Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:58 Günther: Kanzlerin "extrem tief" im Thema +++

Mehr als sieben Stunden haben die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten getagt, bevor sie am späten Abend ihre Beschlüsse präsentierten. Dass die Debatte so lange dauerte, lag laut Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther auch am Beratungsbedarf von Angela Merkel. Die Kanzlerin sei sich "nicht zu schade dafür, in jeder Detaildiskussion nicht nur eine Meinung zu haben, sondern auch in allen Themen extrem tief drin zu sein", sagte Günther. Damit habe sie auch "persönlichen Anteil" daran, dass sehr lange diskutiert werde.

Wie die Kanzlerin danach die Beschlüsse erklärte, sehen Sie hier:

+++ 23:01 Opposition unzufrieden mit Bund-Länder-Beschlüssen +++
Die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels zu den Corona-Maßnahmen sind bei der Opposition auf Kritik gestoßen. Sie ließen soziale Aspekte der Pandemie außer Acht, kritisierte Linken-Parlamentsgeschäftsführer Jan Korte. "Der nächste Corona-Gipfel muss ein Sozialgipfel sein." Er erneuerte die Forderung seiner Partei nach finanzieller Unterstützung für den Erwerb medizinischer Masken, deren Tragen nun verpflichtend für Geschäfte und Nahverkehr vorgeschrieben wird. "Wenn man den sozialen Status am Schutzgrad der Maske erkennt, läuft etwas gewaltig schief im Land", erklärte Korte. FDP-Fraktionsvize Michael Theurer warf Bund und Ländern Aktionismus vor. "Die letzte Verschärfung ist erst vor acht Tagen wirksam geworden", erklärte er. Nach einem derart kurzen Zeitraum könne "unmöglich die Wirksamkeit der Maßnahmen" abgeschätzt werden, kritisierte er.

+++ 22:46 Merkel hält Inzidenz von 50 bis Mitte Februar für erreichbar +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hält es nach den Beschlüssen des Corona-Gipfels für möglich, bis Mitte Februar in Deutschland die angestrebte Sieben-Tage-Inzidenz von maximal 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu erreichen. Es sei nicht richtig zu sagen, dieses Ziel liege außerhalb der Reichweite, sagte Merkel. "Wir würden es nicht beschließen, wenn man sagen würde, es hat überhaupt gar keine Chance." Die aktuelle Gefahr liege vor allem in der Virusmutante, die als stärker ansteckend gilt, sagte Merkel. Die zur Beratung hinzugezogenen Wissenschaftler hätten am Montag erläutert, dass bei einer sehr frühen Eindämmung der Mutante die Chance bestehe, im Februar die 50er Inzidenz zu erreichen.

+++ 22:28 Bundesländer melden 1163 Corona-Todesfälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.062.857 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.917 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 1163 auf 48.449. Das ist bislang der zweithöchste Wert nach den gemeldeten Daten der Bundesländer. Am Dienstag vergangene Woche waren es 998 Corona-Tote gewesen. Als aktuell infiziert gelten rund 289.935 Personen.

*Datenschutz

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,87 angegeben (Vortag: 1,01). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 87 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,87 (Vortag: 0,89).

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 22:18 Insolvenzantragspflicht bis Ende April ausgesetzt +++
Bund und Länder wollen die Insolvenzantragspflicht über Ende Januar hinaus für drei weitere Monate aussetzen. "Die Insolvenzantragspflicht für Geschäftsleiter von Unternehmen, die einen Anspruch auf die Gewährung finanzieller Hilfeleistungen im Rahmen staatlicher Hilfsprogramme zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie haben und rechtzeitig einen entsprechenden, aussichtsreichen Antrag gestellt haben, wird bis Ende April ausgesetzt", heißt es im Beschluss.

+++ 22:06 Merkel rechtfertigt längere Schließung von Schulen +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt sich im Streit um verlängerte Schulschließungen bis zum 14. Februar durch. Darüber sei lange gerungen worden, und alle seien sich bewusst, dass dies "unglaubliche Einschränkungen" seien, sagt Merkel. Aber es gebe ernsthafte Hinweise, dass die mutierte Form des Virus, die aus Großbritannien stammt und auch schon in Deutschland nachgewiesen wurde, sich stärker bei Kindern und Jugendlichen verbreite. "Und das müssen wir auch ernst nehmen."

+++ 21:56 Merkel: Mutiertes Virus ist ernsthafte Gefahr +++
Nach mehr als sieben Stunden haben Bundesregierung und die Ministerpräsidenten ihre Beratungen zu schärferen Corona-Maßnahmen beendet. Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet die anschließende Pressekonferenz mit Optimismus. Die Zahlen der Neuinfektionen gingen zurück. "Sie machen uns Mut." Es spreche alles dafür, dass die harten Einschnitte der vergangenen Wochen sich auszahlten, sagt Merkel. Gleichzeitig betont sie aber auch, dass das mutierte Virus eine ernsthafte Gefahr sei

+++ 21:28 Kleine Krisenrunde mit Merkel, Müller, Söder und Scholz +++
Nachdem die Beratungen zwischen Bund und Ländern wegen des Streitthemas Schulschließungen stagniert sind, wird derzeit nach Lösungen für eine Einigung gesucht. Dafür sitzt Kanzlerin Angela Merkel mit dem Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller, seinem Stellvertreter und CSU-Chef Markus Söder und Bundesfinanzminister Olaf Scholz in kleiner Runde zusammen.

+++ 21:00 Streit zwischen Merkel und Schwesig über Schulschließungen - Beratungen kurzzeitig unterbrochen +++
Streitpunkt Schulschließungen: Bei den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs ist es laut Berichten zu einer hitzigen Diskussion über den Umgang mit Schulen und Kitas gekommen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, gab es einen Streit Merkels mit der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig. Nach Informationen von ntv wurde daraufhin bei den Beratungen erst einmal eine Pause eingelegt. Zwar sei man sich mittlerweile einig, dass die Schulen bis zum 14. Februar geschlossen bleiben, heißt es aus Teilnehmerkreisen. Aber es gebe Differenzen, ob die Auslegung restriktiv genug sei. Merkel und Kanzleramtschef Helge Braun haben mehrfach gewarnt, dass auch Schulen zur Ausbreitung von Infektionen beitrügen, was gerade angesichts der Mutationen gefährlich sei.

