Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:42 Nigerias Präsident riegelt Lagos und Abuja ab +++

Nigerias Präsident Muhammadu Buhari riegelt zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie die Millionenstadt Lagos und die Hauptstadt Abuja ab. Die Maßnahme solle ab Montag für 14 Tage gelten, teilt Buhari in einer TV-Ansprache mit. Alle Einwohner dieser beiden Städte müssten in ihren Wohnungen bleiben. Alle Reisen zwischen verschiedenen Staaten müssten verschoben werden. Alle Geschäfte und Büros sollen während dieses Zeitraums komplett geschlossen werden. In Nigeria sind offiziellen Angaben zufolge 97 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

+++ 23:24 US-Athletensprecher kritisiert IOC +++
Der US-amerikanische Athletensprecher Han Xiao kritisiert die mangelnde Mitbestimmung von Sportlern im Internationalen Olympischen Komitee (IOC). "Sie fühlen sich mit der aktuellen Machtstruktur in der internationalen Bewegung ziemlich machtlos", sagt der Tischtennisspieler dem Deutschlandfunk. Vor der Entscheidung zur Verschiebung der Olympischen Spiele von Tokio seien die Sorgen und Nöte der Athleten bei Telefonkonferenzen kaum beachtet worden. "Unabhängig davon, welche Fragen oder welche Diskussionen während des Anrufs oder während des Meetings aufkommen, sind die Ergebnisse dieselben", so Xiao: "Die Ergebnisse sind bereits vorher irgendwo aufgeschrieben. Man kann das daran erkennen, dass diese Ergebnisse oft Details oder Diskussionspunkte enthalten, die von IOC-Offiziellen oder Thomas Bach während des Anrufs oder der Konferenz selbst direkt erwähnt wurden. Diese Punkte kamen nicht unbedingt direkt von Athleten. Sie kamen von IOC-Offiziellen."

+++ 23:04 Beiersdorf unterstützt mit 50 Millionen Euro +++
Der Hamburger Konsumgüterkonzern Beiersdorf stellt im internationalen Kampf gegen die Covid-19-Pandemie 50 Millionen Euro zur Verfügung. Unternehmenschef Stefan De Loecker gibt bekannt, mit dem Betrag das Krisenmanagement insbesondere in den Epizentren sowie in Regionen mit schwachen öffentlichen Gesundheitssystemen und Infrastrukturen unterstützen zu wollen. Zu den Sofortmaßnahmen zählten unter anderem die Spende von Desinfektionsmitteln, Haut- und Handpflegeprodukten an medizinisches Personal in der ganzen Welt sowie eine direkte finanzielle Unterstützung für globale und lokale Nichtregierungsorganisationen, die Partner des Beiersdorf-Konzerns seien und derzeit selbst vor großen Herausforderungen stünden.

+++ 22:46 Bulgarien will neue Schulden aufnehmen +++
Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie plant Bulgarien neue Schulden. Dabei handele es sich um einen Milliardenbetrag, teilt Finanzminister Vladislav Goranov mit. Eine konkrete Summe nannte er zunächst nicht. Sein Ministerium müsse zunächst Berechnungen anstellen. Zudem müsse der Haushaltsetat für 2020 müsse revidiert werden. In Bulgarien sind 346 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Pandamie hat dort bislang acht Todesopfer gefordert.

+++ 22:22 Ukraine-Heimkehrer fliehen vor Zwangsquarantäne +++
Weil sie wohl nicht in Zwangsquarantäne wollten, sind in der Ukraine Passagiere aus einem Flughafenterminal der Hauptstadt Kiew geflohen. Die aus Thailand mit einem Sonderflug auf dem Fluhafen Kiew-Boryspil eingetroffenen Ukrainer sollten für zwei Wochen in Hotels - und das auch noch selbst zahlen, wie örtliche Medien am Sonntag berichteten. Über den Verbleib der Menschen war zunächst nichts bekannt. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor eine zwangsweise Beobachtung aller Heimkehrer angekündigt.

+++ 22:05 US-Forscher halten Abstand von zwei Metern für zu gering +++
1,50 bis 2 Meter Abstand sollen beim Social Distancing dafür sorgen, dass sich Menschen nicht gegenseitig mit dem Coronavirus anstecken. Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) halten diesen Abstand für zu gering. "Die beim Niesen ausgestoßenen Viruströpfchen können sich in einer feuchtwarmen Umgebung mit einer Geschwindigkeit von zehn bis 30 Metern pro Sekunde fortbewegen. Dadurch entsteht eine Wolke, die sich über eine Länge von etwa sieben bis acht Metern erstrecken kann", schreiben die Forscher im "Telegraph". Virologe Christian Drosten hält das für unwahrscheinlich. Das Virus würde als Wolke nicht in der Luft steht und stundenlang bleiben.

+++ 21:39 Erneuter Todesfall in Würzburger Seniorenheim +++
Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein 13. Bewohner nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gestorben. Das teilte das Landratsamt Würzburg mit. Der 80 Jahre alte und schwer vorerkrankte Mann sei am Wochenende verstorben. In der Region Würzburg sind damit 14 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, 13 davon waren im Seniorenheim St. Nikolaus wohnhaft. Am Freitagabend starb ein 57-Jähriger in einem Würzburger Seniorenzentrum der AWO.

+++ 21:17 Pelosi kritisiert Trump: "Sein Leugnen war tödlich" +++
Die führende US-Demokratin Nancy Pelosi hat Präsident Donald Trump in der Corona-Krise schwere Vorwürfe gemacht. "Sein Leugnen am Anfang war tödlich", sagte die Sprecherin des Repräsentantenhauses CNN. Die Oppositionspolitikerin warnte davor, wieder in den Normalbetrieb zurückzukehren, und mahnte, dass alles getan werden müsse, um weitere Tote zu verhindern. "Während der Präsident herumtrödelt, sterben Menschen. Wir müssen einfach jede Vorsichtsmaßnahme ergreifen." Die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten Menschen in den USA liegt nach Berechnungen von ntv bei über 122.000 - in keinem anderen Land der Welt ist die Zahl so hoch. Fast 2500 Menschen sind bereits gestorben.

+++ 20:49 Klinikum Wolfsburg nimmt keine Patienten mehr auf +++
Das Klinikum Wolfsburg nimmt aufgrund von Corona-Infektionsfällen unter den Mitarbeitern keine neuen Patienten mehr auf. Diese werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt mitteilte. Zudem seien ab sofort keine Besuche mehr erlaubt, "auch nicht die bisherigen Ausnahmen". Die Stadt hat stark mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen - in einem Wolfsburger Alters- und Pflegeheim sind insgesamt 15 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Ähnlich wie in dem Heim, in dem überwiegend Demenzkranke leben, werden auch im Klinikum die Vorsichtsmaßnahmen weiter verschärft. Das gesamte Klinikpersonal arbeite "ab sofort im Vollschutz", hieß es von der Stadt: "Die Patienten werden so verteilt, dass nur noch ein Patient pro Zimmer liegt."

+++ 20:37 Saudis beschlagnahmen mehr als fünf Millionen Atemschutzmasken +++
In Saudi-Arabien haben die Behörden einem Medienbericht zufolge mehr als fünf Millionen illegal gehortete Atemschutzmasken beschlagnahmt. In Hail nordwestlich der Hauptstadt Riad stellte das Handelsministerium demnach rund 1,2 Millionen Masken sicher. Weitere rund 4 Millionen Masken waren bereits am Mittwoch wegen Verstoßes gegen Handelsbestimmungen in der westlichen Stadt Dschedda beschlagnahmt worden. Die Verantwortlichen würden strafrechtlich belangt und die Ausrüstung werde wieder dem freien Markt zur Verfügung gestellt, teilte das Ministerium mit. Wegen Panikkäufen sind auch in Saudi-Arabien Atemschutzmasken knapp geworden.

