Panorama

Erneuter Vulkanausbruch Italiener blicken besorgt auf Stromboli

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Eine riesige Aschewolke verdunkelt den Himmel über der Insel Stromboli.

(Foto: picture alliance/dpa)

Einer der aktivsten Vulkane der Welt macht wieder auf sich aufmerksam. Eine starke Explosion erschüttert die italienische Urlaubsinsel Stromboli. Die Behörden versuchen, Touristen und Anwohner zu beruhigen.

Der Vulkan Stromboli in Italien ist erneut ausgebrochen. Es kam zu einer heftigen Explosion, wie die örtliche Feuerwehr mitteilte. Es gebe aber bisher keine Anzeichen, dass Menschen verletzt worden seien. Die Feuerwehr sei mit Booten und Hubschraubern im Einsatz, um Brände zu löschen.

Nach Angaben italienischer Medien versammelten sich verschreckte Touristen auf zentralen Plätzen, viele würden die Urlaubsinsel verlassen. Der Stromboli bildet eine kleine Insel vor Sizilien und ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Auf der Insel wohnen nur wenige Hundert Menschen, doch zur Hochsaison im Sommer kommen zahlreiche Touristen.

"Es war eine sehr starke Explosion"

Anfang Juli hatte es mehrere starke Explosionen an dem Vulkan gegeben. Ein Mensch war gestorben. Touristen gerieten in Panik. "Die Lage ist unter Kontrolle, und zum Glück gibt es keine Opfer oder Schäden", sagte der Bürgermeister der Gemeinde Lipari, zu der Stromboli gehört, über den jüngsten Ausbruch.

"Es war eine sehr starke Explosion und natürlich sind Touristen verschreckt", so Marco Giorgianni. Freiwillige Helfer seien aber dabei, die Menschen zu beruhigen.

Seit mehr als 2000 Jahren gerät das Gestein unter dem Liparischen Archipel, zu dem Stromboli gehört, in regelmäßigen Abständen in Bewegung. Kleinere Eruptionen gibt es auf der süditalienischen Insel im Rhythmus von etwa zehn Minuten. Sie sind aber meist nicht wuchtig.

Ein großer Ausbruch ereignete sich im Dezember 2002. Damals rutschte ein Felshang vom Kegel des Hauptkraters ins Meer und löste eine bis zu zehn Meter hohe Flutwelle aus. Wie durch ein Wunder wurden dabei nur wenige Menschen verletzt. Auch 2007 gab es einen großen Ausbruch.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa

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