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+++ 20:32 70.000 Arbeitslose aus Tourismusbranche in Österreich+++
Die Corona-Krise hinterlässt immer tiefere Spuren in Österreichs Tourismus. Die mehr als 70.000 Arbeitslosen in der Branche entsprächen einem Anteil von etwa 16 Prozent an der gesamten Arbeitslosigkeit in Österreich, erklärte Arbeitsminister Martin Kocher. "Das ist sehr hoch." Der wegen des Lockdowns fehlende Saisonstart mache sich bemerkbar. Wichtig sei, gut qualifizierte Mitarbeiter in der Hotellerie und der Gastronomie zu halten, so Tourismusminister Elisabeth Köstinger. "Sehr viele haben die Branche verlassen." Besonders schlimm hat es die Stadthotels erwischt. So verbuchten die Anbieter in Wien 2020 laut Tourismusbüro im Vergleich zum Vorjahr 74 Prozent weniger Übernachtungen. Im Tourismus steht seit November praktisch alles still. Das wird für die Hotels und Gastronomiebetriebe aus derzeitiger Sicht wahrscheinlich bis mindestens Ende Februar so bleiben.

+++ 20:07 EU will lockere Regeln für Staatshilfen bis Ende 2021 verlängern +++
Die EU-Kommission will die gelockerten Regeln zu Staatshilfe für Unternehmen bis Ende des Jahres beibehalten. Dazu gehöre die Möglichkeit weiterer Hilfsgelder, teilt sie mit. Vor einer endgültigen Entscheidung werde man Rücksprache mit den Mitgliedstaaten halten. Die Regeln wurden im März vergangenen Jahres gelockert.

+++ 19:41 FDP-Generalsekretär wirft Merkel Einseitigkeit bei Beratern vor +++
FDP-Generalsekretär Volker Wissing wirft Kanzlerin Angela Merkel vor, sich in der Corona-Pandemie zu einseitig beraten zu lassen. Bei "Bild Live" sagte Wissing: "Der Expertenkreis ist von der Bundeskanzlerin selbst ausgewählt. Es gibt neben diesen Experten aber auch andere, die eine fachliche Expertise haben und ihre Meinung äußern. Es gibt keineswegs eine wissenschaftliche Einheit." Wissing ergänzt: "Ich bin dafür, dass wir Alternativen zu den jetzigen Strategien evaluieren."

+++ 19:23 Busbranche fordert zusätzliche Hilfen +++
Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) fordert zusätzliche finanzielle und strukturelle Hilfsmaßnahmen für die Verkehrsunternehmen in Deutschland. Die neuen Beschlüsse bringen weitere massive Einschränkungen und zielen konkret auf die Reduzierung der Fahrgastzahlen im ÖPNV ab, wie bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard sagt. Die Busunternehmen würden trotz der damit verbundenen Einnahmeausfälle weiterhin ihrer Verantwortung für die Mobilität der Bürger nachkommen. Sie müssten dafür aber fair entschädigt werden - vor allem auch, um Schäden im Gesamtsystem des öffentlichen Personenverkehrs zu verhindern.

+++ 18:40 Maskenpflicht wird verschärft +++
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben sich Bund und Länder auf eine schärfere Maskenpflicht verständigt. In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften sollen künftig medizinische Masken getragen werden müssen, also sogenannte OP-Masken oder etwa FFP2-Masken. Medizinische Masken haben eine höhere Schutzwirkung als Alltagsmasken wie etwa Stoffmasken, wie aus einem Entwurf für ein Beschlusspapier hervorgeht. Dies gilt dem Entwurf zufolge gerade vor dem Hintergrund möglicher besonders ansteckender Mutationen des Coronavirus.

+++ 18:29 Bund und Länder einigen sich auf Vorgaben für Homeoffice +++
Bund und Länder sind sich einig über Vorgaben für mehr Homeoffice in Unternehmen. Demnach müssen Arbeitgeber überall dort, wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen, sofern die Tätigkeiten es zulassen, wie es von Teilnehmern der Beratungen zwischen Bund und Ländern hieß. Dazu werde das Bundesarbeitsministerium eine Verordnung erlassen. Eine Einigung auf ein gesamtes Beschlusspapier gab es aber noch nicht. Angesichts der pandemischen Lage sei auch die weitere Reduzierung von epidemiologisch relevanten Kontakten im beruflichen Kontext erforderlich, hieß es in einem Entwurf für ein Beschlusspapier.

+++ 18:05 Großbritannien verzeichnet so viele Corona-Tote wie noch nie +++
Großbritannien hat einen neuen Höchststand an Coronatoten verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden wurden in dem Land 1610 Todesfälle gemeldet, wie die Gesundheitsbehörde Public Health England mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im vergangenen Frühjahr. Die Anzahl der Neuinfektionen lag mit 33.355 Fällen niedriger als in den vergangenen Tagen. Ein Zeichen dafür, dass die Lockdown-Maßnahmen langsam greifen. Doch ähnlich wie bei den Todesfällen zeigt die Tendenz bei der Zahl der Krankenhauseinweisungen weiterhin nach oben.

Knapp 4000 Fälle wurden zuletzt innerhalb von 24 Stunden gemeldet - die Zahl hinkt den Todesfällen und Infektionen jedoch immer etwas hinterher. Sie stammt vom Freitag vergangener Woche. Die Krankenhäuser sind insbesondere in England unter enormem Druck. Insgesamt gab es im Vereinigten Königreich bisher mehr als 94.000 Sterbefälle, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt wurde. Doch auch diese Zahlen sind nicht ganz aktuell. Berechnungen ergeben, dass in Wahrheit bereits mehr als 108.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sind.

+++ 17:46 Sri Lanker trinken Anti-Corona-Göttertrank +++
Tausende Menschen auf Sri Lanka haben ein angebliches Wundermittel getrunken, das vor Corona schützen soll. Doch inzwischen musste ein Minister, der den Trank wie andere ranghohe Politiker zu sich genommen hatte, ins Krankenhaus. Piyal Nishantha de Silva, der auf dem Inselstaat für Frauen, Kinderentwicklung und Bildung zuständig ist, sagte Reportern und auf Facebook, er habe Corona. Gebraut hatte den Trunk ein einflussreicher sogenannter heiliger Mann, der behauptete, er habe das Rezept dafür von der hinduistischen Göttin der Zerstörung, Kali, erhalten. Der Trunk enthalte Honig, Muskatnuss, Koriander und andere Kräuter und war für umgerechnet gut elf Euro (2500 Rupien) die Flasche erhältlich. Auch Politikern und Ministern habe er eine Kostprobe gegeben. Davon habe selbst Gesundheitsministerin Pavithra Wanniarachchi Gebrauch gemacht - obwohl ihr eigenes Ministerium den Trank nicht als Arzneimittel zugelassen hatte. Dafür kritisierten sie oppositionelle Parlamentsabgeordnete: Sie habe so falsche Hoffnung verbreitet und die Leute ermuntert, in Massen zum heiligen Mann zu gehen.

