Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:49 Brasilien: Intensivstationen voll mit Covid-Patienten unter 40 +++

In Brasilien sind zunehmend jüngere Menschen von schweren Covid-19-Verläufen betroffen. Im März lagen auf den Intensivstationen überwiegend Patienten, die 40 Jahre oder jünger waren. Insgesamt 52 Prozent der Betten waren laut Krankenhausdaten mit Menschen aus dieser Gruppe belegt. Der Grund für den Anstieg ist nicht klar. Wissenschaftler halten einen Zusammenhang mit der brasilianischen Virus-Mutation für wahrscheinlich. Andere Faktoren könnten sein, dass bislang vornehmlich Ältere geimpft wurden oder dass Jüngere sich teils womöglich sorgloser verhalten.

 

+++ 23:06 Tirol verlängert Testpflicht bei Ausreise +++
Das österreichischen Bundesland Tirol verlängert die Pflicht zu Corona-Ausreisetests vorerst bis zum 24. April. Das sei zur Eindämmung der Mutante  B.1.1.7 s sowie weiterer Varianten nötig, erklärte die Landesregierung. Die Regel, wonach man Tirol nur mit einem negativen Testergebnis verlassen darf, war Ende März in Kraft getreten. Sie hätte am Mittwoch auslaufen sollen. Zusätzlich gilt eine Testpflicht für Menschen, die aus Osttirol in andere Teile Tirols fahren wollen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Osttirol betrage rund 430 und sei damit höher als irgendwo sonst in Österreich, sagte ein Gesundheitsbeamter.

+++ 22:23 EMA prüft weiter Sicherheit von J&J-Impfstoff +++
Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA prüft eigenen Angaben zufolge nach dem Auftreten von seltenen Thrombosefällen weiterhin die Sicherheit des Impfstoffs von Johnson & Johnson (J&J). Es sei nicht klar, ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Vakzin des US-Pharmakonzerns und Blutgerinnseln gebe, teilt die Behörde mit. Die EMA wolle sich dazu wieder äußern, wenn die Bewertungen abgeschlossen seien. Der niederländische Gesundheitsminister Hugo de Jonge äußert die Erwartung, dass die EMA am morgigen Mittwoch dazu Stellung beziehen werde.

+++ 22:06 Fast alle Bundesländer melden steigende Inzidenzen +++
Wie am Vortag liegen weiterhin 15 von 16 Bundesländern bei der 7-Tage-Inzidenz über der 100er-Marke, ab der die Notbremse gezogen werden sollte. Einzige Ausnahme bleibt Schleswig-Holstein mit derzeit 77,7. Außerdem melden fast alle Länder steigende Werte bei den Inzidenzen. Nur in Hamburg geht der Trend nach unten. Allerdings hat die Hansestadt mit 140,9 eine außerordentlich hohe Inzidenz.

Sachsen hat die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner gemeldet und liegt vor Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg. Die meisten aktiven Fälle je 100.000 Einwohner weist jetzt Hamburg auf vor Thüringen und Sachsen. Bundesweit liegt der Wert der aktiven Fälle je 100.000 Einwohner seit Sonntag bei über 300.

+++ 21:46 Beschluss: Biontech oder Moderna für Zweitimpfung nach Astrazeneca +++
Mit einer ersten Astrazeneca-Dosis geimpfte Menschen unter 60 Jahren sollen für die zweite Impfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern einstimmig geeinigt. "Die Lösung, die jetzt gefunden wurde, bietet einen guten Schutz für die Menschen", sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek. Die Minister folgen damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April. Bei den Beratungen, an denen auch Stiko-Chef Thomas Mertens teilgenommen hatte, sei klar geworden, dass die Zweitimpfung durch einen mRNA-Imfpstoff, also das Präparat von Biontech/Pfizer oder Moderna, eine gute Basis sei, um die Menschen wirksam zu schützen, sagte Holetschek.

+++ 21:33 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 14.652 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.031.103 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 14.652 neue Fälle hinzu. Die Osterfeiertage machen einen Vergleich zur Vorwoche immer noch schwierig. Allerdings ist es der höchste Dienstagsstand seit dem 12. Januar. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 351 auf 78.922. Das ist der höchste Wert seit 3. März. Als aktuell infiziert gelten rund 249.959 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,21 angegeben (Vortag: 1,29). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 121 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,08 (Vortag: 1,09). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4688 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2666 davon werden beatmet. Rund 3812 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 21:09 Lockdown in den Niederlanden wird verlängert +++
Auch nach vier Monaten Lockdown wird es in den Niederlanden vorerst keine Lockerung der Beschränkungen geben. Stattdessen werden die Maßnahmen bis mindestens Ende April verlängert, wie Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag mitteilte. Eine Lockerung zum jetzigen Zeitpunkt sei "unverantwortlich". Die Lage sei nach wie vor alarmierend und so akut wie während der ersten Welle vor einem Jahr, warnte Rutte.

+++ 20:42 Inzidenz am höchsten bei 20 bis 24-Jährigen +++
Laut den Altersdaten des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen sich derzeit die höchsten Inzidenzwerte in der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen. Insgesamt liegen die Inzidenzen bei den jüngeren Menschen bis 44 Jahren deutlich höher als bei der älteren Generation. Das Impfen zeigt also Wirkung.

