Panorama

Nach Strandparty verschollen In Kambodscha vermisste Touristin ist tot

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An der Suche nach der Touristin beteiligten sich fast 200 Polizisten, Soldaten und Taucher.

(Foto: dpa)

Tagelang hegt die Familie von Amelia Bambridge die Hoffnung, dass die junge Britin noch lebend gefunden wird. Nach einer Party an einem Strand in Kambodscha war die 21-Jährige nicht in ihr Hostel zurückgekehrt. Nun finden Rettungskräfte ihre Leiche im Meer.

Eine Woche nach dem Verschwinden einer 21-jährigen Britin auf einer kambodschanischen Ferieninsel ist ihre Leiche gefunden worden. Die tote Amelia Bambridge trieb im Meer in der Nähe der Grenze zu Thailand, wie der Polizeichef der Provinz Preah Sihanouk, Chuon Narin, sagte. Zu den Umständen von Bambridges Tod machte er keine Angaben.

Bambridges Bruder bestätigte ihren Tod. "Es ist meine kleine Schwester Amelia", schrieb Harry Bambridge bei Facebook. Er habe sich "nichts mehr gewünscht, als sie lebendig nach Hause zu bringen". Nun werde er sie wohl erst "im Himmel" wiedersehen.

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Wie Amelia Bambridge ums Leben kam, ist noch nicht geklärt.

(Foto: VIA REUTERS)

Die britische Touristin war zuletzt am 24. Oktober gegen 03.30 Uhr gesehen worden, als sie auf der Insel Koh Rong eine Party in einer Strandbar besuchte. Die 21-Jährige wurde als vermisst gemeldet, als sie nicht wie geplant aus ihrem Hostel ausgecheckt hatte. An dem Strand, an dem die Party stattfand, wurden ihre Tasche und ihr Handy gefunden.

An der Suche nach der Touristin im Meer und im Dschungel beteiligten sich fast 200 Polizisten, Soldaten und Taucher. Ein ranghoher Polizeivertreter machte bereits am Dienstag deutlich, dass kaum noch Hoffnung bestehe, Bambridge lebend zu finden.

"Wir vermissen dich so sehr"

Ebenfalls am Dienstag teilte die Polizei mit, dass sie wegen des Verschwindens der Britin sechs Kambodschaner zur Vernehmung vorgeladen habe. Dabei ergaben sich aber keine Hinweise auf eine Verstrickung der Männer in das Verschwinden der Britin, sie wurden wieder freigelassen.

Bambridges Familie war nach Behördenangaben am Sonntagabend in Kambodscha eingetroffen, um bei der Suche zu helfen. Bei Facebook bat sie um Informationen zum Verbleib der 21-Jährigen. "Wo bist du Amelia, wir vermissen dich so sehr", schrieb Bambridges Schwester Scharon Schultes.

Die Insel Koh Rong liegt im Golf von Thailand und zieht mit ihren günstigen Unterkünften, ihren Strandbars und idyllischen Stränden vor allem Reisende mit kleinem Budget an. Kambodscha gilt als weitgehend sicheres Reiseland. Allerdings haben wiederholt Verbrechen gegen Ausländer für Schlagzeilen gesorgt. Vergangene Woche wurden drei Männer wegen der Gruppenvergewaltigung einer Französin in der Küstenprovinz Kampot angeklagt.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP