Panorama

Abschluss mit EUBiontech liefert 200 Millionen weitere Dosen

17.02.2021, 12:30 Uhr
232062162
Weltweit wollen Biontech und Pfizer in diesem Jahr bis zu zwei Milliarden Impfdosen herstellen. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Im zweiten Quartal wollen Biontech/Pfizer zusätzliche 75 Millionen Dosen ihres Impfstoffs an die Europäische Union liefern. Die Nachbestellung sieht für das komplette Jahr mindestens 200 Millionen weitere Dosen vor. Laut Vertrag besteht auch die Option auf eine größere Menge.

Der Vertrag der Hersteller Biontech und Pfizer mit der Europäischen Union über eine Nachbestellung von bis zu 300 Millionen Dosen Corona-Impfstoff ist endgültig unter Dach und Fach. Die beiden Unternehmen meldeten den Abschluss. Die EU-Kommission hatte die Vereinbarung bereits im Januar bekannt gemacht.

Demnach sollen voraussichtlich in diesem Jahr weitere 200 Millionen Dosen Impfstoff an die EU gehen, davon wiederum 75 Millionen im zweiten Quartal. Darüber hinaus besteht eine Option auf weitere 100 Millionen Dosen. Die Nachbestellung ergänzt den im vergangenen Jahr geschlossenen Vertrag über die Lieferung von 300 Millionen Dosen. Die mögliche Gesamtmenge steigt damit auf 600 Millionen Dosen.

"Mit der neuen Vereinbarung mit der Europäischen Kommission sollten wir jetzt genug Impfstoffdosen liefern können, um mindestens 250 Millionen Europäer vor Ende des Jahres zu impfen", erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla nach Vertragsabschluss. Weltweit wollen Biontech und Pfizer 2021 bis zu zwei Milliarden Impfdosen herstellen.

Coronavirus+ - Überblick international nach verteilten Impfdosen gesamt und je 100 Einwohner, Quelle Our World in Data, OWiD - täglich aktualisiert

Nachdem sie für den Impfstoffmangel in Europa heftig kritisiert wurde, will EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen möglichst schnell angepasste Impfstoffe gegen mutierte Virus-Varianten in großen Mengen zur Verfügung haben. Den Plan will sie am heutigen Mittwoch in Brüssel vorstellen. Nach dpa-Informationen umfasst er im Wesentlichen fünf Punkte: die schnelle Entdeckung der mutierten Viren durch Genom-Sequenzierung, die rasche Anpassung der Corona-Impfstoffe an die Mutanten, die Gründung eines europäischen Netzwerks für klinische Tests, die beschleunigte Zulassung der angepassten Impfstoffe sowie verkürzte Genehmigungsverfahren für neue oder umgewandelte Impfstofffabriken und Hilfen zur raschen Produktionsausweitung.

Quelle: ntv.de, chf/dpa

Corona-ImpfungBiontechPfizerCorona-KriseAstrazenecaEU