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Nach Vergewaltigungsvorwurf Kachelmann-Ex muss Schadenersatz zahlen

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Jörg Kachelmann war 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wettermoderator Jörg Kachelmann bekommt nun wohl doch Geld von seiner Ex-Geliebten Claudia D. In zweiter Instanz gesteht das Oberlandesgericht Frankfurt dem Schweizer Schadenersatz zu. Doch die Summe fällt deutlich niedriger aus als erhofft.

Wettermoderator Jörg Kachelmann hat vor Gericht Schadenersatz von seiner Ex-Geliebten erstritten. Das Oberlandesgericht Frankfurt verurteilte Claudia D. zur Zahlung von mehr als 7000 Euro plus Zinsen. Die Kammer sei davon überzeugt, dass sie ihn "vorsätzlich, wahrheitswidrig der Vergewaltigung bezichtigte", hieß es in der Urteilsbegründung. Das Landgericht Frankfurt hatte noch in erster Instanz einen Anspruch des Wettermoderators verneint. D. selbst sagte nach der Urteilsverkündung, sie sehe sich als Opfer eines "Justizskandals".

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Kachelmanns Ex-Geliebte Claudia D. muss nun wohl doch zahlen.

(Foto: dpa)

Ihr vorzuwerfen, sie habe die Vergewaltigung nur erfunden, sei "ein katastrophales Fehlurteil" eines "rein männlich besetzen Senats", sagte sie. Das Gericht wolle ein Exempel statuieren. "Man will uns Frauen stumm schalten." Kachelmann hatte die Radiomoderatorin auf Erstattung von rund 13.000 Euro für Gutachten verklagt. Mit deren Hilfe hat sich der TV-Moderator im Strafprozess erfolgreich gegen ihren Vergewaltigungsvorwurf verteidigt.

Das Landgericht Mannheim hatte den heute 58-Jährigen im Mai 2011 in einem spektakulären Verfahren von dem Vorwurf freigesprochen. Im Zivilverfahren musste Kachelmann nachweisen, dass seine Ex-Geliebte ihn falsch beschuldigt hat. Ein vom 18. OLG-Senat bestellter Rechtsmediziner hatte in einem Gutachten erklärt, es spreche viel dafür, dass sich Claudia D. die Verletzungen selbst zugefügt habe.

Firma streckte 7000 Euro vor

Die heute 43-Jährige hatte der Polizei im Februar 2010 berichtet, sie sei von ihrem damaligen Freund Kachelmann vergewaltigt worden. Der Wettermoderator wurde daraufhin im März 2010 nach der Rückkehr aus Kanada am Frankfurter Flughafen festgenommen und kam anschließend in Untersuchungshaft.

Der Senat des OLG Frankfurt hatte schon im Januar erkennen lassen, dass er die Klage für berechtigt hält. Zuletzt war es vor allem um die Frage gegangen, ob Kachelmann die von ihm geltend gemachten Kosten auch persönlich getragen hat. Ein für die Finanzen zuständiger Angestellter der Meteomedia AG hatte bestätigt, dass Kachelmanns Schweizer Firma damals rund 7000 Euro für Gutachten vorgestreckt habe. Der Zeuge konnte aber nicht sagen, ob Kachelmann das Geld zurückerstattet hat, da er das Unternehmen im März 2011 verlassen hat.

Quelle: ntv.de, jug/dpa