Panorama

34-Jähriger in U-HaftErzieher soll Kita-Kinder missbraucht haben 

27.02.2026, 11:50 Uhr
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Der Mann soll mindestens sechs Jungen im Alter von etwa vier Jahren missbraucht haben. (Foto: picture alliance/dpa)

Ein Erzieher aus Hessen soll während seiner Arbeit in einer Kindertagesstätte mehrere Jungen sexuell missbraucht haben. Die Taten soll er auch gefilmt haben. Weitere Opfer können nicht ausgeschlossen werden.

Ein 34-jähriger Kita-Erzieher aus dem hessischen Vogelsbergkreis ist wegen Verdachts des sexuellen Kindesmissbrauchs in Untersuchungshaft genommen worden. Der nicht vorbestrafte Mann stehe unter dringendem Verdacht, sechs Jungen im Alter von etwa vier Jahren während seiner Berufsausübung sexuell missbraucht und auch kinderpornografische Inhalte hergestellt zu haben, teilten die Staatsanwaltschaft Gießen und das Polizeipräsidium Osthessen mit.

Es könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Übergriffen gekommen sei. Bei seiner Vorführung beim Ermittlungsrichter habe sich der Mann zu den Vorwürfen nicht geäußert. Er sei bereits in einer Justizvollzugsanstalt, hieß es.

Ermittlungen im Darknet

Auf die Spur des Mannes waren Polizei und Staatsanwaltschaft durch Ermittlungen auf einschlägigen Portalen im Darknet gekommen. Zunächst sei gegen ihn wegen des Verdachts auf Besitz kinderpornografischer Inhalte ermittelt worden. Bei einer Durchsuchung seien dann zahlreiche Datenträger und weitere Beweismittel bei dem 34-Jährigen sichergestellt worden. Dabei fanden die Ermittler Bilder und Videos. Bis zu seiner Festnahme soll der Mann als Erzieher in einer Kita in Grebenhain gearbeitet haben.

Die sehr umfangreichen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft und vor allem die Auswertung der sichergestellten Datenträger sowie Zeugenvernehmungen dauern an. Aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Beteiligten könnten derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Identitäten der Opfer seien noch nicht abschließend geklärt, hieß es weiter. Die Polizei stehe im Austausch mit den Betroffenen und stelle in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachstellen eine umfassende Betreuung und Unterstützung sicher.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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