Panorama

Leipzig auf Platz einsAn diesen Bahnhöfen passieren die meisten Gewalttaten

15.02.2026, 10:32 Uhr
00:00 / 02:00
Polizisten-gehen-im-Leipziger-Hauptbahnhof-Mehrere-Demonstrationen-aus-der-linken-Szene-sind-in-Leipzig-fuer-Samstag-angemeldet-Die-Polizei-plant-einen-Grosseinsatz-Der-saechsische-Verfassungsschutz-rechnet-mit-einer-aufgeheizten-Stimmung-und-schliesst-Stoeraktionen-nicht-aus
Polizisten im Leipziger Hauptbahnhof - 859 Gewaltdelikte wurden dort im vergangenen Jahr gemeldet. (Foto: picture alliance/dpa)

Mehr als 980 Messer- und rund 2200 Sexualdelikte in Bahnhöfen und Zügen werden im vergangenen Jahr laut einem Medienbericht aktenkundig. Die Polizei zählt an zahlreichen Hauptbahnhöfen jeweils Hunderte Gewalttaten.

Der Hauptbahnhof Leipzig war einem Medienbericht zufolge im vergangenen Jahr der Bahnhof mit den meisten Gewaltdelikten in Deutschland. In dem Bahnhof seien im vergangenen Jahr 859 Gewaltdelikte gemeldet worden, berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Zahlen der Bundespolizei. Es folgen die Hauptbahnhöfe in

  • Dortmund mit 735 Gewaltdelikten

  • Berlin mit 654 Gewaltdelikten

  • Köln mit 648 Gewaltdelikten

  • Hannover mit 612 Gewaltdelikten

  • Hamburg mit 580 Gewaltdelikten

  • München mit 553 Gewaltdelikten

  • Nürnberg mit 528 Gewaltdelikten

  • Frankfurt am Main mit 520 Gewaltdelikten

  • Düsseldorf mit 499 Gewaltdelikten

In Bahnhöfen und Zügen in Deutschland seien im vergangenen Jahr mehr als 980 Messer- und rund 2200 Sexualdelikte aktenkundig geworden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf die Zahlen der Bundespolizei. Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter Anfang Februar hatte in Deutschland eine Debatte über die Sicherheit im Bahnverkehr ausgelöst.

Die Deutsche Bahn hatte am Freitag angekündigt, ihre Sicherheitsmaßnahmen auszuweiten. Ein bei einem Bahn-Sicherheitsgipfel beschlossener "Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene" sieht unter anderem den Einsatz von Bodycams vor. Konzern-Chefin Evelyn Palla kündigte zudem die Einstellung von 200 zusätzlichen Kräften bei der DB Sicherheit auf Bahnhöfen an.

Geprüft werden soll daneben im Verbund mit der Politik der Ausbau der Videoüberwachung in Zügen und Bahnhöfen. Die rechtlichen Grundlagen für eine verstärkte und KI-unterstützte Auswertung von Video- und Audioaufzeichnungen zur Früherkennung sollen verbessert werden. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder will sich zudem für den verstärkten Einsatz von Zweierteams bei Fahrkartenkontrollen einsetzen.

Quelle: ntv.de, chl/AFP

GewaltBundespolizeiZugverkehrDeutsche Bahn