Teenager in Unterricht erstochenMetalldetektoren sollen Messergewalt an Italiens Schulen stoppen

Erst Mitte des Monats wird ein 18-Jähriger in La Spezia von einem Mitschüler getötet. Melonis Regierung will nun mit Kontrollen verhindern, dass Schüler Messer bei sich tragen.
An Italiens Schulen sollen künftig Metalldetektoren eingesetzt werden können, um Gewalttaten mit Messern und Schusswaffen zu verhindern. Die Rechtsregierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni veröffentlichte dazu in Rom einen entsprechenden Erlass. Das Land reagiert damit auf mehrere Messerangriffe. Erst Mitte Januar war in der Hafenstadt La Spezia ein 18-Jähriger durch einen Mitschüler erstochen worden.
Der Erlass wurde von Innenminister Matteo Piantedosi und Bildungsminister Giuseppe Valditara unterzeichnet. Damit bekommen Schulen unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, Metalldetektoren einzusetzen, wie man sie beispielsweise von Flughäfen oder Großveranstaltungen kennt. So soll verhindert werden, dass Schüler mit Waffen in den Unterricht kommen. Die Kontrollen sollen sowohl in der Schule als auch in der Umgebung stattfinden können, auch unangekündigt.
Melonis Koalition aus drei rechten und konservativen Parteien bereitet zudem ein Sicherheitspaket vor, das grundsätzlich strengere Vorschriften für den Besitz von Stichwaffen vorsieht. Der Angriff in La Spezia hatte sich während des Unterrichts ereignet. Der 18-Jährige wurde von einem gleichaltrigen Mitschüler mit einem mitgebrachten Messer erstochen, das eine 22 Zentimeter lange Klinge hatte.