Panorama

Klettersaison 2016 geht zu Ende Fünf Bergsteiger sterben am Mount Everest

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Der Mount Everest in Nepal ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt.

(Foto: dpa)

Die Jahre 2014 und 2015 sind am höchsten Berg der Welt durch Naturkatastrophen getrübt. 2016 gibt es zwar keine Wetterkapriolen. Dennoch wird die Bilanz überschattet: Alle Todesfälle ereignen sich in nur einer Woche.

Am Mount Everest sind in der am Mittwoch endenden Bergsteiger-Saison fünf Bergsteiger gestorben. Das bestätigte das Tourismusministerium von Nepal. Erst am Dienstag wurden die Leichen von zwei als vermisst gemeldeten Indern gefunden. Am Montag war ein weiterer Inder in der Nähe des Gipfels gestorben, am Samstag kamen eine Australierin und ein Niederländer während des Abstiegs ums Leben. Jedes Jahr versuchen Hunderte Bergsteiger den Aufstieg auf den mit 8848 Metern höchsten Berg der Welt, dabei gibt es regelmäßig auch Todesfälle.

Am Wochenende hatte der Tod der Australierin Maria Strydom ein besonders großes Medienecho ausgelöst. Sie hatte den Gipfel bereits erreicht, erlag aber während des Abstiegs der Höhenkrankheit. Die erfahrene Bergsteigerin hatte vor ihrem Aufbruch zum Mount Everest angekündigt, neben diesem auch die übrigen der sogenannten Seven Summits zu besteigen, die jeweils höchsten Berge der sieben Kontinente.

Sie und ihr Mann würden die Expedition auch unternehmen, weil sie sich als Veganer ständig Fragen ausgesetzt sähen, ob sie mangelernährt seien. "Indem wir die sieben Gipfel besteigen, wollen wir beweisen, dass Veganer alles können", hatte sie laut einem Blog-Eintrag der australischen Monash Business School gesagt, wo sie einen Lehrauftrag hatte. Ihr Mann, Robert Gropel, wurde nach ihrem Tod von Rettungseinheiten vom Berg geflogen.

450 Menschen schafften den Aufstieg

Die Behörden zeigen sich mit der Saison insgesamt dennoch zufrieden. Nachdem zwei Jahre lang niemand den Gipfel zu Fuß erreicht hatte, haben in diesem Jahr alleine bis Dienstag bereits mehr als 450 Menschen den Aufstieg geschafft. "Rettungseinsätze und auch Todesopfer sind am Mount Everest nichts Ungewöhnliches", sagte Ministeriumssprecher Gyanendra Shrestha. "Am Mittwoch geht die erste normale Everest-Saison seit drei Jahren zu Ende."

Im vergangenen Jahr waren alle Everest-Expeditionen abgesagt worden, nachdem ein Erdbeben der Stärke 7,8 große Teile Nepals und auch das Basislager des Mount Everest verwüstet hatte. 19 Bergsteiger kamen damals ums Leben, zum ersten Mal seit Jahrzehnten stand kein Mensch auf dem Gipfel. Im Jahr zuvor starben 16 Menschen, als eine Lawine den gefährlichen Khumbu-Eisbruch verschüttete. Danach erreichte zwar die Chinesin Wang Jing den Gipfel, jedoch war ihr Aufstieg umstritten. Sie hatte sich in einem Helikopter über den verschütteten Khumbu-Eisbruch fliegen lassen und so den Gipfel erreicht.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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