+++ 20:11 Ostfriesische Inseln wollen dauerhaft öffnen +++
Die Ostfriesischen Inseln haben der niedersächsischen Landesregierung ein Öffnungskonzept vorgelegt. Die Vorschläge zielen auf eine dauerhafte Öffnung des Tourismus bei gleichzeitiger Kontrolle des Infektionsgeschehens, hieß es in einer Pressemitteilung. Es beinhaltet alle touristischen Beherbergungs- sowie Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe und Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Im ersten Schritt soll es nur um den Übernachtungstourismus gehen, nicht um Tagesausflügler. Im Zentrum der Öffnungsstrategie steht ein Testkonzept, das neben den Gästen auch die Insulaner und Beschäftigten im Tourismus berücksichtigt. Übernachtungsgäste - und in der zweiten Öffnungsphase auch Tagesgäste - müssen bei der Anreise vom Festland einen negativen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test vorweisen. Andernfalls darf der Gast nicht auf die Insel kommen.

+++ 19:53 Dresden verbietet "Querdenken"-Demo am Samstag +++
Die Stadt Dresden hat eine für diesen Samstag geplante "Querdenken"-Demonstration gegen Corona-Auflagen im Zentrum untersagt. Das Verbot erging auch unter Verweis auf die jüngsten Veranstaltungen der Bewegung in Stuttgart und Kassel mit Tausenden Anhängern, wie das Rathaus mitteilte. Dort waren Corona-Schutzvorschriften, Auflagen der Behörden und Anweisungen der Polizei missachtet worden. Als weiteren Grund führte die Stadtverwaltung das aktuelle Infektionsgeschehen in der sächsischen Landeshauptstadt an.

+++ 19:15 Drosten: Schnelltests wohl weniger zuverlässig als gedacht – vor allem am Anfang der Infektion+++
In seinem Podcast "Coronavirus-Update" vom NDR hat der Virologe Christian Drosten vor falscher Sicherheit durch Schnelltests gewarnt. Er hat darauf hingewiesen, dass die Antigen-Schnelltests die ersten Tage einer Infektion wohl noch weniger zuverlässig erkennen als bisher angenommen. Anders als PCR-Tests könnten sie eine Infektion selbst in der hochansteckenden Phase zu Beginn der Erkrankung offenbar oft nicht nachweisen. Das hätte sich durch die praktischen Erfahrungen in Diagnose-Laboren gezeigt. "Die Schnelltests schlagen erst am Tag eins nach Symptom-Beginn an, da ist man aber schon drei Tage lang infektiös", sagte der bekannte Berliner Virologe. "Wenn man davon ausgeht, dass eine infizierte Person in der Regel acht Tage lang ansteckend ist, heißt das: An fünf von acht Tagen entdecke ich mit dem Antigentest eine Infektion, an drei Tagen werde ich sie übersehen."

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+++ 18:43 Impfung für alle ab 18 mit Sonderkontingent im Hotspot Hof +++
Im bundesweiten Corona-Hotspot Hof haben nun die Impfungen gegen das Coronavirus für alle ab 18 Jahren begonnen. 4000 Menschen sollen dafür mit einem Sonderkontingent des Astrazeneca-Vakzins geimpft werden, wie eine Sprecherin des Landratsamts erklärte. Seit Freitag konnten sich im Hofer Land alle Erwachsenen unabhängig von Vorerkrankungen oder Beruf für eine Impfung mit den zusätzlichen Impfdosen anmelden. Die Termine dafür seien alle vergeben. Die Nachfrage nach einem Impftermin war so groß, dass der Server des Landkreises zeitweise überlastet war. Der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca wird eigentlich nur für Menschen über 60 Jahre empfohlen, Jüngere können sich nach Beratung aber auch damit impfen lassen.

+++ 18:20 US-Behörden: Johnson & Johnson-Impfstopp wohl nur wenige Tage +++
Die Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson in den USA ist den Behörden zufolge aus einem "Übermaß an Vorsicht" empfohlen worden und werde voraussichtlich nur einige Tage aufrechterhalten. Das teilten die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA bei einer Pressekonferenz mit. Die vorsorgliche Aussetzung wird nach Angaben des Weißen Hauses "keine bedeutenden Auswirkungen" auf die US-Impfkampagne haben. Die USA hätten allein durch die vereinbarten Lieferungen mit den Herstellern Moderna und Biontech/Pfizer genügend Impfstoff für 300 Millionen Menschen, erklärte US-Präsident Joe Bidens Corona-Koordinator Jeff Zients.

+++ 18:00 MV beschließt Option für Sputnik V – Ziel sei bis Juni halbe Million Dosen +++
Nach Bayern hat nun auch Mecklenburg-Vorpommern eine Option für das russische Corona-Vakzin Sputnik V beschlossen. Das Wirtschaftsministerium sei damit beauftragt, einen Vorvertrag über eine Million Dosen auszuhandeln, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig von der SPD. "Jeder Impfstoff, der zugelassen ist, der gut ist und wirkt, ist ein guter Impfstoff, den wir brauchen." Sie habe in der Ministerpräsidentenkonferenz mehrmals gefragt, ob der Bund oder die EU eine Option für Sputnik V ziehen wollten, sagte Schwesig. Da beide das bislang nicht getan hätten, habe sich das Land dazu entschlossen. Wenn der Impfstoff von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zugelassen werde, werde Mecklenburg-Vorpommern kaufen. Ziel sei es, schon Anfang Juni nach einer Zulassung eine halbe Million Dosen zu bekommen.

