Panorama

Lebenslang für Ali B. BGH bestätigt Urteil im Mordfall Susanna

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Ali B. gestand, Susanna F. im Mai 2018 erwürgt zu haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Mordfall Susanna sorgt im Mai 2018 bundesweit für Entsetzen. Die 14-jährige Schülerin aus Mainz wird von einem abgelehnten Asylbewerber vergewaltigt und erwürgt. Nun steht fest: Ali B. bleibt ein Leben lang hinter Gittern.

Die Verurteilung des Angeklagten im Prozess um die Vergewaltigung und den Mord an der 14-jährigen Mainzer Schülerin Susanna F. ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof verwarf in einem nun veröffentlichten Beschluss eine Revision gegen das Urteil des Landgerichts Wiesbaden. Dies hatte den Iraker Ali B. im Juli 2019 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Das Landgericht stellte in seinem Urteil zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Es entschied auch, die Anordnung der Sicherungsverwahrung nach dem Ende der Haftzeit vorzubehalten. Der zur Tatzeit 21-jährige B. hatte im Prozess gestanden, Susanna im Mai 2018 an einem Bahndamm nahe Wiesbaden erwürgt und verscharrt zu haben. Eine Vergewaltigung stritt er hingegen ab.

Der Fall hatte auch deshalb bundesweit für Aufsehen gesorgt, weil es sich bei B. um einen abgelehnten Asylbewerber handelte. Nach der Tat sprach sich Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür aus, Menschen ohne Bleiberecht konsequenter abzuschieben.

B. setzte sich nach der Tat mit seiner Familie in die Kurdengebiete im Nordirak ab, wo er von Sicherheitskräften festgenommen wurde. In einem zweiten Prozess verurteilte das Landgericht Wiesbaden B. im Oktober wegen der Vergewaltigung einer Elfjährigen zu siebeneinhalb Jahren Haft.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP