Kutter steht in FlammenAida-Besatzung rettet Fischer aus Seenot

Auf dem Weg von Kiel nach Bergen empfängt die "Aidanova" einen Notruf. In norwegischen Gewässern birgt die Crew vier Fischer aus einer Rettungsinsel. Im Bordhospital folgt eine Untersuchung. Die Reederei äußert sich erleichtert.
Die Besatzung des Kreuzfahrtschiffs "Aidanova" hat vier Menschen von einem brennenden Fischkutter aufgenommen. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag auf dem Weg von Kiel nach Bergen in norwegischen Gewässern, wie Aida Cruises nun mitteilte. Nach Eingang eines Notrufs habe das Schiff Kurs auf die gemeldete Position im Skagerrak genommen.
Die vier Fischer befanden sich nach Angaben der Reederei bereits in einer Rettungsinsel und konnten sicher und unverletzt an Bord genommen werden. Nach einer routinemäßigen medizinischen Untersuchung im Bordhospital seien sie an Bord betreut worden und mit nach Bergen gereist, wo das Schiff am Montag eintraf.
Bei einem Notfall auf hoher See werden direkt alle Schiffe in der näheren Umgebung kontaktiert. Sie sind nach internationalen Regeln zur Seenotrettung verpflichtet. Neben der "Aidanova" erreichte kurze Zeit später auch die Color-Line-Fähre "Super Speed 1" das brennende Fischerboot, berichtete das Branchenportal "Schiffe und Kreuzfahrten". Zu diesem Zeitpunkt habe die Aida-Crew bereits Rettungsmaßnahmen eingeleitet, sodass das Passagierschiff der Color Line zur regulären Route zwischen Hirtshals und Kristiansand zurückkehren konnte.
"Wir sind erleichtert, dass alle vier Fischer wohlauf sind und gerettet werden konnten", teilte Aida Cruises mit. "Unsere Crew ist für solche Situationen geschult und hat unmittelbar die notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um die Menschen an Bord zu bringen und zu versorgen. Unser besonderer Dank gilt unserer Besatzung sowie allen weiteren Einsatzkräften, die vor Ort an der Rettungsaktion beteiligt waren", erklärte ein Sprecher der Kreuzfahrtschiff-Reederei.
Die "Aidanova" ist mit einer Länge von rund 337 Metern und über 2600 Kabinen für die Beförderung von bis zu 6600 Passagieren ausgelegt.