+++ 17:45 "Exzellente"-Lage auf Mallorca trotz Oster-Tourismus +++
Der Oster-"Ansturm" von rund 40.000 Besuchern aus Deutschland hat die vergleichsweise sehr gute Corona-Lage auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln vorerst nicht beeinträchtigt. Die Infektionszahlen seien weiterhin relativ gering, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Binnen 24 Stunden seien in der spanischen Mittelmeer-Region insgesamt 38 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und nur ein Todesfall registriert worden. Es waren sechs Neuinfektionen weniger als am Vortag. Die Corona-Ampel, die täglich vom angesehenen balearischen Wirtschaftszirkel unter Einbeziehung aller offiziellen Daten erstellt wird, zeigte derweil auf grün. Die Lage sei "exzellent", hieß es. Völlig risikofrei bleibt eine Reise auf die liebste Insel der Deutschen allerdings nicht. In dem Quarantäne-Hotel unweit der Mallorca-Hauptstadt Palma sind derzeit 27 Urlauber aus Deutschland untergebracht, wie die Behörden am Montagabend bekanntgaben.

+++ 17:17 Kein Schnellverfahren zur bundesweiten Notbremse +++
Die geplante bundesweite Corona-Notbremse soll nicht im Schnellverfahren beschlossen werden. Im Bundestag wollen die Fraktionen einen grundsätzlich möglichen Verzicht auf bestimmte Beratungsfristen nicht erteilen, der einen Parlamentsbeschluss noch in der laufenden Woche ermöglicht hätte. Das wurde aus Fraktionskreisen bekannt. Am Morgen hatte das Bundeskabinett die Bundes-Notbremse auf den Weg gebracht. In allen Kreisen und Städten mit hohen Infektionswerten soll es Einschränkungen geben. Dafür soll das Infektionsschutzgesetz geändert werden. Wie es in den Parlamentskreisen weiter hieß, wurde in den Koalitionsfraktionen von Union und SPD ausreichend Beratungszeit als nötig angesehen. Ansonsten waren demnach vor allem die Fraktionen von AfD und FDP gegen einen Fristverzicht. Nötig wäre dafür eine Zwei-Drittel-Mehrheit auch mit Stimmen der Opposition. Nun ist die erste Beratung im Plenum an diesem Freitag und der Bundestagsbeschluss für Mittwoch kommender Woche geplant.

+++ 16:50 Verband: Rate positiver Corona-Tests steigt weiter +++
Der Anteil positiver Corona-Labortests nimmt in Deutschland laut einem Laborverband weiter zu. Die sogenannte Positivrate bei Tests aus der Woche vom 5. bis 11. April ist auf rund 12,8 Prozent angewachsen, wie aus Daten der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) hervorgeht. Seit Anfang März (6,4 Prozent) ist diese Zahl demnach kontinuierlich gestiegen. "Obwohl derzeit in Deutschland Millionen von Antigentests zum Einsatz kommen, steigt die Zahl der Neuinfektionen weiter an", sagt ALM-Vorständin Nina Beikert. "Das könnte auch daran liegen, dass dann die Schutzmaßnahmen weniger beachtet werden." Die Zahl der ausgewerteten Corona-Tests ist laut ALM von 1,050 Millionen in der Vorwoche auf aktuell 1,002 Millionen gesunken. (ebenso Woche 5. bis 11. April) Die meisten wöchentlichen Tests seit Anfang März waren mit mehr als 1,28 Millionen in der Zeit vom 22. bis 28. März erfasst worden. Die Angaben basieren auf Daten von knapp 180 Laboren und stellen nach ALM-Angaben etwa 90 Prozent des Testgeschehens in Deutschland dar.

+++ 16:29 Kipping: Corona-Maßnahmen haben "Schlagseite" +++
Die Linken-Abgeordnete Katja Kipping kritisiert ungleiche Behandlungen in der Corona-Krise. Während Lehrkräften das Testen von Schulklassen auferlegt werde, habe die Regierung bei einer Testpflicht für Unternehmen zu lange gehadert, sagt sie im Interview mit ntv.

+++ 15:58 Zahl der freien Intensivbetten sinkt deutlich +++
In Deutschland werden aktuell 4688 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Das sind 26 mehr als noch am Montag, wie aus den aktuellen Daten des Divi-Registers hervorgeht. Von den Betroffenen werden 2666 invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten geht weiter zurück. Es stehen nunmehr 3812 Betten zur Verfügung - ein sprunghafter Rückgang um 421 im Vergleich zum Vortag. Der Anteil der belegten Intensivbetten beträgt nunmehr 85,7 Prozent.

+++ 15:47 Johnson & Johnson verschiebt Auslieferung von Corona-Impfstoff in Europa +++
Wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen verschiebt der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson die Auslieferung seines Corona-Impfstoffs in Europa. "Wir haben die Entscheidung getroffen, die Markteinführung unseres Impfstoffs in Europa aufzuschieben", erklärte der Konzern. Zuvor hatten die US-Gesundheitsbehörden eine Pause bei den Impfungen mit dem J&J-Vakzin empfohlen, nachdem vereinzelte Fälle von seltenen Blutgerinnseln gemeldet worden waren. Die Behörden in den USA haben eine vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson empfohlen, nachdem bei sechs Menschen im Land danach Sinusvenenthrombosen erfasst wurden.

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+++ 15:28 Gesundheitsministerium: Noch keine Entscheidung über Impfstoff von Johnson & Johnson +++
Das Bundesgesundheitsministerium hat noch nicht entschieden, wie es nach den US-Warnungen vor dem Einsatz des Corona-Impfstoffes von Johnson & Johnson vorgehen will. Das sagte ein Ministeriumssprecher. Das Gesundheitsministerium befürworte ein bundesweites Vorgehen, sagte der Sprecher mit Hinweis darauf, dass das Paul-Ehrlich-Institut als zuständige Arzneimittelbehörde ebenfalls eine Bundesbehörde sei. Die US-Gesundheitsbehörden raten zu einer sofortigen Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Mittel von Johnson & Johnson (J&J). Die Arzneimittelbehörde FDA und das Seuchenzentrum CDC verwiesen zur Begründung in einer gemeinsamen Erklärung auf das Auftreten einer seltenen Thromboseart in sechs Fällen.

