Panorama

Randale im Stuttgarter Zentrum Hunderte verstoßen gegen Corona-Regeln

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Schon im vergangenen Jahr kam es in Stuttgart vermehrt zu gewaltsamen Ausschreitungen.

(Foto: dpa)

Vergangenen Sommer kommt es in der Stuttgarter Innenstand zum ersten Mal zu gewaltsamen Ausschreitungen. Nun haben sich dort erneut mehrere Hundert vor allem junge Menschen heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Sogar vom Tatbestand des Landfriedensbruchs ist die Rede.

Mehrere Hundert Menschen haben sich in der Stuttgarter Innenstadt getroffen und gegen Corona-Regeln verstoßen. Die überwiegend jungen Menschen haben sich am Abend im Bereich des Schlossplatzes getroffen, ein Großteil von ihnen hielt sich nicht an Abstandsregeln und trug keinen Mund-Nasen-Schutz, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.

Weil auch gegen das Ansammlungs- und Alkoholverbot verstoßen worden sei, forderte die Polizei die Menschen auf, zu gehen. Etliche wurden dabei nach Angaben der Polizei aggressiv, es bildeten sich Sprechchöre gegen den Einsatz. Mehrere Flaschen und Steine wurden demnach in Richtung der Polizisten geworfen. Ein Beamter soll von einem Gegenstand am Helm getroffen worden sein, er blieb jedoch unverletzt.

Ermittlungsverfahren drohen

Die jungen Menschen gingen anschließend in Kleingruppen davon und rissen Baustelleneinrichtungen, Blumenkübel, Leihräder sowie Mülleimer um. Die Menge zerstreute sich in der Nähe des Hauptbahnhofs. Mehrere Menschen müssen nun mit Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, Beleidigung sowie Widerstands gegen Beamte rechnen. Die Ermittler prüfen zudem den Tatbestand des Landfriedensbruchs.

Im Juni des vergangenen Jahres kam es schon einmal zu ähnlichen Szenen in Stuttgart. Dutzende vor allem junge Männer lieferten sich in der Innenstadt Auseinandersetzungen mit der Polizei. Es wurden mehrere Beamte verletzt und Schaufenster zerstört. Drei Wochen später nahm die Polizei erneut mehrere Menschen nach Ausschreitungen vorläufig fest.

Quelle: ntv.de, can/dpa

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