In Mexiko untergetauchtEiner der zehn vom FBI meistgesuchten Verbrecher gefasst

Seit einem Jahrzehnt ist er auf der Flucht, jetzt gelingt Beamten die Festnahme in Mexiko: Alejandro Rosales Castillo, einer der zehn meistgesuchten Verbrecher des FBI, sitzt hinter Gittern. Er soll eine junge Frau aus Habgier in eine Falle gelockt und brutal ermordet haben.
Einer der zehn von der US-Bundespolizei FBI meistgesuchten Verbrecher ist in Mexiko gefasst worden. Der seit einem Jahrzehnt wegen des Mordes an einer jungen Frau gesuchte 27 Jahre alte US-Bürger Alejandro Rosales Castillo sei im zentralen Bundesstaat Hidalgo von mexikanischen Soldaten und Polizisten festgenommen worden, erklärten die örtlichen Behörden am Samstag.
Das FBI bestätigte die Festnahme des Mannes, der 2016 die 23-jährige Truc Quan "Sandy" Ly Le getötet haben soll, mit der er zusammen in einem Restaurant in Charlotte im Bundesstaat North Carolina gearbeitet hatte. Auf den flüchtigen US-Bürger hatte das FBI eine Belohnung von 250.000 Dollar (216.000 Euro) ausgesetzt.
US-Medien zufolge hatte der Beschuldigte eine kurze Beziehung zu dem Mordopfer und sich von der jungen Frau Geld geliehen. Er verabredete sich demnach mit der jungen Frau, um seine Schulden zu begleichen, verschleppte sie aber stattdessen und zwang sie, an einem Geldautomaten ihre Ersparnisse abzuheben. Danach soll er sie in einem Waldstück mit einem Kopfschuss getötet und ihre Leiche in eine Schlucht geworfen haben.
FBI-Liste wurde 1950 eingeführt
Dem Festgenommenen solle wegen vorsätzlichen Mordes, bewaffneten Raubs, Diebstahls eines Fahrzeugs und Entführung der Prozess gemacht werden, erklärte der mexikanische Sicherheitsminister Omar García Harfuch bei X. Der US-Botschafter in Mexiko-Stadt, Ronald Johnson, lobte auf X, die Festnahme sei ein Ergebnis "der gemeinsamen Bemühungen" der Regierungen der beiden Nachbarstaaten.
Einer der Verbrecher, die aktuell auf der "Ten Most Wanted Fugitives"-Liste des FBI standen, war Alejandro Rosales Castillo. Die Liste selbst gehört zu den bekanntesten Fahndungsinstrumenten der US-Bundespolizei: Sie wurde 1950 eingeführt, um besonders gefährliche Flüchtige mithilfe der Öffentlichkeit zu identifizieren und zu fassen. Seitdem sind über 535 Personen auf der Top-Ten-Liste erschienen, von denen fast 500 geschnappt oder lokalisiert wurden - häufig mithilfe von Hinweisen aus der Bevölkerung, wie das FBI betont.
Die Liste umfasst derzeit unter anderem Verbrecher wie Ryan James Wedding, der im Verdacht steht, ein internationales Drogenkartell geführt und mehrere Morde begangen zu haben. Gelistet ist etwa auch Ruja Ignatova, die wegen eines milliardenschweren Kryptobetrugs gesucht wird.