Panorama

Anfeindungen bis hin zu Mord Mehr Hass gegen Minderheiten in den USA

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Menschen mit asiatischer Herkunft werden in den USA während der Corona-Pandemie besonders häufig zum Ziel von Hassverbrechen.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Ex-Präsident Trump bezeichnet das Coronavirus gerne als "China-Virus" - Beleidigungen und Gewalt gegen asiatischstämmige Menschen sind die Folge. Auch gegen andere Minderheiten in den USA registrieren die Behörden 2020 mehr Hassverbrechen. Die Beweisführung vor Gericht ist oft schwierig.

Die Zahl der gemeldeten Hassverbrechen gegen Angehörige von Minderheiten in den USA ist einer Statistik zufolge im Jahr 2020 deutlich gestiegen. Wie am Montag (Ortszeit) von der US-Strafverfolgungsbehörde FBI veröffentlichte Zahlen belegen, nahmen Angriffe auf Afroamerikaner beispielsweise um 40 Prozent zu, von 1972 gemeldeten Fällen im Jahr 2019 auf 2755 Fälle im Jahr 2020. Hassverbrechen gegen Menschen asiatischer Herkunft stiegen sogar um etwa 70 Prozent - während 2019 171 Fälle gemeldet wurden, waren es ein Jahr später 274.

Der Anstieg dürfte sich auch auf den Ausbruch der Corona-Pandemie zurückführen lassen - viele Menschen asiatischer Herkunft beklagen seitdem Anfeindungen in Zusammenhang mit der ersten Entdeckung des Virus in China. US-Justizminister Merrick Garland zeigte sich angesichts der Zahlen alarmiert: Die Statistik verdeutliche die Notwendigkeit einer umfassenden Reaktion, sagte er. Bei mehr als der Hälfte der gemeldeten Straftaten handelte es sich laut FBI um Einschüchterungsversuche. 18 Prozent der Fälle seien schwere Körperverletzungen.

Auch 22 Tötungsdelikte wurden der Statistik zufolge als Hassverbrechen eingestuft. In den USA bezieht sich der Begriff Hassverbrechen in der Regel auf eine Straftat, die sich gegen einen Menschen aufgrund bestimmter Merkmale seiner Identität richtet. Dieser erschwerende Umstand führt zu einer höheren Strafe, ist vor Gericht aber schwer zu beweisen.

Quelle: ntv.de, jhe/AFP

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