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Hubschrauberabsturz bei Buchen Attentat? Augustus-Intelligence-Gründer wurde bedroht

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Wolfgang Haupt wurde 34 Jahre alt.

(Foto: Privat)

Mitte Oktober verunglückt der Gründer des umstrittenen Startups Augustus Intelligence bei einem Hubschrauberabsturz. Einem Medienbericht zufolge erhält Wolfgang Haupt kurz vor seinem Tod Morddrohungen von einem anonymen Anrufer. Es gebe "erste Hinweise auf ein mögliches Attentat".

Der vor Kurzem bei einem Helikopterabsturz im Odenwald verstorbene Augustus-Intelligence-Gründer Wolfgang Haupt soll Wochen vor seinem Tod Morddrohungen erhalten haben. Das berichtet der "Focus" unter Berufung auf Angehörige und Mitarbeiter des 34-Jährigen. Demnach sei Haupt mehrmals von einem anonymen Anrufer mit arabischem Akzent "massive Gewalt" angedroht worden.

Wie das Nachrichtenmagazin weiter schreibt, liefere die Absturzstelle bei Buchen in Baden-Württemberg "erste Hinweise auf ein mögliches Attentat". Spaziergänger hätten gegen 13 Uhr gesehen, wie der Hubschrauber nach einem sehr lauten Knall in ein Waldstück stürzte. Die Leichenteile von Haupt und zwei weiteren Passagieren seien im Radius von mehr als 200 Metern verstreut gefunden worden.

Zwei weitere Tote an Bord

Experten der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung wollten nun klären, ob es in der Luft eine vorsätzlich herbeigeführte Detonation gegeben habe, schreibt der "Focus" weiter. "Wir ermitteln in alle Richtungen", wird Florian Sommer von der Staatsanwaltschaft Mosbach zitiert.

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Bei dem Hubschrauberabsturz am 17. Oktober befanden sich neben Wolfgang Haupt auch der Chef einer Entsorgungsfirma und dessen 18-jähriger Sohn, ein Mitglied der Jungen Union, an Bord. Sie kamen ebenfalls ums Leben.

Augustus Intelligence war im vergangenen Juni durch die Lobbyismus-Affäre um Philipp Amthor bekannt geworden. Der CDU-Jungpolitiker hatte beim Bundeswirtschaftsministerium für das Unternehmen geworben und erhielt dort einen Direktorenposten. Nach Bekanntwerden seiner Tätigkeit trat Amthor von seiner Funktion beim KI-Startup zurück. Im April dieses Jahres stellte Augustus Intelligence vor einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware Antrag auf Insolvenz. Das Unternehmen sprach in einer Stellungnahme von einem "bedrohlich niedrigen" Bargeldbestand.

Quelle: ntv.de, lpe

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