+++ 20:02 Moskau ordnet stadtweite Quarantäne für alle Bürger an +++
Im Kampf gegen das Coronavirus verhängt die russische Hauptstadt Moskau eine Ausgangssperre. Von diesem Montag an dürfe man die Wohnung nur unter bestimmten Umständen verlassen, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntagabend mit. Darunter fallen demnach der Weg zur Arbeit, zum Supermarkt, zur Apotheke und zum nächst gelegenen Müllcontainer. Auch Haustiere dürften nur in einem kleinen Radius um die eigene Wohnung herum ausgeführt werden. Die Moskauer dürften sich "nicht mehr ohne Grund in der Stadt bewegen", meinte der Bürgermeister. Bislang gab es eine Ausgangssperre für Menschen im Alter von über 65 Jahren.

+++ 19:50 Flughafen Tegel bleibt wohl offen +++
Trotz der Corona-Pandemie und des stark eingeschränkten Flugbetriebs soll einem Zeitungsbericht zufolge der Flughafen Berlin-Tegel geöffnet bleiben. Das berichtet der "Tagesspiegel". Nach Informationen der Zeitung haben sich Berlin, Brandenburg und der Bund als Eigentümer der Flughafengesellschaft (FBB) geeinigt, dass Tegel doch nicht für zwei Monate stillgelegt wird.

+++ 19:40 Quote der Neuinfektionen in Deutschland sinkt / 455 Todesfälle +++
Die Zahl der Corona-Infektionen seit Ausbruch der Seuche hierzulande Ende Januar steigt nach Berechnungen von ntv.de auf 58.639. Damit ist die Quote der Neuinfektionen abermals gegenüber dem Vortag gesunken und beträgt nun 8,1 Prozent. Wie viele Menschen bereits geheilt sind, ist nicht zu sagen, da diese Daten nicht systematisch erfasst werden. Die Auswertung sämtlicher Daten der einzelnen Bundesländer zeigt, dass bislang in Deutschland 455 Todesfälle nach Covid-19-Erkrankung zu verzeichnen sind.

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+ 19:25 Bayern: Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen? +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will am Montagmittag über das weitere Vorgehen Bayerns gegen die Ausbreitung des Coronavirus informieren: Für 12.30 Uhr hat die Staatskanzlei zu einer Pressekonferenz geladen. Ein zentraler Punkt neben aktuellen Zahlen und Entwicklungen dürfte sein, ob und bis wann die umfangreichen Ausgangsbeschränkungen, die in Bayern zunächst bis einschließlich 3. April befristet wurden, verlängert werden. Dass sie verlängert werden, daran gibt es kaum Zweifel. Söders Statement morgen um 12:30 Uhr gibt es live bei ntv und ntv.de.

+++ 19:04 Türkei: Über 9.000 Infizierte im ganzen Land +++
Die Zahl der Todesopfer durch Covid-19 ist in der Türkei auf 131 gestiegen. An einem Tag seien 23 Menschen gestorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Zudem seien 1815 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, damit steigt die Gesamtzahl der offiziell erfassten Infizierten auf 9217. In 24 Stunden seien rund 10.000 Tests durchgeführt worden, schrieb Koca. Die türkische Regierung gibt keine regionale Aufschlüsselung der Fälle bekannt. Nach offiziellen Angaben gibt es im gesamten Land Coronavirus-Fälle. Ankara hat zahlreiche Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus erlassen. Unter anderem sind Cafés und Bars geschlossen und Sport- und Kulturveranstaltungen abgesagt. Es gilt eine Ausgangssperre für Menschen ab 65 Jahren und chronisch Kranke. Alle internationalen Flüge wurden inzwischen eingestellt.

18:50 Riexinger will Corona-Vermögensabgabe +++
Linken-Parteichef Bernd Riexinger die Einführung einer Vermögensabgabe für Reiche vorgeschlagen, um für einen "Lastenausgleich in der Corona-Krise" zu sorgen. Die Abgabe solle demnach fünf Prozent des Privatvermögens betragen und ab einem Vermögen von einer Million Euro zu entrichten sein, sagte Riexinger den "Stuttgarter Nachrichten". Für Betriebsvermögen soll ein Freibetrag von fünf Millionen Euro gelten. "Ohnehin tragen die kleinen Leute, die ihren Job verlieren oder Kurzarbeit leisten müssen, die größten Lasten der Corona-Krise", begründete Riexinger den Vorschlag. Die Linkspartei rechnet damit, dass ihr Konzept zu zusätzlichen staatlichen Einnahmen von rund 80 Milliarden Euro führen würde. "Mit diesem Geld könnte die notwendige Aufstockung des Haushalts zu einem wichtigen Teil gegenfinanziert werden", so Riexinger.

+++ 18:40 BBC-Nachrichtenmelodie wird als Rave-Video zum Social-Media-Hit ++
Die Ausgangsbeschränkungen scheinen immer mehr Menschen zu kreativen Aktionen zu inspirieren. Nun ist ein Video mit der Nachrichtenmelodie der britischen Rundfunkanstalt BBC zum Social-Media-Hit geworden. Der Clip wurde auf dem Netzwerk Tiktok und anderen Social-Media-Plattformen millionenfach angesehen. Darin setzt sich eine junge Frau zu der Melodie der BBC-Nachrichtensendung "BBC News" in ihrer Küche als Rave-DJ in Szene. Utensilien aus dem Badezimmer, wie Fläschchen und Spraydosen, dienen ihr als Regler, die sie passend zur Musik verschiebt. Sehen Sie einfach selbst:

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+++ 18:30 Anstieg in Italien verlangsamt, aber wieder 756 Tote in 24 Stunden +++
In Italien ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten erneut deutlich gestiegen. Wie der Zivilschutz am Abend mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Corona-Toten am Sonntag um 756 auf 10.779. Dies ist der höchste Zahl weltweit in einem Land. Die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie stieg um 5217 auf jetzt 97.689. Aber es gibt aus Positives: Die Zunahme der Neuinfektionen hat sich weiter verlangsamt, der Tagesanstieg ist deutlich geringer als am Samstag mit 5974 und entspricht einer Zunahme um "nur" noch 5,6 Prozent. Vor einer Woche lagen die Zuwachsraten noch im zweistelligen Bereich. Die Zahl der Geheilten stieg um 646 auf 13:030.

+++ 18:18 Drei weitere Todesfälle im Wolfsburger Pflegeheim +++
In dem Wolfsburger Pflegeheim, das bereits gestern zwölf Tote zu beklagen hatte, sind drei weitere mit dem Coronavirus infizierte Männer gestorben. Sie waren 80, 86 und 88 Jahre alt. Insgesamt gibt es in Wolfsburg 145 bestätigte Corona-Fälle. Bei einem Großteil handelt es sich um Bewohner des Hanns-Lilje-Heims. Vier positiv getestete Patienten werden im Klinikum Wolfsburg behandelt, zwei von ihnen auf der Intensivstation.

+++ 18:03 Sizilien: Polizisten schützen Supermärkte vor Plünderungen +++
Nach Berichten über Plünderungen wegen zunehmender Geldnöte aufgrund der Corona-Krise haben auf Sizilien bewaffnete Polizisten vor Supermärkten Stellung bezogen. In ganz Italien wächst die Hoffnungslosigkeit angesichts der Coronavirus-Pandemie und ihrer Auswirkungen auf die Wirtschaft. Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigte am Wochenende die Ausgabe von Lebensmittelgutscheinen an.

+++ 17:45 Altenpflegeheim in Halle von der Epidemie betroffen +++
Auch in Halle in Sachsen-Anhalt kämpft nun ein Altenpflegeheim gegen eine Infektionskette. Nachdem bei einer Pflegerin im Johannes-Jänicke-Haus am Samstag das Coronavirus nachgewiesen wurde, wurden alle 152 Bewohner des Altenpflegeheims sowie alle Kollegen getestet. Bisher wurden dabei 13 Infizierte festgestellt. Einer der infizierten Patienten ist gestorben.

