Panorama

Große Waldbrände Hitze in Bulgarien wird zur Gefahr

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Immer wieder brennen in Bulgarien Wälder, wie hier vor fünf Jahren.

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Hubschrauber, Soldaten, Feuerwehrleute und Freiwillige kämpfen gegen große Waldbrände in Bulgarien. Seit Tagen steigen die Temperaturen Richtung 40 Grad. Fast im ganzen Land gilt die zweithöchste Warnstufe.

In Bulgarien ist es zu großen Waldbränden gekommen, außerdem sind die Temperaturen an die 40-Grad-Marke geklettert. 60 Hektar Nadelwälder wurden bei einem Großbrand bei Twardiza in Mittelbulgarien vernichtet. Das Feuer wurde unter Kontrolle gebracht, konnte aber nicht gelöscht werden, wie bulgarische Medien berichteten. Ein Hubschrauber, Soldaten, Feuerwehrleute und Freiwillige waren im Einsatz. Der Brand soll sich von einer Mülldeponie ausgebreitet haben. Kleinere Waldbrände tobten zudem im Südwesten des Balkanlandes.

Bulgarien macht seit Tagen eine zweite Hitzewelle in diesem Sommer mit kontinuierlich steigenden Temperaturen zu schaffen. Fast im ganzen Land gilt die zweithöchste Warnstufe Orange für gefährlich hohe Temperaturen. Im südwestlichen Sandanski nahe der Grenze zu Griechenland wurden Werte über 40 Grad erwartet. In der Hauptstadt Sofia war es bei 36 Grad am frühen Nachmittag bedrückend heiß. Die Temperaturen sollen Meteorologen zufolge in den kommenden Tagen weiter steigen.

Drei Menschen starben bei Waldbränden in Türkei

In der Türkei kamen unterdessen bei den dort seit zwei Tagen wütenden Waldbränden drei Menschen ums Leben. Über hundert Menschen seien in Ferienregionen im Süden des Landes evakuiert worden, teilte die Katastrophenbehörde AFAD mit. 58 mussten medizinisch behandelt werden.

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Hitze und starke Winde hatten das Feuer in der Umgebung der an der Küste gelegenen Stadt Manavgat angefacht, rund 75 Kilometer östlich der Tourismus-Metropole Antalya. 18 Dörfer und Distrikte der weiteren Umgebung Antalyas wurden evakuiert. Auch in den angrenzenden Provinzen Adana und Mersin wurden 16 Dörfer geräumt. Nach AFAD-Angaben sind ein Löschflugzeug, eine Drohne, 19 Hubschrauber, rund 250 Fahrzeuge und knapp tausend Rettungskräfte im Einsatz.

Zwei der Toten seien in Degirmenli im Distrikt Antalya gefunden worden, teilte Agrarminister Bekir Pakdemirli mit. Die Leiche eines 82-Jährigen habe man im District Kepezbeleni nördöstlich von Manavgat geborgen. Zehn Menschen seien auf dem Staudamm Oymapinar nördlich von Manavgat von Flammen eingeschlossen gewesen und von Einsatzkräften gerettet worden. Nach Angaben des Ministers wurden seit Dienstag 41 Waldbrände in 13 der 81 Provinzen registriert. 31 davon seien unter Kontrolle.

Quelle: ntv.de, chl/dpa/rts

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