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"Fraudsters" hatte 30.000 Nutzer Admin von Schwarzmarktseite festgenommen

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Seit 2017 ermittelt die Polizei gegen die Seitenbetreiber. (Symbolbild).

(Foto: picture alliance/dpa)

Über die Internetplattform "Fraudsters" handeln Nutzer jahrelang mit Drogen, Medikamenten und gefälschten Urkunden. Nun werden der deutsche Seitenbetreiber und ein Komplize festgenommen. Beiden wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz haben den Administrator von "Fraudsters", einst größter deutschsprachiger digitaler Schwarzmarkt, festgenommen. Dem 34 Jahre alten Hauptverdächtigen aus dem Landkreis Pinneberg werde unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, wie die Ermittler erklärten. Auch der Gründer des Forums, ein 44 Jahre alter Mann aus Sachsen-Anhalt, sei identifiziert. Ihm werde ebenfalls die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Den Angaben zufolge laufen seit Ende 2017 Ermittlungen wegen des sogenannten Underground-Economy-Forums namens "Fraudsters". Über dieses würden häufig illegale Güter und Waren zum Kauf angeboten, etwa Betäubungsmittel, gefälschte Arzneien, gestohlene Daten oder gefälschte Urkunden. Außerdem diente die Seite als Plattform zum Erfahrungsaustausch zur Begehung von Straftaten. Zuletzt seien mehr als 30.000 Nutzer in dem Forum registriert gewesen, sie zahlten mit der Kryptowährung Bitcoin. Bis April sei das Forum auch über das Darknet erreichbar gewesen, erklärten die Ermittler weiter.

Zeitgleich zur Festnahme des Administrators seien zwei Wohnungen im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein und im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt durchsucht worden. Dem Hauptverdächtigen werde auch der dringende Verdacht der Beihilfe in mehr als 1.700 Fällen zu Betäubungsmittelstraftaten, Datenhehlerei, Urkundenfälschung und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz vorgeworfen.

Quelle: n-tv.de, jpe/AFP

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