Rauch im CockpitLufthansa-Boeing strandet in Neufundland

Ihre Reise sollte von Frankfurt ins sonnige Florida gehen. Doch dann steigt im Cockpit der Lufthansa-Maschine mit fast 350 Passagieren an Bord Rauch auf. Die Piloten legen Sauerstoffmasken an und brechen den Flug in Neufundland ab.
Flug LH464 sollte planmäßig von Frankfurt nach Orlando in Florida fliegen, doch es kam anders. Die Piloten landeten die Lufthansa-Maschine mit angelegten Sauerstoffmasken im kanadischen Gander, wie ein Sprecher mitteilte. An Bord des Boeing-Großraumjets waren 345 Passagiere plus 18 Besatzungsmitglieder. Über die Ursache der Rauchentwicklung könnten noch keine Angaben gemacht werden, heißt es bei der deutschen Fluggesellschaft. Zuvor hatte die "Welt" darüber berichtet.
"Die Cockpit-Crew hat sich entschieden, wegen der Rauchentwicklung nach Neufundland umzurouten und ist dort sicher gelandet", sagte der Sprecher. Für die Passagiere habe zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden.
Professionelle Notlandung
Der Jumbo-Jet vom Typ Boeing 747 war am Dienstag pünktlich um 13.40 Uhr Ortszeit am Flughafen Frankfurt gestartet. Um 23.40 Uhr deutscher Zeit sollte er eigentlich in Orlando im US-Bundesstaat Florida landen. Stattdessen setzte die Maschine gegen 21.20 Uhr in Kanada auf.
Bei der Landung stand den Angaben der "Welt" zufolge die Feuerwehr bereit. Es gab aber keinen Notausstieg. Alles sei sehr professionell abgelaufen und der Pilot habe die Passagiere gut informiert. Eine Ersatzmaschine werde nach Neufundland geschickt, um die Passagiere an ihr Ziel zu bringen, erklärte der Lufthansa-Sprecher. Die notgelandete Maschine werde in Gander einer technischen Überprüfung unterzogen.
Für die Lufthansa ist der Zwischenfall mit dem Jumbo-Jet der erste Flugabbruch mit der Landung auf einem Ausweichflughafen seit Anfang September. Damals wurde bei einem Airbus A330 ein Flug von der US-Hauptstadt Washington nach München abgebrochen und eine Sicherheitslandung in Boston eingeleitet.