Panorama

Immunisierung stark nachgelassen Israel verabreicht Drittimpfung ab 30 Jahren

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Zuletzt registrierte das kleine Land rund 10.000 Neuinfektionen an einem Tag.

(Foto: picture alliance/dpa/ZUMA Wire)

Der einstige Impfvorreiter Israel verzeichnet eine zurückgegangene Effektivität der Biontech/Pfizer-Impfung, sodass die Corona-Fallzahlen wieder sprunghaft ansteigen. Bereits seit Juli können sich ältere Menschen darum eine dritte Dosis abholen. Nun wird der Kreis noch deutlich größer.

Israel vergibt nun auch an Menschen ab 30 Jahren eine dritte Impfdosis, um eine Zunahme von Corona-Neuinfektionen zu stoppen. Mehrere Expertenteams hätten eine Empfehlung zur Ausweitung der Impfkampagne gegeben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Bisher haben demnach knapp 17 Prozent der rund 9,4 Millionen Israelis eine Auffrischungsimpfung erhalten. Rund 60 Prozent sind zweifach geimpft.

In Israel wird fast ausschließlich das Präparat von Biontech/Pfizer gespritzt. Seit Ende Juli verabreicht das Land als erstes weltweit dritte Impfungen gegen das Coronavirus für Menschen ab 60 Jahren. Entscheidend ist dabei, dass die zweite Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt. Hintergrund der Entscheidung für eine dritte Impfung sind Zahlen des Gesundheitsministeriums, wonach die Effektivität der Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat. Gleichzeitig verbreitete sich die Delta-Variante, die als besonders ansteckend gilt.

Israel hat erstmals seit Januar wieder fast 10.000 Corona-Neuinfektionen an einem einzigen Tag registriert. Das Gesundheitsministerium meldete am Dienstag 9831 neue Fälle, die alle am Montag erfasst wurden. Dies ist ein sprunghafter Anstieg im Vergleich zur vergangenen Woche - allerdings hat auch die Zahl der Tests etwas zugenommen.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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