+++ 17:35 Klöckner: Flüchtlinge sollen in der Landwirtschaft arbeiten +++
Angesichts fehlender Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft durch die Maßnahmen in der Corona-Krise dringt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner darauf, dass auch Asylbewerber rasch dort arbeiten können. Zusammen mit Bundesinnenminister Horst Seehofer wolle sie erreichen, Asylbewerbern mit einem Beschäftigungsverbot kurzfristig eine Arbeitsaufnahme in der Landwirtschaft zu ermöglichen, sagte Klöckner. "Viele kommen aus sicheren Herkunftsländern wie Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien oder Montenegro und wollen mitanpacken, sich einbringen", so Klöckner. Sie verwies darauf, dass sich bereits zahlreiche Helfer auf der Plattform www.daslandhilft.de gemeldet hätten. "Der Ansturm ist riesig - über 30.000 Inserate gab es allein in den ersten fünf Tagen." Die frühere Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast begrüßt den Vorstoß. "Die Landwirtschaft ist systemrelevant für unsere Grundversorgung", sagte die Grünen-Politikerin. Allerdings dürften dabei "Geflüchtete nicht nur billige Lückenbüßer sein". Künast: "Wer jetzt für das Allgemeinwohl einspringt und hart arbeitet, darf nicht befürchten, anschließend abgeschoben zu werden".

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+++ 17:30 Ausgangssperre jetzt auch in ganz Libyen +++
Auch im Bürgerkriegsland Libyen gilt wegen einer drohenden Ausbreitung des Coronavirus nun eine tägliche Ausgangssperre. Ab täglich 14.00 Uhr bis 7.00 Uhr morgens des folgenden Tages dürfen die Menschen ihre Häuser nicht mehr verlassen. Die Ausgangssperre sollte zunächst kürzer sein, dann wurden aber neue Infektionen bekannt und die Maßnahmen verschärft. In Tripolis hat die Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch ihren Sitz, die mit General Chalifa Haftar um die Macht in Libyen kämpft. Die Gegenregierung im Osten des Landes, die Haftar unterstützt, hatte bereits eine komplette Ausgangssperre wegen des Coronavirus verhängt. Diese gilt bereits seit Mittwoch und zunächst noch bis kommenden Freitag. In diesen zehn Tagen dürfen die Menschen ihre Häuser überhaupt nicht verlassen.

+++ 17:22 Großbritannien: Beschränkungen noch wesentlich länger +++
Die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Ausgangsbeschränkungen in Großbritannien werden nach Angaben der Regierung deutlich länger als drei Wochen andauern. "Ich kann keine genaue Vorhersage treffen. Aber ich denke, jeder muss sich darauf einstellen, dass diese Maßnahmen noch geraume Zeit in Kraft bleiben werden", sagte Michael Gove, Staatssekretär für Kabinettsangelegenheiten. Der Epidemiologe Neil Ferguson vom Imperial College London, der auch die Regierung berät, geht noch von einer monatelangen Sperrung aus. "Meiner Ansicht nach müssen wir diese Maßnahmen für einen bedeutenden Zeitraum beibehalten - wahrscheinlich bis Ende Mai, vielleicht sogar bis Anfang Juni. Mai ist optimistisch", sagte er der "Sunday Times".

+++ 17:15 Adidas will nun doch Miete zahlen +++
Der Sportartikelkonzern Adidas zahlt - zumindest privaten Vermietern seiner Filialen - ungeachtet der Schließungen in der Corona-Krise weiterhin die Miete. "Wir haben sie ausgenommen, sie werden ihre April-Miete wie gewohnt erhalten", sagte Unternehmenschef Kasper Rorsted. Die meisten eigenen Geschäfte würden aber von großen Immobilienvermarktern und Versicherungsfonds angemietet. Diese hätten für die Maßnahme, die Mietzahlungen vorläufig einzustellen, "überwiegend Verständnis gezeigt". Rorsted reagierte damit auf die scharfe Kritik aus der Politik am Vorgehen des Sportartikelherstellers. "Ich halte das Verhalten von Adidas für unverantwortlich und habe dafür kein Verständnis", sagte beispielsweise Arbeitsminister Hubertus Heil. Auch andere Bundesminister und auch der Deutsche Mieterbund kritisierten das Vorgehen von Adidas scharf.

+++ 16:50 Fauci: "Bis zu 200.000 Tote in den USA denkbar" +++
"Millionen von Amerikanern werden mit dem Coronavirus infiziert werden und 100.000 bis 200.000 werden sterben." Diese Prognose stammt von Anthony Fauci, dem führenden Infektionsexperten der US-Regierung. Der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) trat am Sonntag in der CNN-Sendung "State of the Union" auf. Fauci, der der Corona-Taskforce des Weißen Hauses angehört, erklärte weiter, dass derzeit etwa 56 Prozent aller Neuinfektionen des Landes aus dem Gebiet von New York City kommen. Dennoch habe die Taskforce US-Präsident Trump geraten, keine Quarantäne für New York auszusprechen. Zwar wolle niemand, "dass Menschen aus diesem Gebiet in andere Gebiete des Landes reisen und unbeabsichtigt andere Personen infizieren", sagte Fauci. "Wir sind aber der Meinung, dass dies besser durch eine Beratung als durch eine sehr strenge Quarantäne erreicht werden kann". Der Präsident habe dieser Auffassung zugestimmt. In den USA gibt es zur Stunde etwa 125.000 Infektionen und 2.200 Todesfälle.

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Anthony Fauci, 79 Jahre alt, hat schon sechs US-Präsidenten als Immunologe beraten.

(Foto: dpa)

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+++ 16:20 "Masked Singer" muss pausieren +++
Die ProSieben-Sendung "The Masked Singer" wird wegen zwei Fällen des Coronavirus im Team bis Mitte April unterbrochen. Laut Sender soll es am 14. April mit der Musik-Rateshow weitergehen. "An diesem Tag war ursprünglich das Finale geplant. Jetzt möchte ProSieben dort die vierte Folge der zweiten Staffel zeigen und danach die Show im gelernten Wochenrhythmus fortführen", hieß es. Nach Bekanntwerden der Infektionen im Team seien sofort alle vorgeschriebenen Maßnahmen ergriffen worden. "Wir hatten keine andere Wahl, als "The Masked Singer" pausieren zu lassen. Sicherheit und Wohl der Crew und der Künstler unter den Masken haben oberste Priorität", sagte ProSieben-Chef Daniel Rosemann.

+++ 16:15 Podolski zu Gehaltsverzicht bereit +++
Lukas Podolski will als Fußballprofi des türkischen Süper-Lig-Klubs Antalyaspor auch mit einem Gehaltsverzicht seinen Beitrag zur Bewältigung der Coronakrise leisten. "Ich wäre der Erste, der dazu bereit wäre, wenn man damit die Mitarbeiter des Vereins unterstützen könnte, die keine Beschäftigung mehr haben", sagte Podolski.Wie auch in vielen anderen Ländern ist die Meisterschaft in der Türkei zurzeit aufgrund der Coronavirus-Pandemie unterbrochen.

+++ 16:06 New Yorks Bürgermeister: Ausrüstung nur noch für eine Woche +++
New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio schlägt angesichts knapp werdender medizinischer Ausrüstung Alarm. Er könnte den reibungslosen Betrieb der Krankenhäuser nur für eine Woche garantieren, sagte er. Dabei gehe es nicht nur um Masken, Schutzkleidung und dringend benötigte Beatmungsgeräte, sondern auch um medizinisches Material. Die Ärzte und Pfleger könnten im jetzigen Tempo nicht über Wochen weiterarbeiten und bräuchten Unterstützung. "Hier in New York fühlt es sich wortwörtlich an wie zu Kriegszeiten", sagte de Blasio. Die Millionenmetropole New York an der US-Ostküste hat sich zum Zentrum der Corona-Pandemie in den USA entwickelt. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen. Alle Bürger sind aufgerufen, zu Hause zu bleiben, "nicht lebenswichtige" Einrichtungen und Firmen sind geschlossen.

+++ 15:42 Niederlande: Über 10.000 Infektionen, schon 771 Tote +++
In den Niederlanden hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle die Marke von 10.000 überschritten und liegt nun bei 10.866. Das ist ein Anstieg von rund 1100 Fällen im Vergleich zum Vortag. Der Anstieg habe sich etwas verlangsamt, teilte das Gesundheitsministerium mit. Im Vergleich zu den Zahlen der erkannten Infektionen ist die Zahl der Todesfälle in den Niederlanden sehr hoch: 771 Menschen sind bislang an den Folgen einer Infektion gestorben. In den letzten 24 Stunden erhöhte sich diese Zahl um 132. Am Samstag waren 93 Todesfälle hinzugekommen.

+++ 15:32 Norwegen führt zufällige Tests ein +++
Um ein besseres Bild von der Zahl der Coronavirus-Infektionen im Land zu erhalten, will Norwegen bald auch Menschen ohne Symptome testen. Die norwegischen Gesundheitsbehörden bereiten sich darauf vor, solche zufälligen Tests in die Wege zu leiten. Derzeit wird abgeklärt, wie dies durchgeführt und finanziert werden kann. Ziel solcher Zufallstests ist es, die tatsächliche Ausbreitung des Coronavirus besser einschätzen zu können, da möglicherweise viele Infektionen wegen mangelnder Symptome gar nicht entdeckt werden.

+++ 15:23 Verkehr in Wuhan fließt wieder +++
Nach langem Stillstand fließt in Chinas Epizentrum der Corona-Pandemie allmählich wieder der Verkehr: In die Millionenstadt Wuhan kehrten nach Wiederaufnahme der Zugverbindungen am Wochenende Zehntausende zurück. Allein am Samstag hätten 60.000 Menschen, die wegen der Blockade andernorts gestrandet waren, die Stadt wieder betreten, berichtete die Nachrichten-Webseite "The Paper". Auch die U-Bahn fuhr wieder. Der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge kamen 12.000 Menschen mit Hochgeschwindigkeitszügen in die schwer von der Corona-Pandemie getroffene Stadt. Bis zum 8. April ist allerdings nur die Einreise nach Wuhan erlaubt. Erst danach können Chinesen die Stadt mit mehr als zehn Millionen Einwohnern auch wieder verlassen.

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Passagiere verlassen in Wuhan einen aus Peking kommenden Zug.

(Foto: AP)

+++ 15:10 Schnelle Finanzhilfen für Kleinunternehmer schon ab morgen +++
Kleinunternehmer und Solo-Selbstständige können ab Montag die von der Bundesregierung für sie bereitgestellten Soforthilfen abrufen. Bund und Länder schlossen dazu eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung, wie die Bundesministerien für Wirtschaft und für Finanzen mitteilen. Die Hilfen sollen den Betroffenen in der Corona-Krise das wirtschaftliche Überleben sichern. Das 50-Milliarden-Euro-Programm sieht vor, dass Kleinunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten einmalig 9000 Euro erhalten können, Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro. Das Geld ist vor allem dafür vorgesehen, trotz einbrechender Einnahmen weiterlaufende Zahlungsverpflichtungen etwa für die Miete von Geschäftsräumen abzudecken.

+++ 15:04 London ordert 10.000 Beatmungsgeräte +++
Großbritannien hat einen Auftrag über 10.000 Beatmungsgeräte erteilt. Wie britische Medien berichten, sollen sie von einem Konsortium verschiedener Firmen hergestellt werden. Mit an Bord sind unter anderem Ford, Airbus und Rolls-Royce. Eine offizielle Erklärung dazu seitens der britischen Regierung soll es morgen geben.

+++ 14:47 Tauchermasken werden zu Beatmungsgeräten +++

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Der tunesische Arzt Youssef El Hachemi und eine Kollegin wandeln eine Tauchermaske zu einer Maske für die Beatmung von Covid-19-Patienten um.

(Foto: dpa)

Der Mangel an Beatmungsgeräten ist eine der größten Herausforderungen in der Corona-Krise - und zwingt Ärzte und Krankenpfleger zu kreativen Lösungen: Aus Italien stammt die Idee, dass Corona-Patienten in Notfällen auch mit Hilfe herkömmlicher Tauchermasken künstlich beatmet werden können. Inzwischen haben auch Krankenhäuser in anderen europäischen Ländern die Idee aufgegriffen; in Belgien sind bereits Tests an Patienten geplant. Ob das ganze aber wirklich funktioniert, ist noch offen.

+++14:35 Kein Fußball in Italien im April +++
In Italien wird es angesichts der Corona-Pandemie weiter keinen Fußball geben. "Ich werde morgen vorschlagen, den Stopp sportlicher Wettbewerbe aller Art auf den ganzen April auszudehnen", sagte Sportminister Vincenzo Spadafora. Die Maßnahme solle auch auf das Training in allen Sportarten ausgeweitet werden. Das bislang letzte Spiel der Serie A fand in Italien - ohne Zuschauer - am 9. März statt.

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+++ 14:30 Türkischer Rekordnationalspieler Rüstü im Krankenhaus +++
Der türkische Fußball ist in Sorge um seinen Rekordnationalspieler Rüstü Recber. Wie dessen Ehefrau mitteilt, wurde der 46 Jahre alte Ex-Nationaltorhüter nach einem positiven Coronavirus-Test in ein Krankenhaus eingeliefert. "Die Symptome haben sich rasend schnell entwickelt, nachdem zuvor alles in Ordnung gewesen war. Das sind kritische und schwere Zeiten", schreibt Isil Recber, die ebenso wie die gemeinsamen zwei Kinder negativ getestet wurden, auf Instagram. Rüstü hatte während seiner aktiven Laufbahn 120 Länderspiele für die Türkei bestritten, bei der WM 2002 erlangte er auch durch den Halbfinaleinzug in seiner Heimat Heldenstatus. Bis auf eine Saison beim FC Barcelona stand er ausnahmslos bei Vereinen in der Türkei unter Vertrag.

+++ 14:25 Österreich: Fast alle bleiben zu Hause +++
Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen in Österreich scheinen zu funktionieren. Neueste Bewegungsprofile, die der Mobilfunker A1 der Regierung vorgelegt hat, zeigen, dass die allermeisten Österreicher zu Hause bleiben. Wie die "Kronen-Zeitung" berichtet, haben die Österreicher ihren Bewegungsradius seit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen um 80 bis 90 Prozent reduziert, sozialen Kontakt also auf das Nötigste beschränkt.

+++ 14:07 Erste Fälle: Große Sorge in Rios Armenvierteln +++
In den Armenvierteln Rios wächst die Angst vor einem flächendeckenden Corona-Ausbruch Nachdem die Stadtverwaltung der brasilianischen Millionenmetropole in der vergangenen Woche den ersten Coronavirus-Fall in einem Armenviertel gemeldet hatte, veröffentlichte die Stadtverwaltung eine aktualisierte Bilanz mit Fällen in weiteren Favelas. "Wer in einer Favela wohnt, hat kein Wasser, um die Hände zu waschen", sagte Gabriela Anastácia von dem Observatório das Favelas. "Wer in einer Favela wohnt, kann sich nicht sozial distanzieren, weil er mit fünf, sechs, neun Personen zusammenwohnt." Daten des Brasilianischen Instituts für Geografie und Statistik IBGE zufolge haben mehr als 30 Millionen Brasilianer keinen Zugang zur allgemeinen Wasserversorgung, mehr als zwölf Millionen leben in Unterkünften mit mehr als drei Bewohnern pro Zimmer.

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In "Rocinha" leben geschätzt zwischen 100.000 und 250.000 Menschen.

(Foto: picture alliance / dpa)

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Ein Mädchen in den Straßen des Viertels "Rocinha" am südlichen Stadtrand von Rio de Janeiro.

(Foto: AP)

+++ 13:50 Post bereitet sich auf Einschränkungen vor +++
Die Deutsche Post bereitet sich auf "weitere Einschränkungen" ihrer Dienstleistungen vor. "Der Umgang mit solchen Einschränkungen ist uns in besonderen lokalen Quarantäne-Gebieten bereits vertraut", erklärte die Deutsche Post und fügte hinzu: "Wir tun alles, um sowohl unsere Mitarbeiter wie auch unsere Kunden soweit es geht zu schützen und die Postversorgung wie gewohnt aufrecht zu erhalten."

