Panorama

Juwelen ziehen in Tresorraum umAusgeraubter Louvre-Museumsbereich öffnet wieder

21.07.2026, 13:43 Uhr
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Die Apollo-Galerie soll wie im 17. Jahrhundert wieder als sogenannte Prunkgalerie genutzt werden. (Foto: picture alliance / SIPA)

Im Oktober gelangen Diebe über einen Lastenaufzug in den Pariser Louvre und stehlen Kronjuwelen. Ab Mitte der Woche ist nun der betroffene Museumsbereich erstmals wieder zugänglich. Die Apollo-Galerie soll ihre ursprüngliche Funktion aus dem 17. Jahrhundert wiedererlangen - ohne Juwelen.

Neun Monate nach dem spektakulären Juwelen-Diebstahl im Pariser Louvre soll der betroffene Museumsbereich nun wieder zu besichtigen sein. Die Apollo-Galerie werde am morgigen Mittwoch wiedereröffnet, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP "aus informierten Kreisen" in der französischen Hauptstadt. Allerdings sollen in der Galerie vorerst keine Juwelen mehr ausgestellt werden.

Für die bei dem Einbruch nicht entwendeten Juwelen soll ein neuer Platz gefunden werden. "Wir werden für sie in einem anderen Teil des Museums einen sicheren Raum einrichten - einen fensterlosen Tresorraum", sagte Museumsdirektor Christophe Leribault der Zeitung "Le Parisien". Dies erfordere umfangreiche Bauarbeiten. Zuvor müsse allerdings noch die Finanzierung geklärt werden. Die Apollo-Galerie selbst soll ihre ursprüngliche Funktion aus dem 17. Jahrhundert wiedererlangen - die einer sogenannten Prunkgalerie, erfuhr AFP.

Bei dem spektakulären Juwelendiebstahl am 19. Oktober 2025 waren vier Männer am helllichten Tage mithilfe eines Lastenaufzugs in die Apollo-Galerie eingedrungen. Sie erbeuteten einen Teil der französischen Kronjuwelen im Materialwert von rund 88 Millionen Euro - der ideelle Verlust ist noch größer. Die mutmaßlichen Täter wurden festgenommen, aber die Beute wurde bis heute nicht gefunden.

Der Einbruch hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt und erhebliche Sicherheitsmängel in dem berühmten Pariser Museum offenbart, das mit Kunstwerken wie der Mona Lisa von Leonardo da Vinci jährlich rund neun Millionen Besucherinnen und Besucher anzieht. Die kritisierte Museumsdirektorin Laurence des Cars musste ihren Hut nehmen, Nachfolger wurde Christophe Leribault, der zuvor das Schloss Versailles geführt hatte.

Quelle: ntv.de, bho/AFP

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