweit niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenz auf (11,7). Dahinter folgt der niedersächsische Landkreis Emden (16,0) und der Landkreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein (18,8).
+++ 07:23 Israel verlängert harten Lockdown um zwei Tage +++
Trotz anhaltend hoher Infektionszahlen hält Israel an seinen Lockerungsplänen fest – verlängert den Lockdown jedoch kurzfristig bis Sonntag. Das teilt das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach einer stundenlangen Kabinettssitzung mit. Der harte Lockdown - der insgesamt dritte in dem Neun-Millionen-Einwohner-Land - wäre ohne Verlängerung am Freitagmorgen ausgelaufen. Von Sonntag an sollen graduell Lockerungen eingeleitet werden.
+++ 07:01 Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter 80 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist abermals gesunken und hat den Wert von 80 passiert. Laut aktuellem RKI-Datenstand schwächte sie sich am Donnerstag von 80,7 auf 79,9 ab. Die angestrebte Zielmarke eines Fallaufkommens von unter 50 Neuinfektionen im Sieben-Tage-Zeitraum je 100.000 Einwohner ist jedoch noch für kein Bundesland in Reichweite. Im Bundesvergleich bleibt Thüringen das Land mit der bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz (146,3). Dahinter liegen Sachsen-Anhalt (118,8), das Saarland (117,3) und Sachsen (100,6). Diese vier Länder sind laut RKI-Angaben die einzigen Bundesländer, die über der 100er-Schwelle liegen.
+++ 06:29 Ramelow: Thüringen soll Stufenplan bekommen +++
Die Thüringer Landesregierung arbeitet an einem Corona-Stufenplan. "Das wird ein Fahrplan, und wir können dann verlässlicher sagen, was in den kommenden Wochen möglich ist", sagt Ministerpräsident Bodo Ramelow der Deutschen Presse-Agentur. Demnach soll der Plan voraussichtlich in der kommenden Woche vom Kabinett verabschiedet und danach dem Landtag vorgelegt werden. Laut Ramelow orientiert sich Thüringen an Stufenplänen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. "Und mir wäre es am liebsten, wenn wir so etwas bundesweit hätten", so Ramelow.
+++ 05:45 RKI meldet 12.900 neue Fälle und 855 weitere Tote +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 12.908 neu registrierte Corona-Infektionen und 855 neue Todesfälle In Verbindung mit dem Coronavirus. Vor genau einer Woche hatte das RKI 14.022 Neuinfektionen und 839 neu gemeldete Todesfälle binnen eines Tages verzeichnet. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.264.909 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die in Verbindung mit dem Virus gestorben sind, stieg auf 60.597. Die Zahl der Genesenen gibt das RKI mit etwa 2.008.200 an.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 04:51 Curevac-Gründer: Guter Wirkstoff muss nur wenig Kühlung benötigen +++
Der Gründer des Biotechunternehmens Curevac erklärt, dass Impfstoff auch ohne starke Kühlung auskommen müsse. In einem Interview mit dem "Mannheimer Morgen" sagt Ingmar Hoerr, dass der Fokus auf eine einfachere Lagerung auch der Grund dafür gewesen sei, dass seine Firma bei der Impfstoff-Entwicklung länger gebraucht habe. "Ein bei minus 80 Grad gelagerter Impfstoff, der mag für die westliche Welt funktionieren. Aber das ist ein Unding für Entwicklungsländer."
+++ 03:24 Paraguay schließt Vertrag über Sputnik-V-Lieferung ab +++
Paraguay hat mit Russland einen Vertrag über die Lieferung des Impfstoffes Sputnik V unterzeichnet. Das teilt Gesundheitsminister Julio Mazzoleni in Asuncion mit. Über den Umfang der Lieferung und die Kosten werden zunächst keine Angaben gemacht. Auch das Nachbarland Argentinien bezieht das Vakzin aus Russland. Westliche Forscher haben Sputnik V kürzlich eine hohe Wirksamkeit bescheinigt. Anfangs war die Arznei im Westen skeptisch beurteilt worden.
