Panorama

In Säcken am StraßenrandAcht abgetrennte Köpfe in Ecuador entdeckt

15.02.2026, 16:44 Uhr
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Die Sicherheitslage in Ecuador, einem Transitland für Drogen, ist angespannt. (Foto: IMAGO/Agencia Prensa-Independiente)

In Ecuador hat die Bandenkriminalität zugenommen. In der Küstenprovinz Guayas werden nun acht in Säcke gelegte menschliche Köpfe entdeckt. Es ist bereits der zweite derartige Fund in kurzer Zeit.

In Ecuador sind acht abgetrennte menschliche Köpfe in Jutesäcken am Straßenrand entdeckt worden. "Verboten zu stehlen" stand auf Flugblättern am Fundort, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Ermittler gehen nach vorläufigen Angaben von Mord aus und vermuten als Motiv einen Machtkampf zwischen kriminellen Banden um die Kontrolle illegaler Geschäfte.

Die Opfer seien acht bislang nicht identifizierte Männer. Festnahmen habe es noch nicht gegeben. Die Köpfe wurden laut Polizei in einer ländlichen Gegend von Naranjal in der Provinz Guayas an der Pazifikküste des südamerikanischen Landes gefunden. Erst im Januar waren an einem Touristenstrand fünf Köpfe entdeckt worden.

Ecuador befindet sich seit mehreren Jahren in einer schweren Sicherheitskrise. Kriminelle Banden nutzen das Land als wichtigen Umschlagplatz für Kokain, das vor allem über Pazifikhäfen in Richtung USA und Europa geschmuggelt wird.

Ecuador gilt dabei als Transitland für Drogen aus Kolumbien, Bolivien und Peru. Mehrere Gangs kämpfen um Routen und Einflussgebiete des lukrativen Drogengeschäfts. Die Gewalt hat zuletzt deutlich zugenommen.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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