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Herzinfarkt mit 56 Jahren Mexikanischer Drogenboss stirbt in Haft

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Polizeifoto von Héctor Beltrán Leyva.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zusammen mit seinen Brüdern leitet Héctor Beltrán Leyva eines der mächtigsten Drogenkartelle Mexikos. Doch die Sicherheitskräfte und das verfeindete Sinaloa-Kartell schwächen seine Organisation. Nun ist "El H" im Gefängnis gestorben.

Der ehemalige mexikanische Drogenboss Héctor Beltrán Leyva alias "El H" ist tot. Er sei in einem Krankenhaus in Toluca einem Herzinfarkt erlegen, teilte das Innenministerium mit. Der einstige Chef des Beltrán-Leyva-Kartells war 2014 von Soldaten gefasst worden und saß seitdem im Hochsicherheitsgefängnis El Altiplano ein.

Der 56-Jährige habe am Sonntag über starke Schmerzen in der Brust geklagt und sei daraufhin in die Klinik gebracht worden, hieß es in der Mitteilung. Dort sei sein Tod festgestellt worden.

Héctor Beltrán Leyva führte mit seinen Brüdern Alfredo, Arturo, Mario und Carlos das Beltrán-Leyva-Kartell. Die Geschwister stammen aus der gleichen Region wie Joaquín "El Chapo" Guzmán, dem mittlerweile in den USA der Prozess gemacht wird. Sie bauten zunächst Opium an und verdingten sich dann als Auftragsmörder für das Sinaloa-Kartell.

Nach der Verhaftung von Alfredo Beltrán Leyva kam es 2008 zum Bruch und das Verbrechersyndikat erklärte dem Sinaloa-Kartell den Krieg. Bei den monatelangen, blutigen Kämpfen wurden landesweit Hunderte Menschen getötet, darunter viele Polizisten, die im Dienste von "El Chapo" vermutet wurden.

2009 wurde Marcos Beltrán Leyva bei einer Schießerei mit den Sicherheitskräften getötet, sein Bruder Carlos nur wenige Tage später verhaftet. Vor zwei Jahren ging den Sicherheitskräften auch Héctors Ehefrau ins Netz, die das Kartell nach der Verhaftung ihres Mannes zwischenzeitlich geleitet haben soll.

Das Beltrán-Leyva-Kartell ist vor allem im Westen und Zentrum des Landes aktiv. Es schmuggelt Kokain, Marihuana, Heroin und Methamphetamine in die Vereinigten Staaten. Im Gegenzug schafft die Bande Waffen und Munition aus den USA nach Mexiko. Durch die harten Schläge der Sicherheitskräfte und scharfer Konkurrenz gilt das Syndikat mittlerweile als geschwächt.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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