+++ 13:37 Iran: Schon 2640 Todesopfer +++
Im Iran steigt die Zahl der Infizierten weiter. Am Sonntag wurden 38.309 Corona-Infizierte gemeldet, das ist ein Zuwachs zum Vortag von 2901. Die Zahl der Toten beträgt insgesamt 2640, das sind 123 mehr als am Samstag.

+++ 13:34 Bundeswehr holt ausländische Patienten nach Deutschland +++
Die Bundeswehr holt weitere Covid-19-Patienten aus dem Ausland zur Behandlung nach Deutschland. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Luftwaffe, startete von Wunstorf in Richtung Straßburg, um von dort zwei Patienten nach Stuttgart zu fliegen. Die schwererkrankten Franzosen würden anschließend im Bundeswehrkrankenhaus in Ulm versorgt, hieß es aus dem Verteidigungsministerium. "Frankreich braucht jetzt unsere Hilfe. Und natürlich stehen wir unseren Freunden bei", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Auch aus dem norditalienischen Bergamo wurden sechs Covid-19-Patienten geholt. Sie sollen in Köln behandelt werden.

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+++ 13:23 Balkon-Marathon gegen Lagerkoller +++

2100 Laufrunden auf dem Balkon gegen den Corona-Blues: Das südafrikanische Ehepaar Hilda und Collin Allin ist in Dubai wie geplant die Marathondistanz von 42,2 Kilometern gelaufen. Ihre Aktion auf dem 20 Meter langen Balkon ihres Apartments übertrugen die beiden live im Internet. Laut ihrer Stoppuhr liefen sie den Marathon in fünf Stunden, neun Minuten und 39 Sekunden. "Wir haben es geschafft", erklärte der 41-jährige Extremsportler Allin - und gratulierte seiner Frau zu ihrem allerersten Marathon.

Zugleich dankte er den virtuellen Zuschauern fürs Anfeuern. "Danke für all die Liebe und Unterstützung bei einer albernen Aktion." Auch die zehnjährige Tochter des Paares, Geena, war während des Marathons im Einsatz: Sie hielt Schilder mit "Start" und "Wenden" hoch und versorgte ihre Eltern mit Wasser, Snacks und anfeuernder Musik. Bereits Anfang der Woche hatte ein Franzose einen Balkon-Marathon hingelegt.

+++ 13:07 Todeszahl in Deutschland steigt auf 425 +++
Neue Zahlen aus NRW und Schleswig-Holstein: Nach ntv.de-Berechnungen auf Grundlage der gemeldeten Fallzahlen der einzelnen Bundesländer und Gemeinden haben sich in Deutschland seit dem ersten registrierten Fall im Januar bisher 56.281 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wie viele Menschen wieder genesen sind, ist nicht zu sagen, da diese Daten in Deutschland nicht systematisch erfasst werden.425 Menschen sind an der vom Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 gestorben.

+++ 12:55 Schweiz meldet 257 Todesopfer +++
In der Schweiz wächst die Zahl der Infizierten auf 14.336. Am Samstag waren es noch 13.213. Die Zahl der Todesopfer steigt um 22 auf 257.

+++ 12:45 Bouffier: Corona-Sorgen haben Thomas Schäfer "erdrückt" +++
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat im Zusammenhang mit dem Tod von Landesfinanzminister Thomas Schäfer von einer hohen Belastung des Ministers in der Corona-Krise gesprochen. Er müsse davon ausgehen, dass sich Schäfer große Sorgen gemacht habe, ob er die riesigen Erwartungen der Bevölkerung erfüllen könne, sagte Bouffier. "Ich muss davon ausgehen, dass ihn diese Sorgen erdrückt haben." Schäfer habe offensichtlich keinen Ausweg mehr gefunden, "er war verzweifelt und ging von uns", sagte der sichtlich erschütterte Ministerpräsident. Der Finanzminister habe bis zuletzt Tag und Nacht daran gearbeitet, diese Krise finanziell und organisatorisch zu bewältigen. Die Herausforderung durch die Corona-Krise erfordere "Besonnenheit und Tatkraft". Für beides habe auch Schäfer gestanden. "Gerade ihn hätten wir in einer so schweren Zeit besonders gebraucht", sagte Bouffier. Die Nachricht von seinem Tod habe ihn "völlig unvorbereitet" getroffen. Er sei "geschockt, fassungslos und unendlich traurig".

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+++ 12:40 Österreich: Klares Nein zu Corona-Bonds +++
Der österreichische Finanzminister Gernot Blümel von der ÖVP hat das Nein seines Landes zur Einführung sogenannter Corona-Bonds bekräftigt. "Wir dürfen die Fehler vergangener Krisen nicht wiederholen, sonst droht nach Corona gleich die nächste Schuldenkrise", sagte Blümel. Für die Unterstützung der am stärksten betroffenen Länder sei genügend Geld da.

+++ 12:29 Klinikdirektor: "Wir müssen mehr Ansteckungen zulassen" +++
Der Klinikdirektor der Infektologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, Ansgar Lohse, spricht sich dafür aus, bewusst mehr Neuinfektionen in Deutschland zuzulassen. Das Virus könne nur gestoppt werden, "wenn eine ausreichende Zahl von Menschen eine Immunität entwickelt", sagte er der "Bild"-Zeitung. Die Epidemie würde sonst jedes Mal neu aufflammen, wenn Maßnahmen wie Kontaktverbot und Ausgangsbeschränkungen gelockert würden. "Wir müssen zulassen, dass sich diejenigen, für die das Virus am ungefährlichsten ist, zuerst durch eine Ansteckung immunisieren“, so Lohse. Er räumte zugleich ein, dass der Versuch, die Immunität der Bevölkerung so bewusst und kontrolliert zu steuern , ein heikles Vorhaben sei.

+++ 12:20 Grönland verbietet Alkohol +++
Weil sie wegen der Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgrund der Corona-Krise mehr Gewalt befürchtet, stoppt die Regierung in Grönland den Verkauf von Alkohol in der Hauptstadt Nuuk. Die Entscheidung diene vor allem dem Schutz von Kindern, erklärte Regierungschef Kim Kielsen. Die "besondere Situation" erfordere Präventionsmaßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, erklärte Kielsen. Seit knapp einer Woche sind in Grönland die Schulen geschlossen, Versammlungen mit mehr als zehn Menschen wurden verboten. Seither verzeichneten die Behörden einen Anstieg bei häuslicher Gewalt. "Leider haben wir in den vergangenen Wochen in Nuuk mehr häusliche Gewalt verzeichnet", sagte Gesundheitsministerin Martha Abelsen vor Journalisten. Der exzessive Alkoholkonsum mancher Eltern könne für Kinder ein Sicherheitsrisiko sein, fügte sie an.

+++ 11:51 Spanien meldet erneut über 800 Tote in 24 Stunden +++
Italien und auch Spanien bekommen die Ausbreitung der Infektionen bislang nicht in den Griff. In Spanien steigt die Zahl der Toten auf 6528. Das sind erneut 838 neue Todesfälle in den letzten 24 Stunden. Insgesamt meldet Spanien 78.797 Infizierte, das sind 6549 mehr als am Vortag. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Die Anstiegsraten gehen weiterhin deutlich zurück. Bei den Todeszahlen betrug sie am Sonntag knapp 15 Prozent, nach gut 17 Prozent am Samstag. Bei den Infektionszahlen ging sie im Vergleich zum Vortag sogar um fast vier Prozentpunkte auf neun Prozent zurück.

+++ 11:48 160.000 Deutsche bislang zurückgeholt +++
Nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas sind wegen der Coronavirus-Pandemie bislang mehr als 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt worden. Maas dankte allen, die daran "unfassbar hart" gearbeitet hätten. An die noch im Ausland Verbliebenen appellierte Maas: "Bitte haben Sie Geduld, wenn wir Ihnen noch nicht helfen konnten." Die Bundesregierung schätzt die Zahl der Rückkehrwilligen, zumeist Urlauber, auf etwa 200.000. "Wir machen weiter", so Maas.

