Berichtet von TötungsfantasienFrau gesteht tödlichen Messerangriff auf Ex-Freund

In einer Wohnung in Hamburg-Neuallermöhe sticht eine 42-Jährige ihrem Ex-Freund zweimal in den Hals. Der Mann überlebt den Angriff nicht. Vor dem Landgericht gesteht die Frau die tödlichen Messerstiche - den Mordvorwurf weist sie zurück.
Eine wegen Mordes angeklagte 42-Jährige hat am ersten Prozesstag vor dem Landgericht in Hamburg die tödlichen Messerstiche gegen ihren Ex-Partner gestanden. "Es ist richtig, dass ich ihn mit dem Messer tödlich verletzt habe. Das ist der schlimmste Fehler meines Lebens und ich schäme mich", sagte sie in einer Einlassung, die ihre beiden Verteidiger verlasen.
Den Vorwurf, aus Habgier gehandelt und ihren getrennt von ihr lebenden Mann ausgeraubt zu haben, wies die Ghanaerin dagegen von sich. "Ich habe das nicht wegen Geld oder Eifersucht getan. Was ich getan habe, habe ich aus purer Verzweiflung getan." Sie gab auch zu, dass sie aufgrund der Lügen und des möglichen Doppellebens des 35-Jährigen in der Zeit vor der Tat bereits Tötungsfantasien gehabt habe.
Der Anklage zufolge soll die Frau im Februar in ihrer Wohnung in Hamburg-Neuallermöhe ihren Ex-Partner mit zwei Messerstichen in den Hals zunächst schwer verletzt haben. Zuvor hätten sie Sex gehabt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Frau schließlich ein im Bett verstecktes Messer zog und dem nackten Mann zweimal in den Hals stach. Der Mann sei schwer verletzt aus dem Schlafzimmer geflüchtet und aus dem Küchenfenster in der ersten Etage gesprungen.
Der Mann überlebte den Angriff nicht. Er sei wenige Meter von dem Wohnhaus zusammengebrochen und noch am selben Tag im Krankenhaus gestorben. Die Frau wurde noch in der Wohnung festgenommen.