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Diamantenhändler gestorbenChirurgen verlieren Zulassung nach Tod bei Penisvergrößerung

30.01.2026, 15:40 Uhr
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Ehud Arye Laniado starb während der Vergrößerung seines Penis. (Symbolbild) (Foto: imago images/Addictive Stock)

Ein milliardenschwerer Diamantenhändler stirbt bei einer Penisvergrößerung. Jetzt verlieren die verantwortlichen Chirurgen ihre Zulassung - allerdings nicht wegen des Todes, sondern wegen Unregelmäßigkeiten bezüglich ihrer Approbation.

Nach dem Tod eines Patienten wurde zwei Chirurgen einer französischen Schönheitsklinik die Zulassung entzogen. Im Jahr 2019 verabreichten der Star-Chirurg Guy H. und seine Kollegin dem milliardenschweren Diamantenhändler Ehud Arye Laniado mehrere Injektionen in seinen Penis, um diesen zu vergrößern. Der 65-Jährige starb während der Operation an einem Herzinfarkt. Ein Pariser Gericht sprach die Chirurgen zwar laut "Le Parisien" von der Schuld an Laniados Tod frei, verurteilte sie aber wegen zahlreicher Unregelmäßigkeiten bezüglich ihrer Approbation zu Bewährungs- und Geldstrafen und sprach ein Berufsverbot aus.

Wie der britische "Mirror" berichtet, sei die Pariser Klinik bekannt dafür, wohlhabende Patienten für viel Geld zu operieren. Auch der belgisch-israelische Diamantenhändler Laniado habe sich dort mehrfach im Jahr behandeln lassen. Am Tag seines Todes wurde er außerhalb der Öffnungszeiten behandelt. Die Polizei ermittelte anschließend wegen fahrlässiger Tötung. Die Untersuchung wurde jedoch schnell auf unterlassende Hilfeleistung, Zuwiderhandlung im Umgang mit giftigen Stoffen und illegale Ausübung der Medizin umgestellt.

Laniado verkaufte Diamanten in Millionenhöhe

Ehud Arye Laniado wurde durch seine Geschäfte im Diamantenhandel bekannt. Der später milliardenschwere Unternehmer arbeitete zunächst als Masseur im Hilton Hotel in Tel Aviv, stieg dann ins Diamantengeschäft in Afrika und Antwerpen ein und verkaufte 2015 laut "Bild"-Zeitung den damals pro Karat teuersten Diamanten "Blue Moon" für 48,4 Millionen Dollar (43 Millionen Euro). Gekauft hatte ihn Joseph Lau, ein Milliardär aus Hongkong, der ihn seiner sieben Jahre alten Tochter Josephine schenken wollte.

Neben einem Leben im Luxus mit Immobilien in Monaco und Bel Air, vielen Partys und einflussreichen Kontakten soll Laniado mit seiner Firma "Omega Diamonds" auch in Skandale um Waffenhandel, Geldwäsche und Steuerbetrug verstrickt gewesen sein. Zudem galt er als sehr eitel, was sich offenbar auch in seinem Hang zu Schönheitsoperationen zeigte.

Quelle: ntv.de, akr

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