+++ 17:20 Soldaten und Freiwillige sollen bei Schnelltests in Pflegeheimen helfen +++
Bund und Länder wollen, dass "kurzfristig Bundeswehrsoldaten und im zweiten Schritt Freiwillige" bei umfangreichen Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen helfen. Die Hilfsorganisationen übernähmen die Schulungen, während die kommunalen Spitzenverbände den regionalen Bedarf erfassten, heißt es in Teilnehmerkreisen der laufenden Beratungen. Die Bundesagentur für Arbeit werde die Vermittlung unterstützen. Damit solle sichergestellt werden, dass das Personal in den Heimen mehrmals pro Woche getestet werde ebenso wie alle Besucher der Einrichtungen.

+++ 16:50 Bund und Länder verlängern Lockdown bis 14. Februar +++
Bund und Länder verständigen sich darauf, den zunächst bis Ende Januar befristeten Lockdown bis zum 14. Februar zu verlängern. Für den öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften werde das Tragen einer medizinischen Maske vorgeschrieben, erfährt ntv.de aus laufenden Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder weiter. Zudem sollen Arbeitgeber Möglichkeiten zur weitgehenden Nutzung des Homeoffice einräumen. Private Zusammenkünfte bleiben auf den eigenen Haushalt und eine weitere nicht im Haushalt lebende Person beschränkt.

+++ 16:22 Fast 30 Verdachtsfälle von Corona-Mutationen in Flensburg +++
Die Zahl der Verdachtsfälle von mutierten Coronaviren in Flensburg ist inzwischen auf fast 30 gestiegen. Im Vergleich zum Vortag seien mehrere dazugekommen, sagte Stadtsprecher Clemens Teschendorf. Es handle sich um Laborergebnisse, die an das nationale Konsiliarlabor für Coronaviren an der Charité in Berlin gingen zwecks Bestätigung und Feststellung, um welche Mutationen es sich genau handelt.

+++ 16:04 Dänemark prüft Lockdown-Verlängerung trotz Rückgang der Neuinfektionen +++
Trotz eines Rückgangs der Neuinfektionen prüft Dänemark eine Verlängerung des Lockdowns über Anfang Februar hinaus. Grund sei die rasche Verbreitung der in Großbritannien aufgetretenen und ansteckenderen Varianten des Coronavirus, sagt Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Es bestehe die Gefahr eines exponentiellen Anstiegs der Infektionszahlen, sagt sie vor dem Parlament. Möglicherweise müssten bereits am Dienstag einige Maßnahmen verschärft werden. Dänemark hat zwischen Mitte November und dem 12. Januar 330 Fälle der Variante nachgewiesen. In der zweiten Januar-Woche entfielen sieben Prozent der Positivtests auf die Variante, in der ersten Januar-Woche waren es noch knapp vier Prozent.

+++ 15:39 Serbien verimpft als erstes Land in Europa chinesisches Vakzin +++
Serbien wendet als erstes europäisches Land einen Impfstoff aus China an. Als erste erhalten Hunderte Angehörige des Militärs in Belgrad das Mittel des Herstellers Sinopharm. Vergangene Woche hat Serbien eine Million Dosen des Impfstoffes geliefert bekommen. Auch Polizisten und Lehrer sollen rasch geimpft werden. Im Dezember hatte Serbien begonnen, ältere Menschen in Pflegeheimen und medizinisches Personal zu impfen. Dabei wurden das Vakzin von Biontech und Pfizer sowie das russische Mittel "Sputnik V" gespritzt. In Serbien mit seinen rund sieben Millionen Einwohnern wurden fast 3800 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus und knapp 350.000 Ansteckungsfälle registriert.

+++ 15:21 Indien startet wohl in Kürze Impfstoff-Export +++
Indien könnte Regierungskreisen zufolge am Mittwoch mit dem Export von Impfstoffen beginnen. Das Serum Institute of India (SII), der weltgrößte Impfstoffhersteller, produziert den von Astrazeneca und der Universität Oxford entwickelten Wirkstoff. Die ersten Chargen würden ins Königreich Bhutan und nach Bangladesch gehen, sagt ein mit den Plänen vertraute Person. Der demnach unmittelbar bevorstehende Lieferstart ebnet den Weg für die Versorgung vieler Entwicklungs- und Schwellenländer mit Impfdosen. Auch Brasilien hat in Indien bestellt und hofft auf eine rasche Lieferung.

+++ 15:04 Johnson: Lage trotz weniger Neuinfektionen "sehr ernst" +++
Trotz eines beginnenden Rückgangs der Neuinfektionen in Großbritannien ist die Lage nach Ansicht von Premierminister Boris Johnson weiterhin "sehr ernst". Es bleibe überaus wichtig, dass sich alle an die Regeln halten, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das habe Johnson zu Beginn einer Kabinettssitzung gesagt, erklärt sein Sprecher.

+++ 14:34 Arbeitgeber stellen sich gegen Homeoffice-Verordnung +++
Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) hält nichts von der Homeoffice-Verordnung, die Thema bei den Bund-Länder-Beratungen am Nachmittag ist. Nach dem gemeinsamen Appell des Bundespräsidenten mit DGB und BDA schlage "die Politik in einer Art Ersatzhandlung eine Homeoffice-Bürokratie vor, die in ihrer Wirksamkeit zweifelsfrei hinter dem Handeln der Sozialpartner zurückbleibt". Die BDA sprach von "bürokratischem Aktionismus".

+++ 14:09 "Erstes gutes Zeichen" - Positivrate sinkt auf 10,8 Prozent +++
Der Anteil positiver Corona-Tests in Deutschland ging in der vergangenen Woche nach Daten von Laboren zurück. Im Vergleich zur Vorwoche sei die sogenannte Positivrate um gut ein Fünftel auf 10,8 Prozent gesunken, teilt der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) in Berlin mit. Zeitweise hatte die Rate bei mehr als 16 Prozent gelegen. Je höher die Positivrate bei hohen Fallzahlen ist, desto höher ist schätzungsweise auch die Dunkelziffer. "Das ist ein erstes gutes Zeichen für ein möglicherweise rückläufiges Infektionsgeschehen", erklären die Labormediziner. Das Bild sei allerdings unvollständig. So müssten zum Beispiel auch Ergebnisse von sogenannten Antigen-Schnelltests "dringend" in die Teststatistik einfließen. Die Zahl der durchgeführten Labortests blieb nach Daten von 170 Laboren zwischen 11. und 17. Januar mit rund einer Million ungefähr konstant im Vergleich zur ersten Kalenderwoche. Die teilnehmenden Labore sind laut Verband für 80 bis 90 Prozent der Corona-Tests bundesweit verantwortlich.

