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Mit über 30 noch im Hotel Mama In Südeuropa wohnen die meisten Nesthocker

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Junge Kroaten (nicht im Bild) bleiben bis zum rekordverdächtigen Alter von 34 bei den Eltern wohnen - im Durchschnitt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bis um die 30 bleiben die "Kinder" in Südeuropa durchschnittlich bei ihren Eltern. Den Rekord stellt aber Kroatien auf, wie eine Studie zeigt. Die Statistiker berücksichtigen allerdings nicht die Eurokrise, die neben den Vorzüge des Hotel Mama eine Rolle spielen dürfte.

Schnell flügge oder mit über 30 noch im "Hotel Mama": Bei der Frage, wann junge Europäer das Elternhaus verlassen, gibt es ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte, kehren Schweden im Schnitt bereits mit 19,6 Jahren ihrem elterlichen Heim den Rücken. Die Kroaten sind dagegen mit 31,9 Jahren Spitzenreiter bei den "Nesthockern" - die Männer halten es dort im Durchschnitt sogar bis fast 34 bei Mama und Papa aus.

Am zweitlängsten bleiben Slowaken mit 30,7 Jahren bei den Eltern, wie aus den Eurostat-Zahlen für das Jahr 2013 hervorgeht. Es folgen Malta (30,1 Jahre), Italien (29,9 Jahre), Griechenland (29,3 Jahre), Bulgarien (29,1 Jahre), Portugal (29,0 Jahre) und Spanien (28,9 Jahre).

In Deutschland kehren junge Menschen im Schnitt vergleichsweise früh dem Elternhaus den Rücken: Sie ziehen mit 23,9 Jahren aus. Auch hier sind die Männer später dran als die Frauen (24,8 im Vergleich zu 22,9 Jahre). Im EU-Durchschnitt lag das Ausziehalter bei 26,1 Jahren.

Die Gründe für das Nesthocker-Phänomen sind vielfältig. Gerade in südlichen und osteuropäischen Ländern seien Haushalte mit mehreren Generationen traditionell stärker verbreitet, erklärte Eurostat in der Studie "Being young in Europe today". Inwieweit auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle spielen, ließen die Statistiker offen. Die meisten der südlichen Länder haben infolge der Krise aber eine hohe Jugendarbeitslosigkeit.

Quelle: n-tv.de, nsc/AFP

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