Warteschlangen vermeidenFFP2-Masken-Versand an Risikogruppen geplant

Der Bund verteilt an rund 27 Millionen Menschen in Deutschland FFP2-Masken. Während die erste Tranche seit gestern in Apotheken abgeholt werden kann, soll die zweite Runde im neuen Jahr anders abgewickelt werden. Dann ist auch ein Versand möglich. So sollen Kontakte in Warteschlangen vermieden werden.
Die vom Bund organisierten FFP2-Masken für Menschen aus Corona-Risikogruppen sollen nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel im neuen Jahr auch zugeschickt werden. So sollen Schlangen beim Abholen in Apotheken vermieden werden. Auf eine Frage der FDP, ob ein Versand angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen nicht besser gewesen wäre, sagte Merkel im Bundestag: "Das wird in einem zweiten Schritt auch geschehen."
Die am gestrigen Dienstag begonnene Abgabe von zunächst drei kostenlosen Masken in Apotheken habe - mit Ausnahmen - im Großen und Ganzen gut geklappt. "Wir standen vor der Frage, vor Weihnachten nichts zu tun oder dies zu tun", erläuterte Merkel. Der vorgesehene Rest der Masken solle im Januar dann auch anderweitig verteilt werden.
Als Schutz für Menschen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe hat der Bund die Ausgabe der Masken für diesen Winter beschlossen - das sind bis zu 27 Millionen Menschen. Im ersten Schritt können über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen drei Masken gratis in der Apotheke holen. Im zweiten Schritt können diese Menschen ab 1. Januar weitere zwölf Masken erhalten. Dafür sollen sie von der Krankenkasse Coupons für zweimal je sechs Masken bekommen - vorgesehen ist ein Eigenanteil von je zwei Euro für je sechs Masken.
FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft, sie bieten aber auch keinen 100-prozentigen Schutz. Den Bund kostet die Aktion rund 2,5 Milliarden Euro.