+++ 14:02 Bund und Länder streiten um Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen +++
Vor den Gesprächen von Bund und Ländern zur Verlängerung und Verschärfung der Corona-Maßnahmen zeichnet sich ein Streit um mögliche Ausgangsbeschränkungen ab. Eine entsprechende Passage in einer Beschlussvorlage des Bundes steht in einer neueren Version nur noch in Klammern. Dasselbe gilt für die "grundsätzliche" Schließung von Kitas und Schulen bis zum 14. Februar. In beiden Punkten hatte sich Widerstand aus den Ländern abgezeichnet. Unklar ist auch noch, wie Bund und Länder mehr Menschen ins Homeoffice bringen wollen.

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+++ 13:51 2020 starben in Frankreich 7,3 Prozent mehr Menschen als 2019 +++
Die Corona-Pandemie hat in Frankreich großen Einfluss auf die Sterblichkeit. 2020 starben in Frankreich 658.000 Menschen - das sind 7,3 Prozent mehr als 2019, wie das Statistikamt Insee mitteilt. Besonders signifikant sei der Anstieg mit 8,3 Prozent bei den über 65-Jährigen. Zwar sei die Zahl der Sterbefälle in den vergangenen Jahren tendenziell immer gestiegen, aber der Anstieg im Jahr 2020 stehe dazu in keinem Verhältnis. Zudem hat die Pandemie demnach zu einem Verlust von fast fünf Monaten bei der statistischen Lebenserwartung von Frauen und von sechs Monaten bei Männern geführt. Dieser Rückgang sei deutlich größer als 2015, als die Wintergrippe eine bedeutende Todesursache war.

+++ 13:26 Gericht kippt bayerisches Alkoholverbot im öffentlichen Raum +++
Der bayerische Verwaltungsgerichtshof kippt das von der Landesregierung für ganz Bayern verhängte Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Nach dem Infektionsschutzgesetz sei nur an bestimmten öffentlichen Plätzen ein Alkoholverbot vorgesehen, entscheidet das Gericht in München und gibt damit dem Eilantrag einer Privatperson aus Regensburg Recht. Mit dem pauschalen Alkoholverbot in ganz Bayern habe die Landesregierung die Verordnungsermächtigung des Bundesgesetzgebers überschritten.

+++ 13:20 NRW-SPD fordert kostenlose FFP2-Masken +++
Die SPD-Opposition im nordrhein-westfälischen Landtag will alle Bürger des Bundeslandes mit FFP2-Masken auf Staatskosten ausstatten. Die SPD werde am Donnerstag beantragen, dafür eine halbe Milliarde Euro bereit zu stellen, kündigt SPD-Fraktionsvizechefin Lisa-Kristin Kapteinat an. Die Gesundheitsversorgung dürfe nicht vom Einkommen abhängen. "Wir wollen, dass alle Menschen in NRW FFP2-Masken kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Das muss die Landesregierung jetzt sicherstellen - unabhängig davon, ob eine Maskenpflicht für NRW kommt oder nicht."

+++ 12:57 Russischer Impfstoff soll zu 100 Prozent wirksam sein +++
Der zweite russische Impfstoff "EpiVacCorona" erreicht nach Angaben der Gesundheitsbehörden eine 100-prozentige Wirksamkeit. Das zeigten die Ergebnisse klinischer Studien, meldet die russische Nachrichtenagentur Tass. Russland hat im November mit Massentests begonnen. Das Vakzin wurde vom sibirischen Vector-Institut entwickelt. Der erste zugelassene russische Impfstoff "Sputnik V" hat nach offiziellen Angaben laut Zwischenergebnissen eine Wirksamkeit von 92 Prozent. In Russland verzeichnen die Behörden 21.734 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Allein in Moskau sind es 3281 nachgewiesene Ansteckungsfälle. Insgesamt steigt die Zahl der Fälle damit auf mehr als 3,61 Millionen. Das ist weltweit der vierthöchste Wert nach den USA, Indien und Brasilien. Binnen eines Tages starben 586 infizierte Menschen. Die Gesamtzahl der Todesopfer liegt nun bei 66.623.

+++ 12:39 Bartsch: Schärfere Freiheitsbeschränkungen "so nicht hinzunehmen" +++
Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch ist gegen bundesweite Ausgangssperren, wie sie für den heutigen Bund-Länder-Gipfel im Gespräch sind. "Bundesweite Ausgangssperren lehne ich grundsätzlich ab. Alleine die Diskussion schadet uns", sagt er ntv. Im Regionalen sei das möglich, "bei total hohen Inzidenzwerten kann das Sinn geben", so Bartsch. Die derzeit debattierten schärferen Freiheitsbeschränkungen seien "so nicht hinzunehmen" und "undurchsetzbar". Zur möglicherweise geplanten FFP2-Maskenpflicht in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr äußert Bartsch "große Sorgen, wie das dann für diejenigen mit geringen Einkommen wird". Man müsse dann entsprechende Masken kostenlos zur Verfügung stellen.

+++ 12:24 Montgomery fordert Lockdown bis Ende Februar +++
Ratsvorsitzender des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, kritisiert die geplante zweiwöchige Verlängerung des Lockdowns als zu kurz. "Ich persönlich bin für klare Kante und würde sagen, das wird mit Sicherheit bis Ende Februar gehen", sagt er ntv. Es sei eine politische Frage, "ob man alle zwei Wochen über Verlängerung diskutiert oder ob man einmal sagt: 4 Wochen oder 6 Wochen". Die Mitarbeit der Bevölkerung werde umso schwieriger, je öfter man ihnen verspricht, bald ist es vorbei, um es dann doch wieder zu verlängern.

Montgomery spricht sich zudem dafür aus, Firmen zu bestrafen, die ihren Mitarbeitern Homeoffice verweigern, obwohl das möglich wäre. "Ich weiß, dass manche Firmen inzwischen ihren Mitarbeitern Unabkömmlichkeitserklärungen vorlegen und versuchen zu verhindern, dass diese ins Homeoffice gehen." Das sei dumm "und deswegen muss man diese Dummheit bestrafen und muss dagegen vorgehen, wenn es dafür Möglichkeiten gibt".

+++ 12:06 Apotheker erwarten steigende Preise für FFP2-Masken +++
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände rechnet mit steigenden Preisen für FFP2-Masken, sollten Bund und Länder eine flächendeckende Tragepflicht beschließen. "Eine denkbare FFP2-Maskenpflicht für alle Bundesbürgerinnen und -bürger würde eine stark erhöhte Nachfrage bedeuten, die im Markt zu erhöhten Preisen führen könnte", sagt Verbands-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening der "Rheinischen Post". Zugleich stellen sich die Apotheken laut Overwiening auf eine wachsende Maskennachfrage ein. "Bislang haben es die Apotheken in einem großen Kraftakt geschafft, viele Millionen FFP2-Masken für weit mehr als 30 Millionen ältere und chronisch kranke Menschen mit Berechtigungsschein zu beschaffen - und sind zuversichtlich, dies auch weiterhin zu bewältigen", sagt Overwiening.

+++ 11:53 Tourismuswirtschaft fordert Öffnungsperspektive +++
Die Tourismuswirtschaft fordert von Bund und Ländern eine Öffnungsperspektive, wie der Branchenverband BTW erklärt. "Wir erwarten, dass die Politik Bürgern wie Unternehmen schon jetzt Orientierung dazu gibt, wie und unter welchen Bedingungen das öffentliche Leben und damit auch die Freizeit- und Tourismusangebote in Deutschland wieder hochgefahren werden", betont BTW-Generalsekretär Michael Rabe. Er schlägt einen bundesweit verbindlichen Strategieplan vor, in dem die Politik klären soll, ab welchem Inzidenzwert welche Bereiche geschlossen oder wiedereröffnet werden dürfen. "Sie sollte darin aber auch eine verlässliche und umfassende Schnelltest-Strategie vorsehen, durch die man ein Maximum an öffentlichem Leben, Freizeit und Reisen ermöglichen kann."

+++ 11:29 SPD-Länder fordern Änderungen am Gipfel-Entwurf +++
Der Entwurf liegt vor, beschlossen ist das Papier aber noch lange nicht, denn zwischen Bund und Ländern gibt es erhebliche Unstimmigkeiten über die schärferen Corona-Maßnahmen. Die Deutsche Presse-Agentur zitiert aus Teilnehmerkreisen, dass die SPD-Länder eine Reihe von Änderungen an der Beschlussvorlage angemeldet haben. Diskussionen werden vor allem zum Thema Ausgangssperren erwartet. Laut Reuters sehen sie auch die Festlegung von Schulschließungen bis zum 15. Februar kritisch.

Die AfD-Fraktionen in Bundestag und Landesparlamenten fordern derweil ein umgehendes Ende des Lockdowns. Die stellvertretende Bundestagsfraktionsvorsitzende Beatrix von Storch sagte: "Wir müssen die Alten schützen und nicht die Existenz von Millionen Bürgern zerstören. Die Maßnahmen haben keine wissenschaftliche Basis." Sie bezeichnete sie als "rein willkürlich, unverhältnismäßig und wirklichkeitsfremd". Vor allem ältere und besonders gefährdete Menschen gehörten in den Fokus der Schutzmaßnahmen, hieß es weiter.

+++ 11:11 Deutschland erhält mehr Impfdosen aus EU-Bestellung +++
Der deutsche Anteil aus der ersten EU-Impfstoff-Charge der Hersteller Biontech/Pfizer steigt weiter. Das Bundesgesundheitsministerium teilt bei der Beantwortung der SPD-Nachfragen mit, dass Deutschland 64 Millionen Impfdosen erhält. Zunächst war von 55, dann von 60 Millionen Dosen die Rede gewesen. Dies erklärt sich daraus, dass andere EU-Staaten nicht alle ihnen zustehenden Dosen abnehmen. Aus der zweiten Bestellung der EU bei den Unternehmen werde Deutschland "mindestens 35 Millionen" Dosen bekommen. Zudem bemühe sich die Bundesregierung, die bestehende bilaterale Absichtserklärung über eine spätere Lieferung von weiteren 30 Millionen Dosen umzusetzen.

+++ 11:01 Spahn beantwortet SPD-Fragenkatalog +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verteidigt erneut das Vorgehen bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen. Im Sommer habe in Hinblick auf den damaligen Stand der klinischen Studien davon ausgegangen werden können, dass nicht das Präparat von Biontech, sondern der Impfstoff der Firma AstraZeneca bereits 2020 eine Zulassung erhalten könnte, schreibt das Bundesgesundheitsministerium in einer Antwort auf einen Fragenkatalog der SPD. "Tatsächlich war bis November 2020 nicht absehbar, dass die Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffes erst deutlich später als die Zulassung für den Biontech/Pfizer-Impfstoff erfolgen würde", heißt es in dem 30-seitigen Schreiben des Ministeriums. "Deshalb war das Interesse vieler anderer Mitgliedstaaten an dem Impfstoff der Firma Biontech/Pfizer anfangs eher gering ausgeprägt." Um vor diesem Hintergrund überhaupt einen Vertrag für die EU in ausreichender Höhe zu erreichen, habe Deutschland garantiert, bis zu 100 Millionen Impfdosen abzunehmen für den Fall, dass andere Mitgliedstaaten auf ihren Anteil verzichten würden.

+++ 10:46 Grüne kritisieren fehlende Corona-Forschung +++
Der forschungspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Kai Gehring, wirft der Bundesregierung vor, zu wenig für die Erforschung des Coronavirus zu tun. Mit Blick auf die heutigen Beratungen von Bund und Ländern sagt er der Deutschen Presse-Agentur, wenn dort nicht auf Basis eines breitmöglichen Forschungswissens entschieden werden könne, liege das an den wissenschaftspolitischen Versäumnissen der letzten Monate. "Wir wissen nach wie vor noch zu wenig, zum Beispiel über Infektionswege, Ansteckungsrisiken, Mutationen und die Wirksamkeit von Maßnahmen", sagt Gehring. Es verweist auch auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage im Dezember, wonach bisher so gut wie keine Forschungsergebnisse zum Ansteckungsrisiko im öffentlichen Nahverkehr vorliegen.

+++ 10:13 Gericht: Jobcenter muss Schülerin Computer zur Verfügung stellen +++
Einer Schülerin aus einer sozial benachteiligten Familie stehen wegen der Schulschließungen im Lockdown ein Computer und ein Drucker zu. Das entscheidet das Thüringer Landessozialgericht in einem in Erfurt veröffentlichten Urteil. Das Gericht verpflichtet das Jobcenter zur Beschaffung der Geräte, damit die Achtklässlerin während der Pandemie von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen kann. Die Mutter der Schülerin, die Hartz-IV-Leistungen bezieht, hatte beim Jobcenter die Übernahme der Kosten für einen Computer sowie Drucker nebst Zubehör für den Schulunterricht beantragt. Das Jobcenter lehnte dies ebenso ab wie das Sozialgericht Nordhausen.

+++ 09:52 Bund bessert Finanzhilfen nach - mehr Geld, weniger Bürokratie +++
Finanzministerium und Wirtschaftsministerium einigen sich auf Nachbesserungen bei Finanzhilfen für Firmen und Selbstständige. Vorgesehen sind laut Deutscher Presse-Agentur höhere Zuschüsse und einfachere Bedingungen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier sagt dazu im "ntv Frühstart": "Wir werden in den nächsten Wochen, weil es vielen auch schlecht geht und sie verzweifelt auf die Hilfen warten, nochmal in einer zweistelligen Milliardenhöhe helfen müssen und wir wollen, dass es unbürokratischer geschieht. Wir wollen, dass es schneller geschieht." Die Bundesregierung reagiert mit den Nachbesserungen auch auf zunehmende Kritik von Wirtschaftsverbänden, die dem Bund eine schleppende Umsetzung der Hilfen und zu viel Bürokratie vorgeworfen hatten.

