Panorama

Blutiger Rassismus in USA Mann tötet neun Menschen in Kirche

Im US-Bundesstaat South Carolina betritt ein etwa 20-Jähriger während einer Bibelstunde eine Kirche, eröffnet das Feuer und tötet neun Menschen. Den bisher unbekannten Täter motivierte offenbar Rassenhass, er befindet sich auf der Flucht.

In einer Kirche in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina hat ein junger Mann neun Menschen erschossen. Die Polizei sucht nach dem flüchtigen Täter, wie der örtliche Polizeichef Gregory Mullen auf einer Pressekonferenz sagte.

Ein weißer Mann habe in dem von Afroamerikanern besuchten Gotteshaus das Feuer auf Menschen eröffnet, die zu einer Bibelstunde zusammengekommen seien. Acht Menschen seien am Tatort gestorben, ein weiterer Mensch im Krankenhaus.

Zeitgleich Bombendrohung eingegangen

Ein Mensch liege schwer verletzt im Krankenhaus, sagte der Polizeichef. Einzelheiten zu den Opfern wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

Der Täter wird als ein etwa 20-jähriger weißer Mann beschrieben, er wird als sehr gefährlich eingestuft. Es handele sich vermutlich um eine rassistisch motivierte Tat, sagte Mullen. Ähnlich äußerte sich Charlestons Bürgermeister Joseph P. Riley: "Der einzige Grund dafür, dass jemand in eine Kirche geht und Leute erschießt, ist Hass." Riley nannte die Tat unfassbar. South Carolinas Gouverneurin Nikki Halley sprach den Angehörigen der Opfer auf Twitter ihr Beileid aus.   

Ein unbekannter Anrufer hatte in der Umgebung der Kirche fast zeitgleich eine Bombendrohung ausgesprochen. Es bstehe jedoch keine Gefahr, erklärte die Polizei.

Quelle: ntv.de, bdk/mbo/dpa

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