Panorama

Auf dem Weg zum Superhotspot Deutschland-Inzidenz nähert sich 200er-Marke

Deutschland ist auf dem Weg, zum Superhotspot zu werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz für die gesamte Bundesrepublik nähert sich der Marke von 200. Zum Wochenbeginn registriert das Robert-Koch-Institut ähnlich hohe Fallzahlen wie am vergangenen Montag.

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 16.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 16.643 neue Ansteckungsfälle erfasst. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg laut RKI binnen eines Tages um 226 auf insgesamt 26.275.

Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen des RKI sonntags und montags in der Regel unter denen anderer Wochentage. Am vergangenen Montag waren die Zahlen allerdings etwas niedriger gewesen als jetzt: Vor einer Woche waren es 16.362 Neuinfektionen und 188 Todesfälle.

Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten RKI-Angaben 1.510.652 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Genesenen liegt bei rund 1.115.400. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrug nach Angaben des Instituts 197,1. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

Anfang Januar wird über weiteres Vorgehen beraten

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Die Anzahl der positiven Testergebnisse bleibt in Deutschland auf einem hohen Level.

(Foto: dpa)

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 1,04 (Vortag: 1,06). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 104 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Seit Mittwoch gilt in ganz Deutschland ein harter Lockdown. Ein Großteil der Geschäfte ist geschlossen. Auch die Schulen und Kitas machten weitgehend dicht. Die Maßnahmen sind vorerst bis zum 10. Januar befristet. Voraussichtlich am 5. Januar wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen beraten.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP/dpa

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