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Neues Leben nach Amoklauf Eltern von David Ali S. sind untergetaucht

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David Ali S. hatte im Juli 2016 neun Menschen erschossen. Anschließend tötete er sich selbst.

(Foto: dpa)

Die bayerische Polizei nimmt die Eltern des Münchner Amokläufers David Ali S. nach massiven Drohungen gegen die Familie in ein Opferschutzprogramm auf: Unter anderem Namen sollen sie nun in Österreich leben.

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Die Eltern von David Ali S. wurden bedroht.

Die Eltern des Amokläufers von München haben Medienberichten zufolge Deutschland verlassen. Nach massiven Drohungen seien sie in das Opferschutzprogamm der Polizei aufgenommen worden, berichten das Magazin "Focus" und die Münchner "Abendzeitung". Letztere bezieht sich auf Angaben des bayerischen Landeskriminalamts.

Demnach lebten die Eltern des Amokschützen nun unter anderem Namen in Österreich. Wo genau, wollte ein LKA-Sprecher nicht sagen. "Sinn eines Opferschutzprogrammes ist ja gerade, dass man dies nicht erfährt", sagte Sprecher Ludwig Waldinger der Zeitung.

Erst am Montag war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft München I Anklage gegen den mutmaßlichen Waffenlieferanten von David Ali S. erhoben hat. Der Tatvorwurf gegen den seit August ununterbrochen in Untersuchungshaft sitzenden Mann laute auf fahrlässige Tötung in neun Fällen, fahrlässige Körperverletzung in fünf Fällen und zahlreiche Verstöße gegen Waffengesetze, hatte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde erklärt.

Der 18 Jahre alte Amokläufer David Ali S. hatte am 22. Juli 2016 in München am Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen und anschließend sich selbst erschossen, außerdem verletzte er vier weitere Menschen. Das bayerische Landeskriminalamt will am Freitag einen Abschlussbericht zu der Tat vorlegen.

Quelle: n-tv.de, jug/AFP

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