+++ 11:41 Irrfahrt beendet: "Artania"-Passagiere werden ausgeflogen +++
Nach der Irrfahrt eines Kreuzfahrtschiffs mit Corona-Fällen an Bord sollen die überwiegend deutschen Passagiere noch heute von Australien nach Deutschland ausgeflogen werden. Die rund 800 Passagiere würden mit vier Maschinen aus Perth über das thailändische Phuket nach Frankfurt gebracht, sagte eine Sprecherin der deutschen Fluggesellschaft Condor. Die "Artania" war eines von drei Kreuzfahrtschiffen, denen die australischen Behörden aus Furcht vor einem weiteren Anstieg der Coronavirus-Infektionen im Land das Anlegen zunächst verweigert hatte. Am Freitag durfte das Schiff schließlich im Hafen von Fremantle anlegen. Nach Angaben des australischen Gesundheitsministeriums wurden zwölf Passagiere der "Artania" positiv auf das Virus getestet. Mindestens neun wurden zur Behandlung in Krankenhäuser in Perth gebracht. An Bord des Schiffes befinden sich überwiegend Deutsche.

+++ 11:34 Bundeswehr zieht Soldaten aus dem Irak ab +++
Wegen der Coronavirus-Pandemie zieht die Bundeswehr einen Teil der im Irak eingesetzten Soldaten zurück nach Deutschland ab. Es sei mit der Verlegung von deutschen Soldaten begonnen worden, die für den Grundbetrieb derzeit nicht zwingend erforderlich seien, teilte das Einsatzführungskommando mit. Die ersten Soldaten seien bereits am Morgen in Deutschland gelandet.

+++ 11:30 "Ankerzentrum" unter Quarantäne +++
Etwa 600 Bewohner des Ankerzentrums im bayerischen Geldersheim in Unterfranken sind nach vereinzelten Coronavirus-Infektionen unter Quarantäne gestellt worden. Sieben der untergebrachten Flüchtlinge und ein externer Beschäftigter seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, erklärten die Behörden. Die infizierten Bewohner sollen nun in einem gesonderten Gebäude unterkommen. Für die Einrichtung gilt ab sofort ein Aufnahme- und Verlegungsstopp. In dem Ankerzentrum im Landkreis Schweinfurt soll die Identität von Flüchtlingen festgestellt werden. Der Wortteil "Anker" ist aus den Anfangsbuchstaben der Wörter Ankunft, kommunale Verteilung, Entscheidung und Rückführung gebildet.

+++ 11:29 Keine Automesse in Detroit +++
Auch die größte US-Automesse in Detroit fällt dieses Jahr aus. "Auch wenn wir enttäuscht sind, gibt es für uns nichts Wichtigeres, als die Gesundheit, die Sicherheit und das Wohlergehen der Bürger von Detroit und Michigan", so Messe-Direktor Rod Alberts. "Und wir werden tun, was wir können, um den Kampf unserer Gemeinschaft gegen den Ausbruch des Coronavirus zu unterstützen", fügte er hinzu. Die US-Katastrophenschutzbehörde Fema will das Kongresszentrum in Detroit wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit als Feldkrankenhaus nutzen. Die Messe sollte in diesem Jahr erstmals im Juni stattfinden, nachdem in den vergangenen Jahren zum gewohnten Termin Mitte Januar die Besucher- und Ausstellerzahlen deutlich zurückgegangen waren.

+++ 11:23 Deutlicher Anstieg der Fallzahlen in Moskau +++
In der russischen Hauptstadt Moskau steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen rasant. Mehr als 1000 Menschen hätten sich bereits mit dem hochansteckenden Virus infiziert, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. "Die Situation im Zusammenhang mit der Ausbreitung hat ein neues Ausmaß erreicht." Die meisten Corona-Fälle in Russland entfallen auf die Millionenmetropole Moskau. Landesweit wurden mehr als 1500 Fälle bekannt. In Moskau sei das Virus bislang bei sechs gestorbenen Menschen nachgewiesen worden, teilten die Behörden der mit. "Bitte passen Sie auf sich auf", appellierte Sobjanin. Um die Ausbreitung einzudämmen, sind seit Samstag Einkaufszentren, Restaurants, Bars und größere Parks geschlossen.

+++ 11:15 Französischer Politiker Devedjian an Covid-19 gestorben +++
Der französische Regionalpolitiker Patrick Devedjian ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der Präsident des Départmentrats der französischen Region Hauts-de-Seine und frühere Minister war am Mittwoch ins Krankenhaus gekommen. Am Donnerstag schrieb der 75-Jährige dann auf Twitter, er sei "von der Pandemie betroffen" und könne sich daher persönlich von der "außergewöhnlichen Arbeit der Ärzte und Pflegekräfte" überzeugen. In er Nacht verstarb der konservative Politiker.

+++ 10:43 421 Tote und über 55.000 Infizierte in Deutschland +++
Nach Berechnungen von ntv.de ist die Zahl der Infizierten in Deutschland auf über 55.000 gestiegen. Die meisten Infektionen verzeichnet nach aktuellem Stand Bayern mit fast 13.000 Infizierten, ein Anstieg von über 1000 Fällen gegenüber dem Vortag. Allerdings basieren die Zahlen für Nordrhein-Westfalen mit 12.744 Fällen noch auf dem Meldungsstand der Behörden vom Samstag. Hier sind also im Laufe des Tages noch Verschiebungen zu erwarten. Baden-Württemberg hat mit 118 Toten die meisten Opfer zu beklagen. Insgesamt sind nun 421 Todesfälle in Deutschland auf Covid-19 zurückzuführen. Die Daten basieren auf den Angaben der Kommunen, Gemeinden und Behörden der einzelnen Bundesländer und auf Angaben des Robert-Koch-Instituts.

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Es war die vorerst letzte Landung eines Lufthansa-Airbus A380 am Frankfurter Flughafen.

(Foto: dpa)

+++ 10:26 Aus für immer? Letzter Lufthansa-Linienflug mit A380 gelandet +++
Der vorerst letzte Lufthansa-Linienflug mit dem Großraumflugzeug A380 ist in Frankfurt gelandet. Die aus Bangkok gestartete Maschine setzte nach einem gut elfstündigen Flug am Frankfurter Flughafen auf. An Bord der Maschine mit 509 Plätzen waren 459 Passagiere und 24 Crew-Mitglieder, die dringend auf ihren Heimflug gewartet hatten. Wegen der weltweit zusammengebrochenen Nachfrage in der Corona-Krise parkt Lufthansa die komplette Flotte mit 14 Flugzeugen dieses Typs auf unbestimmte Zeit an den Drehkreuzen Frankfurt und München. Wann und ob überhaupt die A380-Jets mit dem Kranich-Leitwerk noch einmal auf große Tour gehen, ist laut Lufthansa nicht konkret absehbar. Den Abschied vom größten Passagierflugzeug der Welt hat das Unternehmen aus Kostengründen bereits weit vor der Krise eingeleitet und mit dem Hersteller Airbus die Rückgabe von sechs Flugzeugen ab dem Jahr 2022 vereinbart.

+++ 10:22 Olympische Spiele im Juli 2021? +++
Die japanischen Olympia-Organisatoren fassen laut Medienberichten den Juli 2021 als möglichen neuen Austragungstermin für die verschobenen Wettspiele ins Auge. Demnach könnten die Olympischen Spiele am 23. Juli kommenden Jahres beginnen. Am Dienstag hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Verschiebung der für diesen Sommer geplanten Spiele wegen der Coronavirus-Pandemie verkündet.

+++ 09:53 China warnt vor zweiter Infektionswelle +++
Erstmals meldet China wieder eine Neuinfektion im eigenen Land, die nicht auf einen Rückkehrer zurückzuführen ist. Insgesamt wurden am Samstag in China 45 neue Fälle registriert, 44 davon gingen nach Behördenangaben auf Reisende aus dem Ausland zurück. China warnte daher vor einer möglichen zweiten Infektionswelle. Denn bisher seien bereits 693 Fälle auf Reisende aus dem Ausland zurückzuführen.

