Panorama

An Grenze erschossener Beamter Getöteter plante wohl Zukunft in Nordkorea

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Die südkoreanische Küstenwache hatte nach der Tötung des Beamten auch die Meeresströmung analysiert.

(Foto: AP)

Die Entschuldigung von Kim Jong Un folgte prompt, nun scheinen eine Woche später auch die Hintergründe der Tötung eines Südkoreaners klar: Laut Geheimdienstinformationen aus dem Süden wollte der Fischereibeamte in den Norden überlaufen - mutmaßlich aus finanziellen Motiven.

Eine Woche nach der Erschießung eines Ministerialbeamten aus Südkorea durch nordkoreanische Soldaten nahe der Seegrenze kommt Südkoreas Küstenwache zu dem Schluss, dass sich der Mann in das abgeschottete Nachbarland absetzen wollte. Zu dieser Einschätzung sei man durch die Auswertung geheimdienstlicher Informationen, die Analyse der Meeresströmung an dem betreffenden Tag und anderer Indizien gelangt, sagte ein Sprecher der Küstenwache im südkoreanischen Fernsehen. Der Beamte habe eine Rettungsweste getragen und sich an einem schwimmenden Objekt festgehalten, als er von Nordkorea im Wasser entdeckt worden sei.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte sich für den Vorfall vor der Küste im Gelben Meer entschuldigt. Nach der Darstellung Nordkoreas hatten Soldaten den Mann für einen Eindringling gehalten und auf ihn geschossen. Seine Leiche sei nicht mehr auffindbar gewesen.

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Der Mann war am Montag vergangener Woche während einer Inspektionsfahrt plötzlich von seinem Schiff verschwunden. Nordkorea widersprach den Angaben des südkoreanischen Militärs, wonach der Mann von den Soldaten erst erschossen und dann verbrannt wurde. Der Generalstab hatte Nordkorea brutales Vorgehen vorgeworfen.

Südkoreas Küstenwache hielt es für unwahrscheinlich, dass der Mann unbeabsichtigt über Bord gegangen sei oder versuchen wollte, sich das Leben zu nehmen. Er habe die Gewässer in der betreffenden Gegend an der Seegrenze gut gekannt. Der Mann habe in Südkorea Schulden gehabt, hieß es. Ob diese ihn eventuell dazu getrieben hatten, überzulaufen, ist unklar. Sein älterer Bruder widersprach indes vor Journalisten in Seoul der Einschätzung, dass der Beamte überlaufen wollte. Der Bruder ging von einem Unfall auf dem Schiff aus.

Quelle: ntv.de, cri/dpa

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