+++ 15:12 Grenzkontrollen zu Tschechien laufen aus – Experten besorgt wegen Fallzahlen +++
In der Tschechischen Republik blicken Experten besorgt auf die Entwicklung der Fallzahlen. In den vergangenen Wochen zeigten die strikten Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens zwar Wirkung. Seit ein paar Tagen jedoch sinkt die Summe der täglich gemeldeten Neuinfektionen nicht mehr weiter ab. Zuletzt verzeichneten die Behörden des Landes sogar wieder einen leichten Anstieg. Tschechien gilt seit dem 28. März als so genanntes Hochinzidenzgebiet. Allerdings enden nun die eingeführten stationären Grenzkontrollen zu Tschechien. Die Kontrollen sollten mit Ablauf des Mittwochs (14.4) auslaufen und nicht verlängert werden, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. "Die derzeitige Situation ermöglicht es uns, im Rahmen einer intensiven Schleierfahndung, die notwendigen Kontrollmaßnahmen im Grenzraum sicherzustellen", hieß es.

+++ 14:40 Bayern will sich Ende Mai von Impf-Priorisierung lösen +++
Bayern will sich spätestens Ende Mai von der Impf-Priorisierung lösen. Dann soll möglichst schnell allen in Frage kommenden Menschen ein Impfangebot gemacht werden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Einige der 100 Impfzentren in Bayern seien schon jetzt in Priorisierungsstufe 3, so der CSU-Minister weiter. Das heißt, dass ein großer Teil der Mitglieder von Risikogruppen bereits mindestens einmal geimpft ist. Insgesamt habe Bayern bereits mehr als drei Millionen Impfdosen verabreicht. 860.000 Menschen von den 13 Millionen Einwohner hätten vollen Impfschutz.

+++ 14:21 Israel will Geimpften Einreise erlauben +++
Nach Großbritannien stehen bei einem weiteren Impf-Spitzenreiter die Zeichen auf Öffnung. Israel will Touristen, die gegen das Coronavirus geimpft sind, ab Ende Mai die Einreise in das Land gestatten. In einem ersten Schritt soll ab dem 23. Mai Gruppen erlaubt werden, in den Mittelmeerstaat zu reisen, wie das Gesundheits- und das Tourismusministerium mitteilten. Impfnachweise und negative Corona-Tests sind demnach Voraussetzung dafür. Das Land hatte sich nach Beginn der Pandemie praktisch abgeschottet. Das Neun-Millionen-Einwohner-Land setzt seit dem 19. Dezember erfolgreich eine Impfkampagne um. Die Zahl der Neuinfektionen und der schweren Erkrankungen ist stark zurückgegangen. Die Marke von fünf Millionen Zweitimpfungen könnte in wenigen Tagen durchbrochen werden.

+++ 14:01 Bayerisches Kabinett verlängert Lockdown bis 9. Mai +++
Der Lockdown in Bayern wird bis zum 9. Mai verlängert. Darauf hat sich nach Angaben von Staatskanzleichef Florian Herrmann das Kabinett in München geeinigt. Die aktuelle Corona-Infektionsschutzverordnung wäre ansonsten in der Nacht auf nächsten Montag ausgelaufen. Auch die Einreisequarantäneverordnung werde entsprechend verlängert.

+++ 13:44 Berlin gewährt Geimpften mehr Freiheiten +++
Menschen, die gegen Corona geimpft sind, bekommen in Berlin etwas mehr Freiheiten. Sie werden künftig wie Menschen mit einem negativen Test behandelt. Betroffene dürfen demzufolge ohne vorherigen Corona-Test auch abseits des Lebensmittelhandels Einkaufen gehen oder ein Museum besuchen.

+++ 13:27 Thrombose-Fälle in USA: Stopp von J&J-Impfstoff gefordert +++
In den USA fordern die Gesundheitsbehörden einen sofortigen Stopp von Impfungen mit dem Vakzin von Johnson & Johnson. Wie die "New York Times" berichtet, sei es in sechs Fällen innerhalb von zwei Wochen nach der Verabreichung des Wirkstoffs zu Blutgerinnseln gekommen. Bei den Betroffenen handle es sich um Frauen im Alter zwischen 18 und 48 Jahren. Nach offiziellen Angaben sei eine Frau gestorben, eine zweite sei in Nebraska in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert worden. Laut "New York Times" stellen die Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) sowie die US-Gesundheitsbehörde CDC die Verwendung des J&J-Impfstoffs auf Bundesebene ein und fordern die Bundesstaaten auf, dies ebenfalls zu tun, solange die Sicherheit des Vakzins untersucht wird. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 13:06 Eltern erhalten zusätzliche Kinderkrankentage +++
Das Bundeskabinett hat die erneute Erhöhung der Zahl der Kinderkrankentage auf den Weg gebracht. Wegen der Pandemie soll der Anspruch von derzeit 20 auf künftig 30 Tage pro Kind und Elternteil steigen. Die Neuregelung wurde vom Kabinett in Verbindung mit dem Gesetzentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch demnach von 40 auf 60 Tage.

