Panorama

Razzia in zwei Bundesländern 300 Polizisten spüren Impfpassfälscher auf

265656292.jpg

Beschlagnahmt wurden bei den Durchsuchungen zahlreiche mutmaßlich bestellte und gefälschte Impfpässe, Stempel und Datenträger.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Deutschlandweit gibt es immer mehr Razzien, um Fälschern von Impfpässen auf die Schliche zu kommen. Die Polizei verdächtigt fünf Männer aus dem Raum Hildesheim, Impfzertifikate zu imitieren. Bei Hausdurchsuchungen finden sie nicht nur falsche Pässe.

Zahlreiche Beweismittel im Zusammenhang mit mutmaßlich gefälschten Impfpässen haben Ermittler in Niedersachsen und Hessen beschlagnahmt. Demnach wurden am Morgen insgesamt 24 Wohn- und Gewerbeobjekte durchsucht - rund 300 Polizeikräfte waren im Einsatz, wie die Staatsanwaltschaft Hildesheim mitteilte. Beschlagnahmt wurden unter anderem zahlreiche mutmaßlich bestellte und gefälschte Impfpässe, Stempel und Datenträger.

Die Durchsuchungen wurden den Angaben zufolge überwiegend in Niedersachsen durchgeführt, darunter im Raum Hildesheim, Göttingen sowie Hannover. In Hessen wurde laut einer Sprecherin ein Objekt in der Nähe von Gießen durchsucht. Die Ermittler fanden ebenfalls Waffen, Drogen sowie hochwertige Markenuhren.

Verkauf via Social Media

Die Auswertung der beschlagnahmten Gegenstände sowie die weiteren Ermittlungen dauern laut Staatsanwaltschaft weiter an. Die Ermittlungen richten sich gegen fünf Hauptbeschuldigte aus dem Raum Hildesheim in Niedersachsen im Alter zwischen 21 und 29 Jahren, die falsche Impfpässe hergestellt und verkauft haben sollen.

Der Verkauf der Fälschungen soll vornehmlich über soziale Medien erfolgt sein. "Der Handel mit gefälschten Impfausweisen floriert. Das ist nicht nur schäbig und kriminell, sondern auch richtig gefährlich", sagte Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza laut Mitteilung. Impfungen seien der beste Schutz gegen das Coronavirus. "Wer seinen Impfschutz nur vorgaukelt, gefährdet die Gesundheit seiner Mitmenschen. Daraus auch noch ein Geschäft zu machen, ist wirklich das Allerletzte."

Quelle: ntv.de, lve/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.