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Die HMS Ambush kann abgetaucht die Welt umrunden. Dank modernster Technik stellt das U-Boot unter Wasser neuen Sauerstoff her.
Die HMS Ambush kann abgetaucht die Welt umrunden. Dank modernster Technik stellt das U-Boot unter Wasser neuen Sauerstoff her.(Foto: Crown Copyright 2012)
Donnerstag, 21. Juli 2016

Zusammenstoß vor Gibraltar : Britisches Atom-U-Boot rammt Tankschiff

Die HMS Ambush ist das größte und modernste Atom-U-Boot der britischen Navy. In der Straße von Gibraltar zeigen Crew und Technik allerdings nichts von ihrer vermeintlichen Klasse.

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In der Straße von Gibraltar ist ein britisches Atom-U-Boot mit einem Tankschiff zusammengestoßen. Das britische Verteidigungsministerium teilte mit, der Vorfall mit der HMS Ambush habe sich am Mittwoch gegen 13.30 Uhr Ortszeit ereignet. Das U-Boot der Astute-Klasse habe einige äußere Schäden davongetragen, der Reaktor sei nicht beschädigt. Auch das Tankschiff soll nicht beschädigt worden sein.

Der Zusammenprall passierte demnach während einer Übung in der Meerenge, als das U-Boot abgetaucht war. Das Tankschiff soll nach britischen Medienberichten zu diesem Zeitpunkt ein Containerschiff mit Treibstoff versorgt und den Zusammenstoß nicht bemerkt haben.

Die Royal Navy kündigte weitere Untersuchungen an, um den Vorfall aufzuklären. Zur Begutachtung der Schäden legte das U-Boot im Hafen von Gibraltar an.

Die Astute-Klasse ist die größte U-Boot-Klasse der britischen Navy. Die HMS Ambush  wurde erst 2013 nach zweijährigen Testfahrten offiziell in Betrieb genommen. Das U-Boot ist 97 Meter lang, kostete umgerechnet fast 2 Milliarden Euro und ist mit Torpedos sowie Tomahawk-Raketen ausgerüstet.

Im Jahr 2000 sorgte ein britisches U-Boot in Gibraltar schon einmal für Aufregung. Die HMS Tireless musste im Hafen des britischen Überseegebiets anlegen, nachdem ein Riss in einer Kühlleitung des Reaktors entdeckt worden war. Anwohner in Gibraltar und Südspanien gingen daraufhin aus Angst um ihre Gesundheit auf die Straße.

Quelle: n-tv.de