+++ 12:52 Merkel nennt bundesweite Notbremse "überfällig" +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel rechtfertigt die Änderungen am Infektionsschutzgesetz. Die jetzt bundesweit einheitlich geltende Notbremse ab einer Inzidenz von 100 sei "überfällig", sagt Merkel in Berlin. Die Entscheidung sei ein "ebenso wichtiger wie auch dringender Beschluss darüber, wie es in der Corona-Pandemie weitergehen soll". Merkel betont: "Die Lage ist ernst." Zur Impfkampagne äußerte sich die Kanzlerin optimistisch. Sie laufe "Tag für Tag besser". Dadurch "gehen wir dem Licht am Ende des Tunnels mit immer größeren Schritten entgegen". Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 12:40 USA kämpfen gegen regionale Corona-Wellen +++
Die Pandemie ist für die Vereinigten Staaten trotz aller Erfolge an der Impffront offenbar noch lange nicht ausgestanden. Im US-Bundesstaat Michigan zum Beispiel sehen sich die Behörden Mitte April mit einer weiteren Infektionswelle konfrontiert, die das Ausmaß der bisher schwersten Phasen vor Ort sogar noch überschreiten könnte. In der zentral gelegenen Region an den großen Seen stiegen die Fallzahlen bis vor Kurzem kräftig an. Zuletzt wurden allein in Michigan binnen eines Tages mehr 10.000 Neuinfektionen verzeichnet. In dem Bundesstaat leben rund 9,9 Millionen Einwohner, größte Metropole ist Detroit.

+++ 12:13 Heil: Lücke bei Tests in Betrieben ist zu groß +++
Die Verpflichtung der Arbeitgeber, ihren Präsenzbeschäftigten mindestens einmal pro Woche einen Corona-Test anzubieten, wird nach Worten von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil in der nächsten Woche in Kraft treten. Er habe die Verordnung auf den Weg gebracht, sagt der SPD-Politiker. Vier von zehn Beschäftigten bekämen derzeit kein Testangebot. "Diese Lücke ist zu groß", sagt Heil. "Die Erwartung an Beschäftigte ist: Nehmt Testangebote an!" Mit der Verordnung werden weitere Corona-Arbeitsschutzregeln bis Ende Juni verlängert. Dazu zählt auch, dass Arbeitgeber Homeoffice ermöglichen müssen, wenn ein Arbeitsplatz dafür grundsätzlich geeignet ist.

+++ 11:58 Deutschland kommt beim Impfen nur gemächlich voran +++
Die Zahl der täglich eingesetzten Impfdosen steigt in Deutschland weiterhin nur langsam an. Wie aus den aktuellen Daten des RKI-Impfquoten-Monitoring hervorgeht, wurden zu Wochenbeginn insgesamt 399.891 Impfungen verabreicht. Davon entfielen rund 326.000 auf Erstimpfungen und knapp 74.000 auf Zweitimpfungen. Der Effekt der Hausarztimpfungen fällt damit zumindest zu Wochenbeginn deutlich schwächer aus als zuletzt. Am Donnerstag vergangener Woche konnten dank der Ausweitung der Impfbemühungen auf niedergelassene Mediziner in der Spitze bundesweit fast 724.000 Impfdosen verimpft werden.

+++ 11:39 Kliniken in Sachsen-Anhalt halten Lage für "beherrschbar" +++
Trotz ausgelasteter Intensivbetten in einigen Regionen Sachsen-Anhalts und des beschleunigten Infektionsgeschehens hat die Krankenhausgesellschaft des Landes von einer "beherrschbaren" Situation gesprochen. "Die Lage ist ernst, aber nicht bedrohlich und zudem regional unterschiedlich", teilt eine Sprecherin der Krankenhausgesellschaft mit. Am Montag hatte die Stadt Halle eine Vollauslastung der Intensivbetten vermeldet. Auch der Burgenlandkreis hatte vor Kurzem von voll ausgelasteten Intensivkapazitäten berichtet. Zu Wochenbeginn waren laut Lagebericht des Sozialministeriums in Sachsen-Anhalt 268 Krankenhausbetten für Covid-19-Patienten frei gewesen, 477 waren belegt. An Intensivbetten im Land waren insgesamt 110 frei und 707 belegt.

+++ 11:15 Video: Alter und Übergewicht verringern Impfschutz +++

+++ 10:58 Sachsen als einziges Bundesland komplett über "Notbremse"-Schwelle +++
Die dritte Ansteckungswelle hat Deutschland voll erfasst. Die überwiegende Mehrheit der Regionen verzeichnet mittlerweile ein stark erhöhtes Fallaufkommen. Bundesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit in knapp 80 Prozent der 412 Städte, Landkreise oder Stadtbezirke über der Marke von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Wie aus den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, bewegen sich im Freistaat Sachsen derzeit sogar alle Regionen über der Schwelle zur laut Bund-Länder-Beschluss vereinbarten "Notbremse". Damit ist Sachsen das einzige Bundesland, das vollständig über dieser Marke liegt.