+++ 09:29 Entwurf für Bund-Länder-Gipfel: Lockdown bis 15. Februar +++
Die Vorschläge zum heutigen Bund-Länder-Gipfel werden konkreter. So soll der derzeit bestehende Lockdown bis zum 15. Februar verlängert werden, wie aus einem Entwurf des Bundes zu dem Treffen hervorgeht. Kitas und Schulen sollen demnach "grundsätzlich" geschlossen bleiben, Regelungen zum Homeoffice sollen ausgeweitet werden. Zudem ist in dem Papier, das ntv.de vorliegt, von einer Pflicht zum Tragen medizinischer Masken in bestimmten Bereichen die Rede - damit sind OP-Masken und FFP2-Masken gemeint. "Deshalb wird die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften verbindlich auf eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken konkretisiert", heißt es in dem Entwurf. Im Verlauf der Gespräche kann es noch Änderungen geben.

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+++ 08:56 Länder wollen Präsenzpflicht im Büro aufheben +++
Im Mittelpunkt des Bund-Länder-Gipfels stehen laut Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller Maßnahmen zur Durchsetzung von mehr Homeoffice. Nachgeschärft werden müsse deutlich im Wirtschaftsleben, sagt der SPD-Politiker im ZDF, der derzeit der Ministerpräsidentenkonferenz vorsteht. "Das tut richtig weh, weil wir natürlich auch wissen, in welcher Situation die Unternehmen sind." Dass beim ersten Lockdown im März und April deutlich weniger Menschen auf den Straßen gewesen seien als jetzt, zeige aber, dass es noch Spielraum gebe. Die Länder würden vorschlagen, die sogenannte Präsenzpflicht "umzudrehen": Arbeitgeber müssten also begründen, warum ihre Mitarbeiter ins Büro kommen sollen. Bundesweit einheitlichen Ausgangssperren sowie einer Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken erteilt Müller dagegen eine Absage. Die Länder wollten Ausgangssperren je nach Infektionszahlen individuell regeln, und OP-Masken böten auch schon mehr Schutz als einfache Stoffmasken.

+++ 08:37 Altmaier: "Werden noch eine Schippe drauflegen müssen" +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fordert vor dem heutigen Bund-Länder-Gipfel verschärfte Corona-Maßnahmen. "Klar ist: Wir werden noch eine Schippe drauflegen müssen, damit wir die jetzigen ersten Erfolge auch ins Ziel bringen", sagt der CDU-Politiker im "ntv Frühstart". Man habe "alle Maßnahmen auf dem Tisch" - auch Ausgangssperren, wie sie es in Frankreich gebe. Auf die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Ausgangssperren, sagt Altmaier: "Es gibt immer wieder Unverantwortliche, die die Anstrengungen aller übrigen konterkarieren und deshalb muss es möglich sein, dass man auch denen in die Quere kommt und sie daran hindert." Der Minister betont aber, dass noch nicht klar sei, welche weiteren Regeln heute beschlossen würden. Bei den Konferenzen zwischen Bund und Ländern werde "um jede einzelne Maßnahme gerungen".

+++ 08:22 Israel meldet Höchstwerte bei Neuinfektionen und Impfungen +++
Israel, das derzeit die dritte Corona-Welle erlebt, meldet neue Höchststände sowohl bei den Neuinfektionen als auch bei den Impfungen. Erstmals gibt es mehr als 10.000 neue Corona-Fälle - laut Gesundheitsministerium sind es 10.021. Seit knapp zwei Wochen gilt in Israel ein Lockdown mit strikten Einschränkungen. Menschen dürfen die eigenen Häuser oder Wohnungen nur in einem Umkreis von 1000 Metern verlassen. Laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde am Montag zugleich ein Impfrekord erreicht. Wie der Regierungschef via Twitter mitteilt, wurden 186.000 Menschen geimpft. Insgesamt bekamen demnach bislang 2,2 Millionen Menschen eine erste Spritze. Laut Gesundheitsminister Juli Edelstein erhielten 422.000 Menschen bereits eine zweite Dosis. Bis Ende März sollen in Israel im Zuge einer massiven Impfkampagne alle Impfwilligen über 16 Jahren geimpft werden.

+++ 08:04 Lindner lehnt pauschales Ausgangsverbot ab +++
FDP-Chef Christian Lindner ist gegen ein pauschales Ausgangsverbot im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. "Ausgangssperren könnten ein Instrument sein, dort wo wir massiv steigende Fallzahlen haben, die Situation vollkommen aus der Kontrolle ist", sagt er im ARD-"Morgenmagazin". In anderen Regionen, wo die Corona-Fallzahlen niedrig sind, sei das Mittel der Ausgangssperre unverhältnismäßig. "Ich halte die Ausgangssperre, die wirkliche Einschränkung der Freiheit, für ein unverhältnismäßig scharfes Mittel."

+++ 07:46 Japan will keine Impfpflicht für Olympia +++
Japans Regierung will auch ohne Impfungen gegen das Coronavirus die Olympischen Spiele in Tokio im Sommer durchziehen. "Wir erwägen umfassende Maßnahmen, um sichere und geschützte Spiele zu veranstalten, auch ohne dass Impfstoffe zur Bedingung werden", erklärt Regierungssprecher Katsunobu Kato. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, hatte eine Impfpflicht für Athleten schon mehrere Male ausgeschlossen. Die Organisatoren werben aber dafür, dass sich möglichst viele Sportler und andere Tokio-Reisende impfen lassen. An den Spielen ab 23. Juli sollen rund 11.000 Athleten aus aller Welt teilnehmen, hinzu kommen Funktionäre, Helfer und Medienvertreter. Weiterhin offen ist die Frage, ob auch Zuschauer zugelassen werden.

+++ 07:29 Lehrerverbands-Präsident fordert Stufenplan für Schulen +++
Vor den Bund-Länder-Beratungen über weitere Corona-Maßnahmen fordert der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, klare Pläne für die Schulen. Er erwarte, "dass endlich ein an Infektionszahlen gebundener Hygienestufenplan für den Schulbetrieb vorgelegt wird", sagt er der "Rheinischen Post". Dieser müsse regeln, ab welchem Infektionsgeschehen welche Unterrichtsform für welche Altersgruppe möglich sei. Zur Auswahl stünden Präsenzunterricht, Wechselbetrieb oder Distanzunterricht, so Meidinger. "Bei der Rückkehr an die Schulen sollten die Abschlussklassen und die Primarstufe bevorzugt berücksichtigt werden", fordert er. Lehrkräfte müssten zudem frühzeitig geimpft werden.

