Panorama

"Dorian" auf Kategorie 3 gestuft Mächtiger Sturm steckt über Bahamas fest

Die Florida vorgelagerte Inselgruppe der Bahamas erlebt ein Unwetter apokalyptischen Ausmaßes. Nachdem Hurrikan "Dorian" mit der höchsten Stärke 5 auf Land getroffen war, ist er mit Kategorie 3 noch immer mächtig und bewegt sich kaum fort - eine "extrem seltene und unheilige Konstellation".

Der zerstörerische Hurrikan "Dorian" hat die Bahamas fest im Griff: Der Wirbelsturm habe sich direkt nördlich der Insel Grand Bahama festgesetzt, teilte das US-Hurrikanzentrum mit. Da die Windgeschwindigkeit mit bis zu 195 Stundenkilometern leicht nachließ, stufte die Behörde das Unwetter von der zweithöchsten Hurrikan-Kategorie auf die Stufe 3 herab.

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Die Experten warnen jedoch, dass "Dorian" auch in den nächsten Tagen ein mächtiger Hurrikan bleiben werde. Auf der karibischen Inselgruppe südöstlich der Küste Floridas hat der Wirbelsturm schwere Zerstörungen hinterlassen. Teile der Grand Bahamas wurden überschwemmt.

"Es ist ein Horrorszenario, das die Menschen auf den Bahamas derzeit erleiden. Denn 'Dorian' steht nach wie vor ortsfest über Teilen der Inselgruppe", sagte n-tv Meteorologe Björn Alexander. Die sei eine "extrem seltene und unheilige Konstellation". "Normalerweise bewegen sich solche meteorologischen Monster nämlich", so Alexander.

Mindestens fünf Menschen starben Behördenangaben zufolge auf den benachbarten Abaco-Inseln, wo "Dorian" am Sonntag mit der höchsten Hurrikanstärke fünf auf Land getroffen war. Sicherheitskräfte würden "so schnell wie möglich" auf die Inseln geschickt, versicherte Regierungschef Hubert Minnis.

Florida in Gefahr

Angesichts der katastrophalen Zerstörung zog Minnis einen dramatischen Vergleich: "Die Bahamas sind derzeit im Krieg, sie werden von Hurrikan 'Dorian' angegriffen", zitierte die Zeitung "The Nassau Guardian" Minnis. Der Inselstaat habe keine Waffe, um sich gegen den Angriff eines solchen Feindes zu verteidigen. Die Einwohner von Grand Bahama sind aufgerufen, weiter Schutz zu suchen.

Nach den Bahamas dürfte "Dorian" Kurs auf Florida nehmen, sein genauer Weg aber ist ungewiss. "Gemäß der Vorhersagecomputer sollte 'Dorian' heute im Tagesverlauf in nordwestliche Richtung wieder langsam an Fahrt aufnehmen und anschließend parallel der US-Ostküste nordwärts ziehen", sagte Alexander.

Nach Einschätzung des US-Hurrikan-Warnzentrums NHC dürfte der Hurrikan bis Mittwoch der Küste Floridas "gefährlich nahe" kommen. Für weite Teile der Küste gelten weiter Hurrikan-Warnungen. Die US-Bundesstaaten Florida, Georgia und South Carolina ordneten Zwangsevakuierungen küstennaher Gebiete an. Hunderttausende Menschen sind davon betroffen.

Quelle: ntv.de, shu/dpa/AFP