Panorama

Neue Corona-Höchstwerte in China Hotspots stellen Flug- und Zugverkehr ein

Lockdowns, Ausgangssperren, Massentests: Mit strengen Maßnahmen geht China gegen einen Ausbruch der Delta-Variante vor. Bisher bringen sie nichts. Die Volksrepublik verzeichnet steigende Fallzahlen. Neue Einschränkungen sollen die Wende bringen.

China verzeichnet nach seinen Massentests zur Eindämmung eines größeren Corona-Ausbruchs Höchststände bei der Zahl der Neuinfektionen. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilen, wurden binnen eines Tages 71 weitere Ansteckungen nachgewiesen. Das ist der höchste Wert seit Januar.

Die Infektionsfälle gehen nach Einschätzung der Gesundheitsbehörden auf einen Infektionsherd in der ostchinesischen Metropole Nanjing zurück. Dort waren Mitte Juli neun Reinigungskräfte am internationalen Flughafen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Seitdem haben die Behörden fast 500 Neuinfektionen in mehreren Städten und Provinzen registriert.

Um den Ausbruch unter Kontrolle zu bekommen, gelten inzwischen für Hunderttausende Menschen strenge Einschränkungen: Für mehrere Städte wurde ein strikter Lockdown samt Ausgangssperren verhängt. Ganze Wohnkomplexe wurden abgeriegelt und unter anderem im früheren Epizentrum Wuhan Massentests für alle elf Millionen Einwohner angeordnet.

Null-Covid-Strategie vor dem Scheitern?

Die meisten Infektionsfälle sind seit dem 20. Juli in den Städten Nanjing und Yangzhou aufgetreten. Als weitere Eindämmungsmaßnahme hätten die Behörden nun alle Inlandsflüge dorthin gestrichen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Weiter heißt es, dass Peking den Verkehr auf 13 Zugverbindungen eingestellt und den Ticketverkauf auf 23 Bahnhöfen gestoppt habe.

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Die Einwanderungsbehörde in Peking gab außerdem bekannt, dass Auslandsreisen minimiert werden. Demnach werden vorübergehend keine normalen Reisepässe und "andere Ein- und Ausreisedokumente" für nicht unbedingt notwendige Auslandsreisen ausgestellt. Anträge von Studierenden und Geschäftsreisenden, die dringend ins Ausland reisen müssen, würden weiter genehmigt.

Die chinesische Regierung verfolgt eine sogenannte Null-Covid-Strategie: Treten in einer Stadt oder Provinz kleine Cluster auf, werden die betroffenen Gebiete abgeriegelt und alle Einwohner auf das Virus getestet. Die hochansteckende Delta-Variante scheint sich allerdings schneller auszubreiten, als China und andere Verfechter der Strategie testen können.

Quelle: ntv.de, chr/AFP

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