+++ 06:56 Sollte der Lockdown verschärft werden? +++
Eine deutliche Mehrheit der Deutschen unterstützt eine Verlängerung des Corona-Lockdowns über den 31. Januar hinaus. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprechen sich 40 Prozent sogar für eine Verschärfung der bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aus, weitere 21 Prozent sind für eine Beibehaltung der bisherigen Beschränkungen. Nur 13 Prozent plädieren für ein Ende des Lockdowns, 17 Prozent für eine Lockerung. 8 Prozent machen keine Angaben. Die Zahl der Lockdown-Gegner nimmt damit im Vergleich zu Anfang Januar leicht zu. Damals waren 11 Prozent für eine Abschaffung aller Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus und 17 Prozent für eine Entschärfung.

+++ 06:36 RKI meldet fast 1000 neue Todesfälle - Zahl kann Nachmeldungen enthalten +++
Die deutschen Gesundheitsämter melden dem Robert-Koch-Institut (RKI) 11.369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Außerdem werden 989 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekanntgibt. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.052.028 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der infizierten Menschen, die gestorben sind, steigt auf 47.622. Die Zahl der Genesenen gibt das RKI mit etwa 1.716.200 an.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bei 131,5. Die Zahl sinkt seit einigen Tagen wieder. Die aktuellen Zahlen können Nachmeldungen enthalten - am Vortag hatten manche Bundesländer ihre Daten nur unvollständig oder gar nicht übermittelt.

*Datenschutz

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20:00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 06:22 108-Jährige überlebte Infektion - und bekommt nun Impfung +++

Sie hat eine Corona-Infektion überlebt, nun wurde eine 108-jährige Italienerin als einer der weltweit ältesten Menschen gegen das Corona-Virus geimpft. Fatima Negrini erhielt die Impfung zusammen mit anderen Bewohnern ihres Pflegeheims in Mailand. Die Ankunft des Impfstoffs bedeute für die Bewohner "einen ersten Schritt zur Rückkehr in den friedlichen Alltag", sagte der Sprecher des Heims, Matteo Tessarollo. Wie die 108-Jährige erhielt auch der 90-jährige Holocaust-Überlebende Sami Modiano am Montag in Rom seine erste Impfdosis. Der Regionalpräsident im Latium und Vorsitzende der Demokratischen Partei (PD), Nicola Zingaretti, veröffentlichte ein Foto von Modiano bei Twitter. Es sei "ein Bild des Vertrauens und der Hoffnung für alle", so Zingaretti.

+++ 05:58 Infektiologe: "Noch nicht da, wo wir es uns wünschen" +++
Der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner hält einen strengen Lockdown trotz leicht sinkender Fallzahlen weiter für nötig. "Wir sind noch nicht da, wo wir es uns wünschen", sagt der Chefarzt für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. "Erfreulich ist, dass die Fallzahlen - auch stationär - leicht rückläufig sind. Ich gehe davon aus, dass es ein erster Effekt des Lockdowns ist. Aber wir kommen von einem sehr hohen Niveau." Auch bei sehr optimistischer Schätzung könne die Sieben-Tage-Inzidenz maximal binnen etwa sieben bis zehn Tagen halbiert werden. Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner müsse unter 50 liegen, die aus seiner Sicht anzustrebende Zielmarke sei 25. "Meine Einschätzung ist, dass wir dafür noch vier bis sechs Wochen brauchen und Mitte oder Ende Februar ein Resümee ziehen können", Wendtner.

+++ 05:05 EU-Kommission strebt 70-prozentige Impfquote bis Sommer an +++
Bis zum Sommer sollen laut der EU-Kommission 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union gegen das Coronavirus geimpft sein. Bis März lautet das Zwischenziel, 80 Prozent der Menschen über 80 Jahre und der Beschäftigten im Gesundheitswesen zu immunisieren. Die Ziele sind Teil eines Diskussionspapiers für den EU-Videogipfel am Donnerstag. Dort sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs nach dem Willen von Ratschef Charles Michel auch die Frage erörtern, ob es einen EU-Impfpass und gegebenenfalls damit verbundene Privilegien geben soll.

+++ 04:14 Marburger Bund dringt auf längeren Lockdown +++
Der Ärzteverband Marburger Bund dringt auf eine weitere Verlängerung des Lockdowns, um schwere Corona-Fälle nicht nur auf Intensivstationen abzuwenden. "Die derzeitigen Kontaktbeschränkungen scheinen mehr und mehr zu wirken", sagt die Vorsitzende Susanne Johna. Der eingeschlagene Weg sollte daher vorerst weiter beschritten werden, bis die Infektionszahlen ein beherrschbares Niveau erreicht hätten. "Wir brauchen in den Kliniken weiter dringend eine Entlastung." Gingen die Covid-19-Fälle zurück, helfe das Ärzten, aber auch Patienten mit verschobenen Eingriffen. "Es gibt Tausende von Patienten, die auf Normalstationen und in Ambulanzen behandelt werden und erhebliche Krankheitssymptome aufweisen", so Johna.

+++ 03:43 IW-Chef: "Homeoffice-Pflicht ist Scheindebatte" +++
Der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hält nichts von einer Homeoffice-Pflicht. "Dies ist eine Scheindebatte", sagt er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dass Menschen weiterhin im Büro arbeiten, hänge nicht nur mit den Arbeitsprozessen zusammen, "sondern ebenso mit den Bedingungen der Beschäftigten zu Hause und dem Wunsch nach geordneten Arbeitsmöglichkeiten", sagt er. Die Unternehmen müssten bereits seit langem die Corona-Arbeitsschutzbedingungen beachten. Viele hätten "weitreichend das Homeoffice ermöglicht", so Hüther.

+++ 02:45 Südafrika-Mutante nicht tödlicher, aber ansteckender +++
Die zuerst in Südafrika entdeckte Corona-Mutante ist offenbar nicht tödlicher als die ursprüngliche Form des Virus. Entwarnung gibt es aber nicht: Die neue Variante sei 50 Prozent ansteckender als das ursprüngliche Virus, sagt der südafrikanische Epidemiologe Salim Abdool Karim, der als Mitglied eines Expertengremiums die Regierung berät. Es gebe jedoch "keine Beweise" dafür, dass die mutierte Form auch tödlicher sei, fügt er hinzu. Eine Analyse der landesweit verbreiteten Virus-Cluster ergab, dass sich die Rate der Todesfälle in den Krankenhäusern im Vergleich zur ersten Welle nicht verändert hat. Es wurden aber mehr Menschen eingewiesen. Die mutierte Form des Virus gilt mittlerweile als der dominante Stamm in Südafrika.