+++ 10:29 Kabinett beschließt "Notbremse" - mit verpflichtenden Testangeboten für Firmen +++
Das Bundeskabinett hat die Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin. Damit müssen sich die Menschen in weiten Teilen Deutschlands auf Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Läden nach bundesweit verbindlichen Vorgaben einstellen. Zudem machte das Kabinett den Weg frei für eine Verordnung des Bundesarbeitsministeriums über verpflichtende Testangebote in Unternehmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:13 Österreichs Gesundheitsminister tritt wegen Überlastung zurück +++
Der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober ist zurückgetreten. In einer "persönlichen Erklärung" gibt er diesen Schritt bekannt. Als Grund nannte er die Überlastung während der Pandemie. "Ich habe in diesen 14 Monaten versucht, alles zu geben", sagt der 60-Jährige. "Ich habe seit 14 Monaten praktisch durchgearbeitet. Ich habe mich dabei ganz offensichtlich überarbeitet." Seit einigen Wochen fühle er sich "nicht mehr voll fit", ihm sei die Kraft ausgegangen. Vor einem Monat habe er einen Kreislaufkollaps erlitten, daraufhin jedoch weitergearbeitet, bis vor einer Woche ein weiterer Kollaps folgte. "Ich bin überarbeitet und ausgepowert", sagt Anschober. "Ich habe gemerkt, da muss ich jetzt für mich eine Notbremse ziehen." Ab Montag solle ein Nachfolger benannt werden, bis dahin werde Vizekanzler Werner Kogler die Vertretung übernehmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:00 Entwurf für bundesweite "Notbremse" sieht Ausgangssperren vor +++
Die Bundesregierung hat sich auf eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes verständigt, mit der eine bundesweit verbindliche "Notbremse" ab einer bestimmten Infektionsrate eingeführt wird. Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die Anzahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen den Schwellenwert von 100, so sollen dort ab dem übernächsten Tag zusätzliche Schutzmaßnahmen gelten, wie aus der ntv.de vorliegenden Kabinettsvorlage hervorgeht. Dazu gehören Ausgangssperren zwischen 21 Uhr und 5 Uhr sowie eine Beschränkung privater Zusammenkünfte auf den jeweiligen Haushalt plus eine weitere Person. Die Vorlage soll am Vormittag vom Kabinett auf den Weg gebracht werden. Sie muss Bundestag und Bundesrat passieren, erfordert aber nicht die Zustimmung der Länderkammer.

+++ 09:47 USA melden mehr als 71.000 Neuinfektionen +++
In den USA sind mindestens 72.286 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Das geht aus den Berechnungen der "New York Times" hervor, auf die sich ntv.de seit Beginn der Pandemie bezieht. Demnach ergibt sich eine Gesamtzahl der Infektionsfälle von 31,29 Millionen. Mindestens 476 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus, insgesamt sind es 562.007. Die USA sind weltweit am stärksten von der Pandemie betroffen, sowohl bei den Infektionen als auch bei den Todesfällen.

+++ 09:23 Alle Briten über 50 Jahre haben Impfangebot erhalten +++
Im Kampf gegen die Pandemie hat die britische Regierung nach eigenen Angaben ihr nächstes Ziel erreicht. Allen über 50-Jährigen sei eine Impfung gegen das Virus angeboten worden, teilt die Regierung mit. Damit kommt die Kampagne etwas schneller voran als geplant. "Wir haben jetzt einen weiteren wichtigen Meilenstein in unserem Impfprogramm erreicht", sagt Premierminister Boris Johnson der Mitteilung zufolge. Schon bald sollen die ersten unter 50-Jährigen geimpft werden. Insgesamt haben im Vereinigten Königreich bisher mehr als 32 Millionen Menschen eine erste Impfung erhalten - das ist deutlich mehr als die Hälfte der Erwachsenen. Gut 7,5 Millionen wurde bereits die für den kompletten Schutznotwendige zweite Dosis gespritzt.

+++ 09:09 Kreise: Bundesweite Corona-Notbremse auf Zielgerade +++
Die Beratungen um bundesweit einheitliche Einschränkungen im Kampf gegen Corona sind nach Gesprächen auch in der Nacht auf der Zielgeraden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagmorgen aus Teilnehmerkreisen. Das Kabinett will eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschließen, die bundesweit einheitliche Auflagen für Gebiete mit hohen Infektionszahlen festlegt. Sie sollen greifen, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz über 100 liegt, also binnen einer Woche mehr als 100 Neuinfizierte auf 100.000 Einwohner kommen.

+++ 08:51 325 deutsche Regionen über Notbremse-Schwelle +++
In Deutschland befinden sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 325 Regionen über der Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Das sind 20 mehr als noch am Vortag. Damit bewegen sich aktuell 78,9 Prozent aller deutschen Regionen auf oder über der Notbremse-Schwelle von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

+++ 08:33 England startet Verimpfung von Moderna +++
England beginnt am heutigen Dienstag mit der Verimpfung von Moderna. An mehr als 20 Impfzentren soll der dritte dann in England zur Verfügung stehende Impfstoff zunächst zum Einsatz kommen, teilt der Nationale Gesundheitsdienst mit. In Wales wird das Moderna-Mittel bereits seit letzter Woche verabreicht. Andere Teile Großbritanniens sollten in den kommenden Tagen folgen.

+++ 08:06 Scholz: Firmen erhalten keine Erstattung für Corona-Tests +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz stellt Unternehmen für regelmäßige Corona-Tests keine Kompensation in Aussicht. Da sei nun eine nationale Kraftanstrengung der Firmen nötig. "Da müssen alle mitmachen", sagt der SPD-Kanzlerkandidat im "Deutschlandfunk". Die Verpflichtung, Mitarbeitern in Büros und Fabriken regelmäßige Tests anzubieten, sei richtig. Die angestrebte Marke, dass dies mindestens 90 Prozent machten, sei bisher nicht erreicht worden. "Den Übrigen helfen wir jetzt mit einer Verordnung." Es werde dabei eine Dokumentationspflicht für bestellte Tests geben. Die Verordnung gelte nicht nur für private Firmen, sondern auch den öffentlichen Dienst. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 07:45 Variante B.1.1.7: Höhere Viruslast, aber nicht tödlicher +++
Die zunächst in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 ist aktuellen Studien zufolge ansteckender als die ursprüngliche Form, allerdings nicht tödlicher. Zu diesem Schluss kommen Forscher in zwei separaten Studien, die in den Fachmagazinen "The Lancet Infectious Diseases" und "The Lancet Public Health" veröffentlicht wurden. Zuvor hatte es teilweise die Annahme gegeben, die Variante B.1.1.7 sei nicht nur leichter übertragbar als die in Wuhan entdeckte Wildform des Virus, sondern könne auch zu einer höheren Sterblichkeit unter den Patienten führen. Da die Studien beide im vergangenen Winter in London und Südengland durchgeführt wurden, wo sich die Variante B.1.1.7 zu dieser Zeit rapide ausbreitete, hatten die Forscher eine gute Vergleichbarkeit beider Varianten. Allerdings räumen die Wissenschaftler ein, dass zusätzliche Studien nötig seien, um die Erkenntnisse weiter zu bestätigen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 07:18 Indien meldet mehr als 160.000 neue Fälle an einem Tag +++
In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 161.736 Neuinfektionen - so viele wie bislang kein anderes Land an einem Tag. Insgesamt haben sich damit mehr als 13,69 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. 879 weitere Menschen starben mit oder an dem Virus. Insgesamt sind es damit 171.058. Indien weist nach den USA die höchste Infektionszahl weltweit auf.

