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Ermittlungen gegen drei Personen Chempark-Explosion: Abfall zu warm gelagert?

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Bei der schweren Explosion mit einem anschließenden Großbrand waren am 27. Juli sieben Menschen ums Leben gekommen.

(Foto: picture alliance/dpa/Chempark/Currenta GmbH)

Wenige Monate nach der Explosion im Leverkusener Chempark ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln gegen drei Personen. Sie sollen bei der Lagerung von Abfall in dem Tank, der schließlich explodierte, ihre Sorgfaltspflicht verletzt haben. Ein Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung besteht.

Fast drei Monate nach der schweren Explosion im Leverkusener Chempark mit sieben Toten hat die Staatsanwaltschaft Köln Ermittlungen gegen drei Beschuldigte aufgenommen. Ermittelt wird wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und des fahrlässigen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei gemeinsam mitteilten. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen bestehe der Verdacht, dass Abfall in einem Tank über der zulässigen Temperatur gelagert wurde.

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Etwa sechs Wochen nach der Explosion fand eine Trauerfeier statt. Nun geht es um die Aufklärung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dadurch könnten sogenannte Selbsterwärmungseffekte eingetreten seien, die erst zu einem Anstieg der Temperatur und des Drucks und schließlich zur Explosion des Tanks geführt haben könnten. Es bestehe der Verdacht, dass sich restliche Abfallflüssigkeiten und Heizöl mit Luft vermischt hätten, wodurch der anschließende Brand entstanden sei.

Die drei Beschuldigten würden verdächtigt, ihre Sorgfaltspflicht verletzt zu haben. Auf Anordnung des Kölner Amtsgerichts seien am Dienstag Betriebsräume der betroffenen Firma sowie die Privaträume von vier Mitarbeitern durchsucht worden. Die für die Ermittlung benötigten Unterlagen seien freiwillig herausgegeben worden. Darüber hinaus wurden den Angaben zufolge Datenträger und Mobiltelefone beschlagnahmt.

Betreiberfirma betont Interesse an der Aufklärung

Die Betreiberfirma Currenta habe "großes Interesse" daran, dass die Ursachen des tragischen Explosionsunglücks vollumfänglich aufgeklärt würden, hieß es in einer Stellungnahme. Das Unternehmen arbeite eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen.

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Die Klärung der Unfallursache werde sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen. "Der Unfall wird so umfassend wie möglich untersucht", erklärte Currenta-Geschäftsführer Wolfgang Homey. "Daraus ziehen wir die notwendigen Konsequenzen für den zukünftigen sicheren Betrieb der Sonderabfallverbrennungsanlage in Bürrig."

Bei der schweren Explosion mit einem anschließenden Großbrand waren am 27. Juli sieben Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden 31 Menschen verletzt. Laut Werksleitung ereignete sich die Explosion im Tanklager der Sondermüllverbrennungsanlage des Chemieparks, in der Produktionsrückstände der dort ansässigen Firmen gesammelt und entsorgt werden.

Quelle: ntv.de, mpe/AFP

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