+++ 02:01 Verkehrsminister gegen Herunterfahren des ÖPNV +++
Die Verkehrsministerkonferenz (VMK) spricht vor den Bund-Länder-Beratungen eine deutliche Empfehlung gegen das Herunterfahren von Öffentlichem Nahverkehr und Fernverkehr aus. "Mobilität ist auch in der Corona-Krise ein hohes Gut der Daseinsvorsorge, von daher sehen wir ein Herunterfahren des ÖPNV oder Fernverkehrs kritisch", sagt die VMK-Vorsitzende, Bremens Senatorin Maike Schaefer von den Grünen, nach einer Sonderkonferenz. Auf eine Verpflichtung zum Tragen von FFP2-Masken konnten sich die Länderminister nicht einigen. Zu viele Dinge seien ungeklärt. Dazu gehöre die Frage, wie lange man die Masken tragen könne und ob es genügend gäbe.

+++ 01:12 Corona-Maßnahmen: FDP will Gesetz für Parlamentszustimmung +++
Die FDP will die Bundesregierung offenbar per Gesetz dazu verpflichten, die Zustimmung des Bundestags für Corona-Maßnahmen vor Beratungen mit den Bundesländern einzuholen. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland zitiert aus einem entsprechenden Gesetzentwurf der FDP-Bundestagsfraktion: "Kann eine Zustimmung wegen Gefahr im Verzug nicht erlangt werden, ist unverzüglich die nachträgliche Genehmigung durch den Deutschen Bundestag einzuholen", heißt es unter anderem. Die Beschlussvorschläge für die Bund-Länder-Koordination seien gerade in der Corona-Pandemie von größter Bedeutung für das Land und die Grundrechte der Bürger.

+++ 00:32 Südafrika-Mutation im Kreis Gütersloh nachgewiesen +++
In Nordrhein-Westfalen ist erneut die aus Südafrika stammende mutierte Variante B.1.351 des Coronavirus nachgewiesen worden. Betroffen sei eine Familie, die sich bei privatem Kontakt zu Reiserückkehrern aus Südafrika angesteckt habe, teilt der Kreis Gütersloh mit. Die Südafrika-Variante war in der vorigen Woche erstmals in Nordrhein-Westfalen bei einer Familie aus Bottrop nachgewiesen worden. Der Kreis betont, die infizierten Personen seien keine Reiserückkehrer. Die Betroffenen befänden sich in Isolation. Bisher seien keine weiteren Fälle bekannt. Alle Kontaktpersonen seien getestet worden. Der Kreis stehe in Kontakt mit ihnen. Wie viele Menschen sich angesteckt haben, wird nicht mitgeteilt.

+++ 23:51 Neuer Lieferplan: Ab kommende Woche weniger Impfstoff +++
Biontech und Pfizer liefern vorübergehend weniger Impfdosen nach Deutschland aus als ursprünglich geplant. Jetzt liegen genauere Angaben dazu vor. Für diese Woche ist noch eine größere Menge vorgesehen, in der kommenden Woche dann aber weniger. Statt 801.450 entnehmbare Dosen pro Ampulle kommen dann nur 485.550 an. Auch in den Wochen danach soll weniger geliefert werden. Das geht aus einem Lieferplan von Biontech hervor, der der Gesundheitsministerkonferenz der Länder vorgestellt wurde. Für die Woche vom 22. Februar stellt Biontech dann aber insgesamt mehr Impfstoff in Aussicht als bisher geplant. Hintergrund sind Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs, die höhere Produktionskapazitäten schaffen sollen.

+++ 23:07 Brasilien startet Impfkampagne zwei Tage früher als geplant +++
In Brasilien läuft die landesweite Impfkampagne an. Nach Beratungen mit den Gouverneuren sei entschieden worden, zwei Tage früher als geplant mit den Impfungen zu beginnen, sagt Gesundheitsminister Eduardo Pazuello. Alle 27 Bundesstaaten würden nun mit Impfstoff versorgt und könnten dann sofort mit der Verabreichung des Mittels beginnen. Zwei Impfstoffe hatten am Sonntag in Brasilien eine Notfallzulassung erhalten. Die Aufsichtsbehörde Anvisa gab grünes Licht für das vom chinesischen Hersteller Sinovac in Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Institut Butantan entwickelte Mittel Coronavac und das Vakzin des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens Astrazeneca. Vorerst ist aber nur der Coronavac-Impfstoff in Brasilien verfügbar.

+++ 22:29 Kommission liest China und WHO die Leviten +++
Eine unabhängige Untersuchungskommission zur weltweiten Reaktion auf die Pandemie kritisiert die anfänglichen Maßnahmen Chinas und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als schleppend. Die Regierung in Peking hätte im Januar 2020 entschlossener Maßnahmen ergreifen können, erklärt die Expertengruppe, die von der ehemaligen neuseeländischen Ministerpräsidentin Helen Clark und Liberias Ex-Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf geleitet wird. Die WHO hätte demnach ihrerseits nicht bis zum 30. Januar warten sollen, bis sie einen internationalen Notfall ausruft. Ein endgültiger Bericht soll im Mai folgen.

+++ 22:04 Bericht: Expertenrunde warnt Bund und Länder eindringlich vor Mutationen +++
Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten sind am Abend von Experten eindringlich vor der Gefahr der Coronavirus-Mutationen gewarnt worden. Nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen warnen etwa die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann sowie der Helmholtz-Infektionsforscher Michael Meyer-Hermann davor, dass sich die Mutationen auch in Deutschland schnell ausbreiten würden. Deshalb müssten die Infektionszahlen mit harten Maßnahmen schnell nach unten gedrückt werden. Ähnlich argumentiert Rolf Apweiler, Direktor des European Bioinformatics Institute Cambridge. Er warnt, dass die in Großbritannien festgestellte Virus-Variante für sechs- bis achtmal mehr Corona-Fälle im Monat sorge als das herkömmliche Virus. Er fordert einen "scharfen Lockdown", schnelles Impfen und breite Gensequenzierungen zur Erkennung der Virus-Varianten, um die Infektionszahlen schnell zu senken.

+++ 21:38 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 7569 neue Fälle gemeldet - Aussagekraft fragwürdig +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.050.940 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 7569 neue Fälle hinzu. Das ist der niedrigste Wert seit dem 20. Oktober. Ob die geringe Zahl auf Meldeverzögerungen oder einen größeren Wochenendeffekt zurückzuführen ist, lässt sich derzeit nicht bewerten. In mehreren Bundesländern meldeten einzelne Kreise überhaupt keine neuen Infektionen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 465 auf 47.286. Als aktuell infiziert gelten rund 302.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,01 angegeben (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 101 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,89 (Vortag: 0,93). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5003 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2869 davon werden invasiv beatmet. Rund 4865 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, mli/ino/rts/dpa/AFP