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+++ 09:26 Südkorea schickt alle Einreisenden in Quarantäne +++
Südkorea schickt alle Einreisenden ab Mittwoch kommender Woche für zwei Wochen in Quarantäne, wie Ministerpräsident Chung Sye-kyun ankündigt. Dies betreffe nicht nur Ausländer, sondern auch Südkoreaner. Für Reisenden aus einigen Ländern, wie etwa den USA, gilt eine solche Regelung schon. Am Sonntag meldete die südkoreanische Gesundheitsbehörde 105 neue Fälle, davon seien 41 Fälle eingeschleppt. Insgesamt liegt die Zahl der Infizierten in dem Land nun bei 9583.

+++ 09:24 Keine Quarantäne für New York +++
Trotz der sich zuspitzenden Coronavirus-Krise in den USA verzichtet Präsident Donald Trump vorerst auf eine weitreichende Abriegelung von Hotspots wie New York. "Eine Quarantäne wird nicht notwendig sein", schreibt Trump auf Twitter. Die Zahl der Coronavirus-Toten in den USA hat unterdessen die Marke von 2000 überschritten.

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+++ 09:21 Hamburger Spediteure befürchten Containerstau +++
Die Hamburger Spediteure können einen Teil der Container aus dem Hamburger Hafen nicht mehr ausliefern, weil die Empfänger ihren Betrieb vorübergehend geschlossen haben. "Wir können das im Moment noch abpuffern, aber es wird zunehmend schwierig", sagte Stefan Saß, Geschäftsführer des Vereins Hamburger Spediteure. Zum Teil stauten sich Container auf den Terminals, nachdem viele Schiffe wegen der Winterstürme mit Verspätung in den Hamburger Hafen eingelaufen waren. Die Spediteure hätten dank des Seehafens somit noch gut zu tun. Das Problem seien die Empfänger der Waren, die zum Teil die Container nicht abnehmen.

+++ 09:07 Weltgrößter Handschuh-Hersteller erwartet Lieferengpässe +++
Der weltgrößte Hersteller von Schutzhandschuhen Top Glove aus Malaysia rechnet angesichts der hohen Nachfrage aus Europa und den USA mit Lieferengpässen. Die Bestellungen aus diesen Regionen seien in den vergangenen Wochen fast doppelt so hoch wie die Produktionskapazitäten der Firma gewesen, sagte Unternehmenschef Lim Wee Chai. Top Glove könne 200 Millionen Gummi-Handschuhe pro Tag herstellen. Daher seien die Lieferzeiten verlängert worden. Die Produktion werde weiter erhöht. Zudem brauche die Firma 1000 zusätzliche Arbeiter, sagte Lim. Diese kämen sonst aus Nepal, wegen der Reisebeschränkungen fielen diese aber im Moment aus.

+++ 08:55 Gericht verbietet Bolsonaros umstrittene Corona-Kampagne +++
Ein brasilianisches Gericht hat es der Regierung des rechtsradikalen Präsidenten Jair Bolsonaro untersagt, Empfehlungen gegen Ausgangsbeschränkungen aufgrund des Coronavirus zu verbreiten. Die Richter in Rio de Janeiro ordneten die Einstellung der Regierungskampagne "Brasilien darf nicht stillstehen" an. Trotz steigender Infektionszahlen in Brasilien lehnt Bolsonaro strenge Eindämmungsmaßnahmen gegen das Coronavirus ab. Die Richter ordneten zudem an, dass Regierungsvertreter und mit ihnen in Verbindung stehende Menschen es unterlassen müssen, Informationen zum Coronavirus ohne wissenschaftliche Grundlage zu verbreiten oder "agitatorisch" einzusetzen.

+++ 08:22 Wieler warnt: Italienische Zustände auch in Deutschland möglich +++
Nach Einschätzung des Chefs des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, droht in der Corona-Krise auch das deutsche Gesundheitssystem an seine Grenzen zu geraten. "Wir müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar", sagte Wieler der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Mit Blick auf die vergleichsweise niedrige Sterberate in Deutschland warnte der Seuchenexperte vor Illusionen: Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass in Deutschland viel getestet werde. Zustände wie in Italien seien auch in Deutschland möglich, warnte Wieler. "Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben."


+++ 07:50 Mit Corona infiziertes Baby stirbt in den USA +++
Im US-Bundesstaat Illinois wird der Tod eines Babys untersucht, das mit dem Coronavirus infiziert war. In Verbindung mit der Erkrankung Covid-19 habe es bislang noch keinen Todesfall eines Babys gegeben, erklärte das Gesundheitsamt des Staates. Eine "umfassende Untersuchung" solle die genaue Todesursache klären, hieß es weiter. Das verstorbene Kind war demnach jünger als ein Jahr. In Illinois waren 85 Prozent der Toten 60 Jahre oder älter. Das Gesundheitsamt wies allerdings darauf hin, dass die Krankheit bei Menschen aller Altersklassen einen schweren Verlauf nehmen könne.

+++ 07:27 Scholz will Arbeitnehmer-Boni von Steuer befreien +++
Auf Bonus-Zahlungen für Arbeitnehmer sollen währen der Corona-Krise bis zu einem Betrag von 1500 Euro keine Steuern anfallen. "Viele Arbeitgeber haben bereits angekündigt, ihren Beschäftigten einen Bonus zahlen zu wollen", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz der "Bild am Sonntag". Der SPD-Politiker werde am Montag die Anweisung erlassen, dass ein solcher Bonus "komplett steuerfrei sein wird". Derzeit seien viele Arbeitnehmer unter erschwerten Bedingungen im Einsatz, "um uns zu versorgen", sagte Scholz. Als Beispiele nannte er Pflegekräfte, Verkäufer, Ärzte und Lkw-Fahrer. "Dieses Engagement sollten wir honorieren."

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+++ 07:18 Johnson stimmt Briten auf schwere Zeiten ein +++
Mit einem emotionalen Brief stimmt der an Covid-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson seine Landsleute auf schwere Zeiten ein und schließt auch noch schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Lungenkrankheit nicht mehr aus. "Es ist wichtig für mich, offen und ehrlich mit Ihnen zu reden - wir wissen, dass die Lage sich verschlechtert, bevor sie besser wird", heißt es in dem Schreiben, das in der kommenden Woche an 30 Millionen Haushalte geschickt werden soll. Die Regierung treffe die richtigen Vorbereitungen und je stärker diese Regeln befolgt würden, desto weniger Leben würden verloren und desto eher könne man in ein normales Leben zurückkehren.

+++ 07:07 Bayern sieht Krankenhäuser für steigende Fallzahlen vorbereitet +++
Für den Fall stark steigender Zahlen an Corona-Patienten sind die Krankenhäuser in Bayern aus Sicht von Gesundheitsministerin Melanie Huml vorbereitet. Ein Notfallplan sei erfolgreich angelaufen, sagte die CSU-Politikerin. "Für die Zeit der Krise gilt eine weitreichende Kooperationspflicht." Zudem arbeite die Staatsregierung am Aufbau von Not- oder Hilfskrankenhäusern. "Krankenhäuser, die zunächst nicht vorrangig mit der Behandlung von Corona-Fällen betraut werden, müssen die anderen Krankenhäuser mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entlasten", erklärte Huml. Das bedeute in erster Linie, dass Patienten übernommen werden. Es könne aber auch darum gehen, mit Personal oder Ausstattung zu helfen.

+++ 06:45 Präsidentschaftsvorwahl in New York verschoben +++
Wegen der Coronavirus-Pandemie wurde die für den 28. April angesetzte Vorwahl für die Präsidentschaftswahl in New York verschoben. Die Wahl werde nun am 23. Juni stattfinden, erklärte Gouverneur Andrew Cuomo. Zehn weitere Bundesstaaten hatten ihre Vorwahlen ebenfalls bereits verschoben. Mit mehr als 53.000 Infektionen und mehr als 800 Toten ist der Bundesstaat New York besonders betroffen von der Corona-Pandemie.


