Panorama

Rückholflüge aus Marokko geplant 50.000 Europäer noch nicht heimgeholt

109669158.jpg

264 Belgier sind laut dem belgischen Außenminister Goffin bereits auf der Rückreise.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwar sind 90 Prozent der im Ausland gestrandeten EU-Bürger inzwischen wieder in ihrer Heimat, doch noch immer warten 50.000 Menschen auf die Rückkehr nach Europa. Von den Verbliebenden befinden sich Tausende allein in Marokko und warten auf einen Rückflug.

Trotz der größten Rückholaktion in der Geschichte der Europäischen Union sind wegen der Corona-Krise immer noch rund 50.000 EU-Bürger im Ausland gestrandet. Dies geht aus Zahlen hervor, die der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell der Zeitung "Die Welt" nannte.

Ursprünglich seien rund 600.000 EU-Bürger betroffen gewesen. Bis 1. Mai seien mehr als 550.000 zurückgeholt worden, rund 90 Prozent der Betroffenen, sagte Borrell. Allein Deutschland hat nach eigenen Angaben rund 240.000 Menschen nach Hause geholt. Borrell lobte die "einzigartige konsularische Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten". Man werde weiter daran arbeiten, den übrigen zehn Prozent durch Rückholflüge zu helfen.

Betroffen sind unter anderem Europäer in Marokko, das seinen Luftraum geschlossen hatte. Der belgische Außenminister Philippe Goffin teilte mit, dass ein Flug mit 264 Belgiern aus dem nordafrikanischen Land gestartet sei, für dieses Wochenende sei ein zweiter geplant, drei weitere sollten Anfang der Woche folgen.

Die Flüge würden über Casablanca abgewickelt, weil andere Flughäfen geschlossen seien. Bei der belgischen Botschaft in Rabat hätten sich 4500 Menschen mit Rückkehrwunsch gemeldet, darunter 3400 Menschen aus Belgien. Deutschland hatte seine Luftbrücke für Staatsbürger im Ausland offiziell am 24. April abgeschlossen.

Quelle: ntv.de, jru/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.