Panorama

"Costa Concordia"-Unglück Kapitän will wieder in Berufung gehen

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Die gesunkene "Costa Concordia" lag 18 Monate vor der Insel Giglio, bevor sie geborgen werden konnte.

(Foto: AP)

2012 steuert der Kapitän Francesco Schettino die "Costa Concordia" viel zu dicht an der Insel Giglio vorbei. Das Schiff rammt einen Felsen, läuft auf Grund, 32 Menschen sterben. Nun geht der Prozess um Schettino wohl in die nächste Runde.

"Costa Concordia"-Unglückskapitän Francesco Schettino will gegen seine Verurteilung zu 16 Jahren und einem Monat Haft in Berufung gehen. "Wir werden die Urteilsbegründung lesen und sicherlich Berufung beim Kassationsgericht einlegen", sagte sein Anwalt Donato Laini der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos zufolge.

Das Berufungsgericht in Florenz hatte das Urteil aus erster Instanz und damit die lange Haftstrafe für den Ex-Kapitän bestätigt. "Das Urteil hat unsere Argumentation nicht mit einbezogen", kritisierte Laino, der einen Freispruch gefordert hatte. Das Gericht in Florenz hatte sowohl die Berufung Schettinos als auch die der Staatsanwälte als "unzulässig" zurückgewiesen. Die Staatsanwälte hatten eine höhere Strafe von 27 Jahre und drei Monate Haft gefordert. Bei einer erneuten Berufung vor Italiens höchstem Gericht könnte es mindestens ein weiteres Jahr dauern, bis es ein rechtskräftiges Urteil gibt.

Schettino ist mehr als vier Jahre nach dem Unglück noch immer auf freiem Fuß. Das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" hatte im Januar 2012 vor der italienischen Insel Giglio einen Felsen gerammt und war gekentert. 32 Menschen starben, darunter auch zwölf Deutsche.

Quelle: ntv.de, kpi/dpa