Panorama

Zwei neue Infizierte im Vatikan Italien zählt mehr als 10.000 Corona-Tote

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In Italien hat die Coronavirus-Pandemie inzwischen mehr als 10.000 Todesopfer gefordert.

(Foto: dpa)

Das Coronavirus kostet in Italien täglich Hunderte Menschenleben. Seit Beginn der Pandemie sind in dem Land nun mehr als 10.000 Infizierte an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Der Anstieg der Neuinfektionen verlangsamt sich weiter leicht.

In Italien sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie der Zivilschutz in Rom mitteilte, liegt die Gesamtzahl der Opfer bei insgesamt 10.023 Menschen. In den vergangenen 24 Stunden hat es demnach 889 neue Todesfälle gegeben.

Italien ist in Europa das am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Die Zahl der Infektionen stieg von Freitag auf Samstag um 5974 Fälle auf insgesamt 92.472. Das bedeutet gleichzeitig, dass sich der Anstieg bei den Neuinfektionen weiter verlangsamt: Der Anstieg um 6,9 Prozent am Samstag war der schwächste seit dem Beginn der Pandemie in Italien vor mehr als einem Monat. In den Tagen zuvor lag die Infektionsrate bei 7,4 beziehungsweise 8,3 Prozent. Die Zahl der geheilten Menschen stieg auf 12.384. Das sind 1434 mehr als am Freitag.

Wegen der weiter anhaltenden Notlage der Krankenhäuser insbesondere im Norden Italiens hat die Bundeswehr nun Patienten zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Luftwaffe, flog am Samstag von Köln nach Bergamo, um sechs Patienten zur Intensivbehandlung nach Nordrhein-Westfalen zu bringen. Die Maschine kehrte am Mittag mit den schwer erkrankten Italienern an Bord nach Köln zurück, wie die Luftwaffe mitteilte. Zivilschutzchef Angelo Borrelli dankte Deutschland für die Aufnahme italienischer Patienten.

Zwei neue Corona-Fälle im Vatikan

Der Vatikan meldete derweil zwei neue Corona-Fälle. Die Gesamtzahl der an Covid-19 Erkrankten unter den Mitarbeitern des Heiligen Stuhls und den Bürgern des Vatikanstaats erhöhte sich damit auf sechs, wie Sprecher Matteo Bruni mitteilte. "Ich kann bestätigten, dass weder der Heilige Vater noch seine engsten Mitarbeiter betroffen sind", sagte er.

In Italien gelten ab sofort verschärfte Einreisebestimmungen. Nach einer vom Verkehrsministerium veröffentlichten Mitteilung muss jeder, der auf dem Luft-, See- oder Landweg einreist, unter anderem ganz genau den Grund seiner Reise, seinen Aufenthaltsort in Italien und seine Telefonnummer angeben. Die Reisenden müssen außerdem mitteilen, wie sie ihren Zielort in Italien erreichen werden. Auch Menschen, die keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigen, müssen sich demnach bei den örtlichen Gesundheitsbehörden melden und in eine 14-tägige Selbstisolation begeben. Flug- und Schifffahrtsgesellschaften werden verpflichtet, bei ihren Passagieren schon beim Einchecken die Körpertemperatur zu messen und Personen ab 37,5 Grad nicht an Bord zu lassen.

 

Schon seit dem 10. März dürfen in Italien die Menschen im ganzen Land nur noch in Ausnahmefällen aus dem Haus gehen. Die Beschränkungen waren am 20. März noch einmal verschärft worden. Es wird allgemein erwartet, dass Italien die Sperren, die bisher bis zum 3. April gelten, verlängert. Wann das allerdings geschieht, ist unklar.

Quelle: ntv.de, cri/dpa/AFP

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