+++ 06:28 Entwicklungsminister Müller kündigt Hilfen für Krisenregionen an +++
Entwicklungsminister Gerd Müller kündigt eine Initiative zum Schutz von Flüchtlingsregionen an. "Es darf in der Corona-Krise nicht zu einer Benachteiligung der Armen gegenüber den Reichen kommen", sagt der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es werde ein Sofortprogramm erarbeitet für die Bekämpfung der Pandemie und der wirtschaftlichen Folgen vor allem in der Region um Syrien.

+++ 05:13 Entscheidung über Tegel-Schließung am Montag +++
Am Montag könnte die Entscheidung über eine mögliche vorübergehende Schließung des Berliner Flughafens Tegel fallen. Der starke Passagierrückgang in der Corona-Krise ist nach Regierungsangaben ein Thema der Gesellschafterversammlung der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg. Um den Flughafen zeitweise vom Netz zu nehmen, müssten die Flughafen-Eigentümer einen Antrag bei der Luftfahrtbehörde stellen.

+++ 04:21 Neuer Olympia-Termin im Juli 2021 möglich +++
Die wegen der Pandemie in diesem Jahr abgesagten Olympischen Sommerspiele könnten im Juli 2021 starten. Das Internationale Olympische Komitee und die japanischen Organisatoren würden sich voraussichtlich auf den 23. Juli 2021 als Termin für die Eröffnungsfeier in Tokio einigen, berichtet der japanische Sender NHK. Die Abschlussfeier sei für den 8. August geplant. Ursprünglich waren die Spiele vom 24. Juli bis 9. August 2020 vorgesehen.

+++ 04:03 Laschet fordert Diskussion um Exit-Strategie +++

In der Diskussion über die Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen das Coronavirus fordert Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet schon zum jetzigen Zeitpunkt Überlegungen für einen Ausstieg aus den Maßnahmen. "Der Satz, es sei zu früh, über eine Exit-Strategie nachzudenken, ist falsch", schreibt der CDU-Vizechef in einem Gastkommentar für die "Welt am Sonntag". Klar sei zwar, dass keine Zeit der Entwarnung sei. "Das konsequente Einhalten der derzeitigen Maßnahmen ermöglicht erst die Rückkehr zur gewohnten Freiheit." Es sei aber wichtig, schon jetzt die Strategien für die Zeit nach der Krise zu entwickeln. Kanzlerin Angela Merkel hatte die Diskussion über gelockerte Kontaktverbote als verfrüht kritisiert und um Geduld gebeten.

+++ 03:33 Australien sieht Erfolge +++
In Australien zeigen die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus-Ausbruchs nach Einschätzung der Regierung erste Erfolge. Obwohl die Zahl der Erkrankungen zweifellos weiter deutlich zunehme, habe sich dieser Anstieg immerhin verlangsamt, sagt Premierminister Scott Morrison. Der Zuwachs habe in den vergangenen Tagen bei 13 bis 15 Prozent gelegen. Vor einer Woche habe er noch 25 bis 30 Prozent betragen. Australische Staatsbürger dürfen derzeit nicht ausreisen und sind zur Rückkehr in ihr Heimatland aufgefordert. Alle Einreisenden werden 14 Tage in einem Hotel unter Quarantäne gestellt. Einen generellen Lockdown gibt es nicht.

+++ 01:48 Bundesregierung will Schutzausrüstung schneller beschaffen +++
Die Bundesregierung versucht, die Beschaffung von Schutzmasken und -kitteln zu beschleunigen. Das Bundesgesundheitsministerium habe ein sogenanntes Open-House-Verfahren gestartet, berichtet die "Welt am Sonntag". Das Verfahren unterscheidet sich vom klassischen Vergaberecht, es finden keine Verhandlungen statt, so dass es einen schnelleren Geschäftsabschluss geben kann. Dem Bericht zufolge müssen Unternehmen, die auf das Angebot eingehen, mindestens 25.000 Stück eines der beiden Produkte liefern, einen Mindeststandard garantieren und die Lieferung verantworten.

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+++ 01:02 Mehr als 2000 Tote in den USA +++
In den USA sind mehr als 2000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Ein Großteil der Toten entfällt auf den Bundesstaat New York, in dem sich das Coronavirus in den vergangenen Tagen besonders schnell ausgebreitet hat. Gouverneur Andrew Cuomo hatte die Zahl der Toten dort mit mehr als 700 angegeben. Cuomo warnte vor den von US-Präsident Donald Trump angedachten Reisebeschränkungen für New York. Die Wirtschaft könnte sich Monate oder Jahre nicht davon erholen, sagte er bei CNN. Zudem sei ihm nicht klar, wie Trump solche weitreichenden Reisebeschränkungen auch rechtlich umsetzen wolle, sagte Cuomo. "Ich glaube, es ist illegal."

+++ 23:40 Italien gibt Einkaufsgutscheine für Bedürftige aus +++
Die italienische Regierung will Familien helfen, die in finanziellen Nöten sind. Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigt an, dass seine Regierung dafür 4,3 Milliarden Euro ausgeben wolle. Die Bürgermeister der Gemeinden sollten das Geld in Einkaufsgutscheine und Lebensmittelpakete investieren. Italien hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie bereits ein 25 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket auf den Weg gebracht. Alle Betriebe, die nicht als lebenswichtig eingestuft sind, mussten die Arbeit einstellen.

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+++ 22:59 Frankreich beklagt mehr als 2300 Tote +++
In Frankreich sind inzwischen mehr als 2314 Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Innerhalb von 24 Stunden seien 319 weitere Todesopfer verzeichnet worden, teilte die Regierung am Samstagabend mit. Premierminister Edouard Philippe warnte, dass der Kampf gegen das Virus gerade erst begonnen habe. Die ersten beiden Aprilwochen würden härter als die beiden letzten Märzwochen, sagte er. In Frankreich gilt noch bis mindestens 15. April eine Ausgangssperre. Gesundheitsminister Olivier Véran sagte bei der Pressekonferenz mit Philippe, die Regierung habe mehr als eine Milliarde Atemschutzmasken bestellt, die meisten davon in China. Frankreich selbst könne lediglich acht Millionen Masken pro Woche herstellen.

+++ 22:13 US-Waffenlobby klagt gegen Ladenschließungen +++
Schließungen von Waffenläden im Zuge des Anti-Corona-Kampfes – für die US-Waffenlobbyorganisation NRA ist das ein No-Go. Deshalb hat der Verband unter anderem gegen den Gouverneur des Bundesstaates, Gavin Newsom, sowie gegen den Sheriff von Los Angeles, Alex Villanueva, Klage eingereicht. Bei Waffengeschäften handele es sich um lebenswichtige Geschäfte, die auch in Zeiten der Krise geöffnet bleiben müssten, argumentiert die NRA. "Den Zugang zu Waffen zu unterbinden, versperrt zwangsläufig das Verfassungsrecht auf (Besitz) dieser Waffen", heißt es in der Klageschrift.

+++ 21:01 Türkei verzeichnet insgesamt mehr als 100 Tote +++
Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in der Türkei ist auf mehr als 100 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 16 weitere Menschen gestorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca bei Twitter mit. Damit liegt die Gesamtzahl der Todesfälle bei 108. 1704 Neuinfektionen wurden registriert. Insgesamt haben sich in der Türkei bislang 7402 Menschen mit dem Virus infiziert.

+++ 20:15 US-Lazarettschiff ankert vor L.A. +++
Um die Krankenhäuser in Los Angeles zu entlasten, liegt nun ein Lazarettschiff des US-Militärs im Hafen der Westküstenmetropole. Die "Mercy" werde mit ihren 1000 Betten als zusätzliche Klinik dienen, schrieb Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom auf Twitter. Auf dem Schiff sollen ausschließlich Patienten behandelt werden, die nicht an der neuen Lungenerkrankung Covid-19 leiden.

+++ 19:38 Spanien schließt "nicht lebenswichtige Unternehmen" +++
Die spanische Regierung hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Schließung aller "nicht lebenswichtigen" Unternehmen für zwei Wochen angeordnet. Dies teilt Regierungschef Pedro Sánchez in Madrid mit. Eine ähnliche Regelung gilt auch in Italien.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, ino/ibu/dpa/AFP/rts/sid