+++ 06:50 Mehr als 150 Millionen Euro für Lohnfortzahlung in Quarantäne +++
Die Bundesländer haben wegen behördlich angeordneter Quarantäne in der Pandemie bislang Verdienstausfälle in dreistelliger Millionenhöhe erstattet. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den zuständigen Ämtern der Länder hervor. Demnach wurden bislang mindestens 150 Millionen Euro ausgezahlt. Während in etwa in Hessen oder Baden-Württemberg vergleichsweise viel Geld geflossen ist, stauen sich in anderen Ländern die Anträge. Im Falle einer behördlich angeordneten Quarantäne haben Arbeitnehmer Anspruch auf Entschädigung. Diese erhalten sie in den ersten sechs Wochen als Lohnfortzahlung von ihren Arbeitgebern. Diese müssen in Vorleistung gehen und können sich den Betrag anschließend erstatten lassen.

+++ 06:14 Verband: Impfstoffe können schnell auf Mutanten angepasst werden +++
Corona-Impfstoffe können nach Angaben einer Expertin recht schnell auf mutierte Virustypen angepasst werden. "Für die Entwicklung müssen wir zirka sechs bis acht Wochen rechnen", erklärt die Präsidentin des Österreichischen Verbands der Impfstoffhersteller, Renée Gallo-Daniel. Zunächst prüften die Hersteller aber, ob die vorliegenden Impfstoffe gegen die Mutanten wirksam oder zumindest teilweise wirksam sind. Muss ein Impfstoff adaptiert werden, handle es sich um einen neuen Impfstoff, der wieder zugelassen werden müsse, erläutert Gallo-Daniel. Zu klären sei etwa, ob beide Impfstoffe gespritzt werden müssen oder man komplett auf den neuen "umswitcht". Die Umstellung der Produktion dauere ebenfalls einige Wochen.

+++ 05:22 RKI meldet 10.810 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 140,9 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen und 294 neue Todesfälle. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 6885 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle verzeichnet. Zudem könnten die Zahlen der Vorwoche wegen der Schulferien noch nicht vergleichbar mit früheren Werten sein. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt bundesweit bei 140,9. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 136,4 an, vor einer Woche lag sie bei 123. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 04:04 Intensivmediziner erwarten noch im April mehr als 6000 Patienten +++
Angesichts der steigenden Corona-Zahlen erwartet die Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, dass der bisherige Höchststand an Intensivpatienten schneller erreicht wird als erwartet - nämlich noch im April. "Wir müssen davon ausgehen, dass wir deutschlandweit jetzt jeden Tag zwischen 50 und 100 neue Covid-Intensivpatienten aufnehmen müssen", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, der "Augsburger Allgemeinen". "Das heißt, dass wir bereits Ende April die Größenordnung von 6000 und mehr Corona-Intensivpatienten erreichen würden, wie wir sie auf dem Höhepunkt der zweiten Welle hatten." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 02:51 WHO besorgt über weltweiten Anstieg der Infektionszahlen +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich besorgt über den weltweiten Anstieg der Infektionszahlen und fordert eine konsequente Umsetzung der Schutzmaßnahmen. "Wir sind gerade an einem kritischen Punkt der Pandemie", sagt die WHO-Corona-Expertin Maria Van Kerkhove und verweist auf exponentiell ansteigende Infektionszahlen. "Das ist nicht die Situation, in der wir 16 Monate nach Beginn einer Pandemie sein wollen, wenn wir wirksame Kontrollmaßnahmen haben." In der vergangenen Woche sei die Zahl der Neuinfektionen weltweit um neun Prozent gestiegen, sagt Van Kerkhove. Die Zahl der Todesfälle habe um fünf Prozent zugenommen.

+++ 01:42 Russland beschränkt Flugverkehr mit Türkei +++
Russland will für anderthalb Monate den Luftverkehr mit der Türkei stark einschränken. Die neuen Regelungen sollen von Donnerstag an gelten, wie Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa der Nachrichtenagentur Interfax zufolge ankündigt. Offiziell begründet wird der Schritt mit der gestiegenen Zahl von Corona-Fällen in der Türkei. Dort gab es zuletzt täglich mehr als 50.000 Neuinfektionen - bei ähnlich vielen Einwohnern wie in Deutschland, wo am Montag 13.245 neue Fälle gemeldet wurden. Russlands oberste Amtsärztin Anna Popowa sagt, 80 Prozent der ins Land gebrachten Corona-Fälle stammten von Menschen, die vorher in der Türkei gewesen seien.

