Panorama

Letzte Tage der Mallorca-Haft? Kegelbrüder bekommen überraschende Unterstützung

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Im Gefängnis Centro Penitenciario de Mallorca sind die acht jungen Männer inhaftiert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für die in spanischer Haft sitzenden Kegler aus Münster könnte jetzt alles ganz schnell gehen. Laut ihrer Anwältin plädiert die Staatsanwaltschaft mittlerweile für ihre Freilassung. Die Wendung könnte ein kürzlich veröffentlichtes Foto gebracht haben, das sie in den Ermittlungen rund um einen Brand entlastet.

Im Fall der acht Deutschen, die auf Mallorca seit fast zwei Monaten unter dem Vorwurf der Brandstiftung in Untersuchungshaft sitzen, könnte nach Aussagen der Anwältin bald Bewegung kommen. Jetzt plädiere auch die Staatsanwaltschaft für die Freilassung ihrer Mandanten auf Kaution, sagte die Anwältin Maria Barbancho Saborit Regionalmedien wie "Mallorca Zeitung" und "Mallorca Magazin".

Man wolle nun angesichts der neuen Entwicklung versuchen, den Ermittlungsrichter umzustimmen und eine Freilassung zu erreichen. Es sei möglich, dass der Richter schon am Donnerstag oder Freitag eine Entscheidung treffe. Sollte diese positiv ausfallen, kämen die Kegelbrüder umgehend unter Auflagen frei, erklärte die Anwältin.

Wie die mallorquinischen Regionalmedien berichten, muss der Ermittlungsrichter zuvor auch noch eine Stellungnahme der Nebenklage einholen, um zu seinem Entschluss zu kommen. Zumindest einer der Anwälte der Geschädigten ist nach Information der "Mallorca Zeitung" grundsätzlich mit der Freilassung einverstanden, fordert jedoch für jeden der Beschuldigten eine Kaution in Höhe von 12.000 Euro. Es ist die gleiche Summe, die vier bereits freigelassene Kegelbrüder hinterlegt hatten.

Foto könnte die Staatsanwälte umgestimmt haben

Den Mitgliedern eines Münsteraner Kegelclubs wird vorgeworfen, am 20. Mai kurz nach ihrer Ankunft auf der Insel einen Brand in der Nähe des Ballermanns an der Playa de Palma ausgelöst zu haben. Sie sollen vom Balkon ihrer Hotelzimmer brennende Kippen und Alkohol auf das Schilfdach der Terrasse einer darunterliegenden Gaststätte geworfen haben. Das Dach fing Feuer und zwei Gaststätten, eine Wohnung und Teile des Restaurants wurden beschädigt. Zwei Menschen erlitten leichte Verletzungen.

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Die jungen Leute bestreiten jedoch vehement, das Feuer gelegt zu haben. Möglicherweise hat ein kürzlich in den Fall eingebrachtes Whatsapp-Foto dazu beigetragen, die Staatsanwälte umzustimmen. Dieses zeigt einen Mann, der sich kurz vor dem Ausbruch des Feuers auf einem Hotel-Balkon in unmittelbarer Nähe zu dem Schilfdach befunden hatte.

Der Gruppe der Kegelbrüder gehörten insgesamt 13 Urlauber an. Einer von ihnen war bereits am Tag nach dem Brand ohne Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Er hatte nachweisen können, dass er zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Feuers unter der Dusche war. Vier Tatverdächtige hatten das Gefängnis in Palma nach Kautions-Zahlungen in Höhe von jeweils 12.000 Euro nach rund zweieinhalb Wochen verlassen dürfen.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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