Panorama

Neue Infektionen in Kalifornien Bars in Los Angeles müssen erneut schließen

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Bars in Los Angeles müssen ab sofort wieder leer bleiben.

(Foto: imago images/Norbert Schmidt)

Erst vor zehn Tagen durften Bars in Los Angeles wieder öffnen. Doch angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen dreht Kaliforniens Gouverneur Newsom die Zapfhähne der zweitgrößten Stadt der USA jetzt wieder zu.

Angesichts des rasanten Anstiegs der Corona-Infektionsfälle hat Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom erneut die Schließung der Bars in Los Angeles und sechs weiteren Bezirken des US-Westküstenstaats angeordnet. Neben Los Angeles müssen die Bars in Fresno, Imperial, Kern, Kings, San Joaquin und Tulare schließen, wie Newsom auf Twitter mitteilte.

In den sieben betroffenen Bezirken leben etwa 13,5 Millionen Menschen, was etwa einem Drittel der Bevölkerung Kaliforniens entspricht. Die Bars in Los Angeles - der zweitgrößten Stadt der USA - waren erst am 19. Juni wieder geöffnet worden.

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Auch in anderen Teilen der USA wurden wegen der weiterhin starken Ausbreitung des Virus erneut Beschränkungen verhängt. So untersagten die Behörden in Texas und Florida den Ausschank von Alkohol in Bars. Die derzeit am stärksten betroffenen US-Bundesstaaten befinden sich im Süden und Westen der USA. Kritiker machen dafür eine zu rasche Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen verantwortlich.

Republikaner fordern Trump zum Tragen einer Maske auf

Die Vereinigten Staaten sind das mit Abstand von der Pandemie am härtesten betroffene Land der Welt. Mehr als 2,5 Millionen Menschen steckten sich dort mit dem neuartigen Virus an, 125.000 Menschen starben. Mehr und mehr Stimmen im Land fordern wieder stärkere Beschränkungen für das gesamte Land.

Wegen neuer Rekordzahlen bei den Corona-Infektionen wächst auch der Druck auf US-Präsident Donald Trump, mit gutem Beispiel voranzugehen und Schutzmasken zu tragen. Sogar in Trumps eigenem Lager mehren sich die Stimmen, die sich nicht nur für das Tragen von Masken als Schutz gegen das Virus aussprechen, sondern auch vom Präsidenten verlangen, dass er seine Haltung gegenüber dem Mundschutz ändert.

"Es wäre hilfreich, wenn der Präsident von Zeit zu Zeit eine Maske tragen würde", sagte der republikanische Senator Lamar Alexander dem Nachrichtensender CNN. Dies würde dazu beitragen, die Debatte loszuwerden, dass "wenn man für Trump ist, man keine Maske trägt, wenn man gegen Trump ist, man eine trägt".

Unter den Republikanern, die nachdrücklich das Tragen einer Maske fordern, sind der Senator Marco Rubio aus Florida und der Gouverneur Greg Abbott aus Texas. In beiden Bundesstaaten stiegen die Infektionsfälle zuletzt stark an.

Quelle: ntv.de, hny/AFP