Panorama

13,6 Prozent vollständig geimpft Derzeit mehr Zweit- als Erstimpfungen

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Je nach Bundesland variiert die Impfquote.

(Foto: dpa)

Vor wenigen Tagen erst wurden die bisher meisten Impfdosen pro Tag gesetzt: 1,4 Millionen. In den vergangenen zwei Tagen liegt nun der Anteil der Zweitimpfungen über der Hälfte der verabreichten Immunisierungen. Womit nun mehr als 11 Millionen Menschen gegen Covid-19 geschützt sein sollten.

Von den verfügbaren Corona-Impfstoffmengen werden derzeit mehr für Zweitimpfungen als für die erste Spritze verwendet. Dies war erstmals am Donnerstag und Freitag der Fall, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU auf Twitter mitteilte. "Eine erwartete, aber neue Entwicklung", schrieb er dort.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden am Vortag 797.359 Menschen immunisiert, 406.455 davon bekamen ihre zweite Dosis. Damit lag der Anteil der Zweitimpfungen über der Hälfte. Die bisher meisten Impfdosen pro Tag wurden am 12. Mai verabreicht: 1,4 Millionen.

Insgesamt sind nun 13,6 Prozent der Bevölkerung (11,3 Millionen) bereits vollständig geimpft. 39,9 Prozent (33,1 Millionen) haben bisher zumindest eine der Spitzen bekommen. In der Regel sind für den vollen Schutz zwei erforderlich, nur beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 43,9 Prozent, die niedrigste Sachsen mit 34,6. Während das Saarland jedoch auch unter Berücksichtigung der Zweitimpfungen beim Impftempo an der Spitze liegt, läuft die Kampagne laut RKI in Brandenburg am langsamsten. Das Saarland profitiert neben anderen Bundesländern von zusätzlichen Impfstofflieferungen, die es bekommen hatte, weil dort besonders viele Mutationen aufgetreten waren.

"Impfbereitschaft ist sehr hoch"

Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft. Ab 7. Juni soll die Impfpriorisierung in ganz Deutschland aufgehoben werden, in einigen Bundesländern auch schon etwas früher.

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RKI-Präsident Lothar Wieler hatte jüngst die wachsende Impfbereitschaft in der deutschen Bevölkerung positiv gewertet: Laut einer Umfrage des RKI wollen sich 73 Prozent der erwachsenen Befragten auf jeden Fall gegen das Coronavirus impfen lassen, weitere zehn Prozent wollen es eher, sagte Wieler beim Corona-Update in der Bundespressekonferenz. "Die Impfbereitschaft ist sehr hoch." Er bedankte sich bei den Menschen dafür. "Das ist sinnvoll, wirksam und verantwortungsvoll."

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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