Panorama

Karneval der Kulturen in Berlin Männergruppe belästigt junge Frauen

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Karneval der Kulturen in Berlin

(Foto: imago stock&people)

Zwei junge Frauen tanzen mit Tausenden anderen Menschen auf einem beliebten Straßenfest in Berlin-Kreuzberg. Doch das eigentlich fröhliche Treiben wird von einem Fall von sexueller Belästigung überschattet, der an die Kölner Silvesternacht erinnert.

Zwei junge Frauen sind nach Polizeiangaben beim Karneval der Kulturen in Berlin durch eine Gruppe von zehn Männern sexuell belästigt und bestohlen worden. Die Beamten nahmen einen 14 Jahre alten Jungen und zwei 17 Jahre alte Jugendliche vorläufig fest. Wie die Beamten mitteilten, seien alle drei Tatverdächtigen bereits polizeibekannt. Zwei seien türkischer Herkunft, die Nationalität des Dritten ungeklärt.

Am Samstagabend hatten eine 17 Jahre alte junge Frau und ihre ein Jahr ältere Freundin vor einer Bühne in der Kreuzberger Blücherstraße getanzt, als sie laut Polizei plötzlich von etwa zehn jungen Männern umringt, angetanzt, bedrängt und angefasst wurden. Die jungen Frauen hätten versucht, der Gruppe zu entkommen, seien aber immer wieder zurückgezogen worden.

Einer der Männer soll dabei auch das Handy aus der Jackentasche der 17-Jährigen entwendet haben. Ein Besucher des Festes habe bemerkt, wie eine der Frauen sich verängstigt auf den Boden setzte, berichteten die Sicherheitskräfte. Der 27 Jahre alte Zeuge habe sie angesprochen und die tanzenden Männer gefilmt. Als einer von ihnen dies bemerkte, habe er den Besucher aggressiv aufgefordert weiterzugehen. Dann seien die alarmierten Polizeibeamten eingetroffen.

Täter wieder auf freiem Fuß

Es werde noch geprüft, ob es weitere Übergriffe auf Frauen gab, hieß es. Nach ähnlichem Muster waren in der vergangenen Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof zahlreiche Frauen bestohlen und belästigt worden.

Die vorläufig festgenommenen jungen Männer kamen nach Feststellung ihrer Personalien wieder frei, das gestohlene Handy wurde seiner Besitzerin zurückgegeben. Frauen, die ebenfalls Opfer ähnlicher Übergriffe wurden und dies bisher nicht zur Anzeige gebracht haben, wurden gebeten, sich bei der Polizei zu melden oder über die Internetwache eine Anzeige zu erstatten.

Quelle: n-tv.de, sro/dpa

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