+++ 00:43 Spahn: Mehr als 15.000 Teststellen in Deutschland +++
In Deutschland existieren mehr als 15.000 Teststellen für kostenlose Corona-Tests. Das sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der "Welt" nach einer Umfrage seines Ressorts in den Ländern. "Das gibt uns mehr Sicherheit in dieser schwierigen Phase der Pandemie." Der Bund hatte Anfang März die Finanzierung der Tests übernommen, Länder und Kommunen waren für die Einrichtung der Stellen zuständig. Sie umfassen etwa Testzentren und Apotheken. Die meisten gibt es dem Bericht zufolge mit 5776 im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen (Stand 8. April). Im bundesweiten Durchschnitt sind es 37 Teststellen pro Landkreis oder kreisfreier Stadt.

+++ 23:39 Bulgarien lockert Beschränkungen +++
In Bulgarien darf die Gastronomie seit Montag Innenbereiche wieder öffnen, die zur Bekämpfung einer dritten Corona-Welle vor drei Wochen geschlossen wurden. Allerdings darf in Restaurants und Cafés sicherheitshalber nur die Hälfte der Plätze besetzt werden. Außerhalb werden Kunden schon seit Anfang April wieder bedient. Zudem sind auch große Supermärkte nun wieder geöffnet. Wegen der dritten Corona-Welle war in Bulgarien am 22. März ein Teil-Lockdown verhängt worden. In dieser Woche sollen stufenweise mehrere Einschränkungen aufgehoben werden. Einkaufszentren sollen am Donnerstag wieder öffnen. Das EU-Land verzeichnete zum 8. April mit 635 Neuansteckungen pro 100.000 Menschen binnen zwei Wochen einen Rückgang bei den Corona-Neufällen.

+++ 22:15 Schwesig will Sputnik V für MV sichern +++
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig von der SPD hat angekündigt, dass ihr Kabinett am Dienstag über die Option zur Sicherung des russischen Corona-Impfstoffes Spuntik V entscheiden werde. "Diese Option soll fällig werden, sobald der Impfstoff eine Zulassung für Deutschland und Europa erhält", sagt sie einer Mitteilung zufolge. Bereits zuvor hatte CDU-Gesundheitsminister Harry Glawe angekündigt, dass sich das Land eine Option auf eine Million dieser Impfdosen sichert.

+++ 21:51 New York eröffnet Impfzentrum am Broadway für Kulturszene +++
Ein eigenes Impfzentrum am New Yorker Broadway soll der berühmten Theater- und Musicalszene der Weltmetropole aus der Pandemie helfen. Heute eröffnete Bürgermeister Bill de Blasio zusammen mit Lin-Manuel Miranda, dem Erschaffer des Hitmusicals "Hamilton", das Zentrum mitten im Theaterviertel von Manhattan. Es habe eine Kapazität von rund 1500 Impfungen pro Tag und beschäftige auch rund 80 bis 100 zuvor Arbeitslose aus der Showbranche, hatte die Branchenseite "Broadwayworld" berichtet. Das Angebot solle vor allem bei Theater-Gewerkschaften und Hilfsorganisationen beworben werden und bevorzugt Menschen aus der Kreativbranche beim Impfen, heißt es weiter.

+++ 21:32 27 deutsche Urlauber derzeit im "Corona-Hotel" auf Mallorca untergebracht +++
In dem Quarantäne-Hotel auf Mallorca sind aktuell 27 Urlauber aus Deutschland untergebracht. Besucher, die auf der spanischen Urlaubsinsel positiv auf das Virus getestet wurden, absolvieren dort allein oder zusammen mit ihren jeweiligen Reisebegleitern die vorgeschriebene Isolierung, die mindestens zehn Tage beträgt, wie regionale Medien unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden der Balearen berichten. Neben den Besuchern aus Deutschland seien in dem Hotel derzeit auch drei weitere ausländische Touristen sowie fünf Bewohner der Insel untergebracht, die nicht anderswo in Quarantäne gesetzt werden könnten. Wie viele der 27 Urlauber aus Deutschland positiv getestet worden sind, hätten die Behörden nicht sagen können, berichten die "Mallorca Zeitung" und das "Mallorca Magazin". Das Kongresshotel Meliá Palma Bay wurde von der Balearen-Regierung als "Corona-Hotel" unter Vertrag genommen. Die Kosten für die Unterbringung der dort isolierten Gäste übernimmt die spanische Region. Besucher, die auf Mallorca positiv getestet werden, dürfen allerdings auf eigene Kosten auch in ihrem Hotel, im Ferienhaus oder der eigenen Immobilie die Quarantäne absitzen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 21:02 15 Bundesländer liegen über 100er-Grenze, zwei sogar über 200 +++
Bei der 7-Tage-Inzidenz-Entwicklung liegt wie am Vortag nur ein Bundesland unter dem 100er-Grenzwert, ab dem die Notbremse in Kraft treten soll. Schleswig-Holstein registriert eine Inzidenz von 70,3 und liegt damit deutlich darunter. 14 von 16 Bundesländern melden heute steigende Werte. Sachsen ist nun das zweite Bundesland, das einen Wert über 200 verzeichnet.

Thüringen hat die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner gemeldet. Die meisten aktiven Fälle je 100.000 Einwohner weist ebenfalls Thüringen auf vor Hamburg und Sachsen. Bundesweit liegt der Wert der aktiven Fälle je 100.000 Einwohner seit Sonntag bei über 300.

+++ 20:47 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 10.803 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.016.451 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 10.803 neue Fälle hinzu. Montag der Vorwoche war ein Feiertag, daher ist ein Vergleich nicht möglich. Allerdings ist es der höchste Montagswert seit dem 11. Januar. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 138 auf 78.571. Als aktuell infiziert gelten rund 251.272 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,29 angegeben (Vortag: 1,22). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 129 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,09 (Vortag: 1,08). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4662 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2662 davon werden beatmet. Rund 4233 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, jpe/chf/dpa/AFP/rts/DJ

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