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Unglück in Schweizer Skigebiet Lawine verschüttet mehrere Menschen

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Zahlreiche Retter suchen im Skigebiet Crans-Montana nach Verschütteten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es herrscht bestes Wetter als sich die Schneemassen oberhalb eines Schweizer Skiorts in Bewegung setzen. Mehrere Menschen werden von der Lawine erfasst. Einige können verletzt geborgen werden. Rettungskräfte gehen von weiteren Vermissten aus.

Bei einem Lawinenabgang auf einer Skipiste in den Schweizer Alpen sind mindestens vier Menschen verletzt worden. Einer von ihnen schwebe in Lebensgefahr, teilte die Polizei des Kantons Wallis mit. Womöglich gebe es noch weitere Opfer. Die Suche nach Verschütteten dauere an. Der Alarm ging nach Angaben der Bergbahnen um kurz nach 14 Uhr ein. Mehr als 240 Retter waren oberhalb des Skiorts Crans Montana mit Hubschraubern im Rettungseinsatz.

Im Dorf kursierten Gerüchte, dass etwa zehn Personen betroffen seien. Der Bürgermeister des Ortes hatte am Nachmittag von möglicherweise bis zu zwölf Vermissten gesprochen. Der Lift zwischen dem Dorf und der Station Les Violettes wurde für den Skibetrieb geschlossen und war nur noch in Betrieb, um Retter nach oben zu bringen, wie eine Sprecherin der Bergbahnen sagte.

Zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs herrschte bestes Wetter. Das Unglück ereignete sich an den Hängen des knapp 3000 Meter hohen Berges Pointe de la Morte. Crans Montana liegt im Kanton Wallis im Südwesten der Schweiz. Betroffen war die Piste Kandahar, wie die Bergbahnen mitteilten. Zu der Piste heißt es auf der Webseite der Skiregion, dass sie zu einer "Skiroute schwere Klasse" gehört. Das betroffene Pistenstück soll auf halber Höhe zwischen der Gondelstation Les Violettes und dem Gipfel liegen. In Crans Montana soll am kommenden Wochenende das FIS Ski-Weltcuprennen stattfinden.

"Le Nouvelliste" berichtete, die Skipiste sei auf mehreren hundert Metern Länge verschüttet worden. Einsatzkräfte sagten der Zeitung, die Schneedecke sei mehr als zwei Meter hoch und "sehr kompakt". Dies erschwere die Bergungsarbeiten. Da die Skifahrer auf einer markierten Piste unterwegs waren, trugen sie wohl auch keine spezielle Schutzkleidung mit eingebauten Sensoren. Auf der Website des Skigebiets war die Lawinengefahr mit der zweitniedrigsten Kategorie der fünfstufigen Skala angegeben worden. Auf ausgewiesenen Skipisten kommen Lawinen sehr selten vor.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa/AFP

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