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Trauer in Gosen-Neu ZittauGewalttat an Schule bei Berlin - Polizei teilt Erkenntnisse zu Opfern

28.08.2026, 12:23 Uhr
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Vor der Schule wurden Kerzen und Blumen niedergelegt.

An einer Schule im brandenburgischen Gosen-Neu Zittau tötet ein Angreifer eine junge Frau und einen Mann. Ein 19-Jähriger wird festgenommen - nun nennen die Ermittler Details zur Identität der Opfer. Doch auch einen Tag nach der Tat bleiben viele Fragen offen.

Nach dem tödlichen Angriff an einer Schule nahe Berlin hat die Polizei weitere Angaben zu den beiden Toten gemacht. Eines der Opfer soll demnach ein 30 Jahre alter Kita-Erzieher gewesen sein. Die Kita ist auf demselben Gelände wie eine Grund- und eine Oberschule. Zuvor war davon ausgegangen worden, dass es sich bei dem getöteten 30-Jährigen um den Hausmeister handelte. Die Polizei hatte das nicht bestätigt. Die "Märkische Allgemeine" berichtet darüber hinaus, dass der Mann getötet worden sei, als er den Täter aufhalten wollte - auch hierzu liegt noch keine offizielle Bestätigung der Behörden vor.

Bei dem weiblichen Opfer soll es sich laut Polizei um eine 18-Jährige handeln. Medienberichten zufolge ist sie die Ex-Freundin des Tatverdächtigen. Der RBB schrieb, sie sei eine Schülerin - die Polizei äußerte sich dazu bislang nicht.

Die 18-Jährige und der 30-Jährige waren am Donnerstag in Gosen-Neu Zittau im Landkreis Oder-Spree getötet worden. Ein 19 Jahre alter Deutscher gilt als Tatverdächtiger, er wurde vorläufig festgenommen und ist in Polizeigewahrsam. Die Polizei sprach von einer Beziehungstat - Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke bezeichnete die Tat als "feigen Femizid, der in unserer Gesellschaft keinen Platz haben darf". Wenn Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet werden - also weil sie Frauen sind - spricht man von Femiziden. Als häufigste Form gilt die Tötung von Frauen durch Partner oder Ex-Partner.

Zum Ablauf der Tat, zum Motiv sowie zur Tatwaffe machten die Ermittlungsbehörden bisher keine Angaben. In einem Schreiben rief die Polizei dazu auf, sich bei Hinweisen zur Tat bei ihr zu melden.

Notfallteam vor Ort

Derzeit ist ein Notfallteam des Schulamts auf dem Campus im Einsatz. Schulpsychologische Fachkräfte sollen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften der Schule unterstützend zur Seite stehen, erklärte das Bildungsministerium in Brandenburg. Auch die Notfallseelsorge ist vor Ort.

Bereits am Donnerstag waren acht bis neun Vertreter an der Schule in Ostbrandenburg und sprachen mit Betroffenen. "Wir versuchen, ein Schutzraum zu sein", sagte Stefan Baier von der Notfallseelsorge Brandenburg im "RBB-Spezial".

Neben der Privatschule auf dem Docemus-Campus befindet sich auf demselben Gelände auch eine öffentliche Grundschule. Das Schulamt habe dem privaten Träger sofort Unterstützung angeboten, hieß es aus dem Ministerium. Der Unterricht in der Grundschule fände am Freitag nicht regulär statt, die Kinder würden psychologisch betreut.

Quelle: ntv.de, nbr/dpa

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