Panorama

Experten warnen vor Sturzfluten Hurrikan "Hanna" trifft auf Texas

Im schwer von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat Texas erreicht der erste Tropensturm der Hurrikan-Saison das Land. Experten rechnen mit schweren Regenfällen. In den kommenden Monaten müssen die Menschen dort mit besonders vielen Stürmen rechnen.

Der erste Hurrikan der diesjährigen Saison über dem Atlantik ist im US-Bundesstaat Texas auf Land gestoßen. Hurrikan "Hanna" traf am Samstagabend (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern auf die Insel Padre Island unmittelbar vor der Küste, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum der US-Klimabehörde NOAA mitteilte.

Der Tropensturm war knapp zwölf Stunden zuvor zum Hurrikan der niedrigsten Stufe eins hochgestuft worden. Für den Küstenabschnitt von Port Mansfield bis Sargent wurde eine Sturmflut-Warnung ausgegeben. Im südlichen Texas und dem Nordosten Mexikos erwarten die Experten in den kommenden Tagen schwere Regenfälle und lebensgefährliche Überschwemmungen.

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Dem besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat droht damit weiteres Ungemach. US-Präsident Donald Trump twitterte, seine Regierung habe den Wirbelsturm aufmerksam im Blick. Die Bewohner sollten sich an die Anweisungen der örtlichen Katastrophenschutzbehörden halten.

Im Pazifik Tausende Kilometer weiter westlich ist unterdessen Hurrikan "Douglas" mit Windgeschwindigkeiten von rund 160 Stundenkilometern in Richtung Hawaii unterwegs. Das Hurrikan-Zentrum erwartete allerdings, dass sich der Hurrikan der Stufe zwei abschwächt. Der Vorhersage zufolge sollte er in der Nacht zu Sonntag (Ortszeit) in der Nähe der größten Inseln Hawaiis ankommen - dann als Sturm knapp unterhalb der Hurrikan-Schwelle. Tropensturm "Gonzalo" zog unterdessen über die südliche Karibik. Medien in Venezuela meldeten hohen Wellengang und Stromausfälle durch den Sturm.

Über dem Atlantik erwarteten die NOAA-Experten in diesem Jahr nach einer Vorhersage vom Mai eine überdurchschnittlich aktive Hurrikan-Saison. Von Juni bis Ende November sei mit bis zu zehn Hurrikanen zu rechnen, davon könnten bis zu sechs sehr starke Wirbelstürme werden, hatte die Behörde erklärt.

Im langjährigen Mittel sind über dem Atlantik pro Jahr sechs Hurrikane zu erwarten, drei davon entwickeln sich in der Regel zu Stürmen großer Stärke. Angesichts verfügbarer Klimadaten und der höheren Wassertemperatur im Atlantik und in der Karibik liege die Wahrscheinlichkeit einer normalen Saison nur bei 30 Prozent, heißt es unter US-Meteorologen. Die Wahrscheinlichkeit einer unterdurchschnittlichen Hurrikan-Saison liegt demnach sogar nur bei 10 Prozent.

Quelle: ntv.de, agr/AFP/dpa