Panorama

Wegen möglicher Nebenwirkungen Auch Irland setzt Astrazeneca-Impfung aus

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Zuerst hatte Dänemark Impfungen mit Astrazeneca ausgesetzt.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Media)

Nach vereinzelten Fällen von Blutgerinnseln bei Astrazeneca-Geimpften setzen einige Länder den Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens aus. Nun pausiert auch Irland vorerst bei der Verimpfung des Vakzins. Es bestehen jedoch Zweifel, ob die Todesfälle mit der Impfung zusammenhängen.

Auch Irland setzt die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen aus. Das für Impfungen zuständige Beratungskomitee NIAC empfahl die Impfungen vorübergehend zu stoppen, wie der stellvertretende Chef der irischen Gesundheitsbehörde, Ronan Glynn, mitteilte. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die nach einem Bericht der norwegischen Arzneimittelbehörde über vier neue Fälle von Blutgerinnseln bei Geimpften ergriffen worden sei.

Zuerst hatte Dänemark die Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers ausgesetzt. Die dänische Gesundheitsbehörde verwies auf Berichte über schwere Fälle von Blutgerinnseln bei Geimpften. Es sei allerdings noch nicht abschließend geklärt, ob es einen Zusammenhang zwischen den Impfungen und den Gerinnungsstörungen gebe. Später verkündeten auch Norwegen, Island und Bulgarien die Aussetzung der Impfungen mit Astrazeneca.

Noch kein Zusammenhang mit Impfung nachgewiesen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) traten den Zweifeln an der Sicherheit des Impfstoffs entgegen. Bislang sei in keinem Fall ein ursächlicher Zusammenhang zwischen einem Todesfall und der Impfung nachgewiesen worden, sagte eine WHO-Sprecherin. Die EMA erklärte, nach bisherigen Erkenntnissen sei "die Zahl der thromboembolischen Ereignisse bei geimpften Menschen nicht höher als in der Allgemeinbevölkerung".

Der Impfstoff von Astrazeneca ist seit Januar in der EU zugelassen. In Deutschland und mehreren anderen europäischen Länder war das Vakzin zunächst nur für Menschen unter 65 Jahren zugelassen worden, weil belastbare Daten für die Wirksamkeit bei älteren Menschen zunächst fehlten. Inzwischen wird der Impfstoff aber auch für Senioren empfohlen.

Quelle: ntv.de, cls/AFP

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