Panorama

Erster Toter in Japan Corona-Patient verlässt Klinik in Bayern

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Der erste Coronavirus-Patient in Deutschland ist geheilt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Deutschland vermeldet einen ersten Erfolg im Kampf mit dem Coronavirus: Ein Patient ist wieder gesund und darf das Krankenhaus verlassen. Doch ein Ende der Krise ist lange nicht in Sicht - die Zahl der Toten und Infizierten in China steigt sprunghaft.

In Bayern ist zum ersten Mal eine mit dem Coronavirus infizierte Person aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der Webasto-Mitarbeiter sei wieder vollständig gesund und nicht mehr ansteckend, teilte die München Klinik Schwabing mit. Die anderen acht isolierten Patienten seien klinisch stabil und weitgehend symptomfrei. Der Entscheidung waren intensive Gespräche des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Experten unter Beteiligung des Robert-Koch-Instituts vorangegangen.

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Unterdessen ist in Japan erstmals ein Mensch an dem Virus gestorben. Gesundheitsminister Katsunobu Kato sagte, die Tote sei eine mehr als 80 Jahre alte Frau, die in der Präfektur Kanagawa gelebt habe, die an die Hauptstadt Tokio angrenzt. Bei ihr war das Virus erst nach ihrem Tod festgestellt worden. Die Frau lag seit dem 1. Februar im Krankenhaus. Es ist die dritte Person, die außerhalb Chinas an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben ist.

Kreuzfahrtpassagiere dürfen von Bord

Wie der japanische Gesundheitsminister weiter sagte, dürfen ab dem morgigen Freitag einige Menschen das Kreuzfahrtschiff Diamond Princess verlassen, das derzeit im Hafen von Yokohama in Quarantäne liegt. Dabei handle es sich um ältere Passagiere, die unter Vorerkrankungen litten oder Innenkabinen ohne Fenster gebucht hätten, erklärte Kato. Sie sollen an Land in Quarantäne bleiben.

Auf dem Schiff befinden sich ungefähr 3500 Menschen. Mehr als 200 davon sind mit dem Coronavirus infiziert. Etwa 80 Prozent der Passagiere sind japanischen Medienberichten zufolge älter als 60 Jahre, 215 sind älter als 80, elf sogar älter als 90 Jahre.

Japan gehört zu den Ländern, die am stärksten von der Krankheit betroffen sind. Die Regierung in Tokio will zusätzlich etwa 86 Millionen für deren Bekämpfung zur Verfügung stellen.

Olympia soll stattfinden

Ungeachtet der Ausbreitung des Virus will Japan die Olympischen Spiele im Sommer wie geplant austragen. Der Präsident des japanischen Olympischen Komitees, Yoshiro Mori, erklärte, die Sportveranstaltung solle wie geplant im Sommer in Tokio stattfinden. "Ich will betonen, dass nicht über eine Verschiebung oder Absage der Tokioter Spiele nachgedacht wird."

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Ein Ende der Epidemie ist noch lange nicht in Sicht.  Die Zahl der Todesfälle in der besonders stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei ist am Mittwoch um 242 auf 1310 gestiegen. Damit hat sich die Opferzahl im Vergleich zum Vortag mehr als verdoppelt. Zudem wurden 14.840 neue Fälle registriert. Zum Vergleich: mit nur rund einem Zehntel an Neuinfektionen am Vortag von 1638 deutete sich ein Rückgang der Infektionsrate an. Die Gesamtzahl der bekannten Erkrankungen in der Provinz rund um die Stadt Wuhan liegt damit bei 48.208.

Quelle: ntv.de, uzh/rts