+++ 02:27 Großbritannien: Einreisende aus Hochrisikogebieten müssen in Hotel-Quarantäne +++
Um die Verbreitung neuer Corona-Varianten zu verhindern, verpflichtet Großbritannien Einreisende aus mehr als 30 Ländern vom 15. Februar an zu zehn Tagen Quarantäne in Hotels. Es handele sich um Ankünfte aus Staaten, die als Hochrisikogebiete eingestuft werden, teilt das Gesundheitsministerium in London mit. Deutschland ist nicht betroffen, dafür Portugal, alle Staaten Südamerikas und des südlichen Afrika sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. Alle anderen Einreisenden müssen sich wie bisher für zehn Tage selbst isolieren.
+++ 01:20 Johnson & Johnson beantragt Zulassung von Impfstoff in den USA +++
Der Pharmakonzern Johnson & Johnson beantragt in den USA eine Notfallzulassung für seinen Impfstoff gegen das Coronavirus. Die Tochterfirma Janssen Biotech habe den Antrag bei der Aufsichtsbehörde FDA eingereicht, teilt der US-Konzern mit. Die Prüfung des Antrags könnte mehrere Wochen dauern. Bislang sind in den Vereinigten Staaten die Corona-Vakzine der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer sowie des US-Konzerns Moderna zugelassen.
+++ 00:05 Caritas International beklagt ungerechte Verteilung von Impfstoffen +++
Der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, beklagt eine global ungerechte Verteilung der Corona-Impfstoffe. "Von einer weltweit gerechten Verteilung der Impfstoffe kann keine Rede sein", sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Bislang wurde nicht eine einzige Dosis des von der Weltgesundheitsorganisation zugelassenen Impfstoffes der Firma Pfizer in Afrika verabreicht - eine krasse Diskrepanz zu den rund 100 Millionen Dosen, mit denen überwiegend Menschen in westlichen Industrienationen geimpft worden sind", kritisiert Müller.
+++ 22:27 Rumänien lässt Deutsche nur noch mit negativem Test einreisen +++
Rumänien verschärft die Einreisebestimmungen für Menschen aus Ländern, die in dem EU-Mitgliedsland als Corona-Risikogebiete gelten. Auch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz darf vom 12. Februar an nur noch einreisen, wer ein negatives PCR-Testergebnis auf das Virus Sars-Cov-2 vorweisen kann. Das beschloss das nationale Katastrophenschutz-Komitee. Ausgenommen sind Reisende, die nachweisen können, dass sie bereits beide Dosen einer Impfung bekommen haben oder drei Monate vor der Einreise eine Corona-Infektion überstanden haben. Auch für bestimmte Berufsgruppen im Transportgewerbe gibt es Ausnahmen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Rumänien derzeit bei 86,9 Fällen pro 100.000 Einwohner, niedriger als in vielen anderen Staaten Europas.
+++ 22:00 Bundesländer melden 13.043 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.257.509 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 13.043 neue Fälle hinzu. Am Donnerstag vor einer Woche waren es 15.572 neu gemeldete Fälle gewesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 765 auf 60.115. Als aktuell infiziert gelten rund 197.993 Personen.
Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,78 angegeben (Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 78 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4178 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2300 davon werden beatmet. Rund 4335 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.
+++ 21:49 In Portugal sind alle Intensivbetten belegt +++
In Portugal grassiert die britische Virusvariante besonders heftig. Das Gesundheitssystem des Landes ist inzwischen an ihre Grenzen gekommen. Laut offiziellen Angaben sind die Kapazitäten auf den Intensivstationen vollkommen ausgeschöpft. Die Lage ist verheerend. Kaum ein anderes Land hat zuletzt im Verhältnis zur Bevölkerungszahl mehr Neuinfektionen und mehr Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 gemeldet. DIe 7-Tage-Inzidenz liegt in Portugal bei 700. Deutschland hat ein Bundeswehrteam entsandt, um den Ärzten und Pflegern zu helfen.